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Payback
Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen. Für den Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Sachbuch/E
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Videoclip zu "Payback"
Produktinformation
- Verlag: (Blessing)
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 239 S.
- Seitenzahl: 239
- Deutsch
- Abmessung: 221mm x 144mm x 27mm
- Gewicht: 426g
- ISBN-13: 9783896673367
- ISBN-10: 389667336X
- Best.Nr.: 26924747
Leseprobe zu "Payback"
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Produktbeschreibung zu "Payback"
Beschreibung
Was wollte ich gerade tun? Wieso haben die Dinge kein Ende mehr? Was geschieht mit meinem Gehirn? Fast jeder kennt die neue Vergesslichkeit und die fast pathologische Zunahme von Konzentrationsstörungen. Dahinter steckt sehr viel mehr als nur Überforderung. Wir wissen mehr als je zuvor und fürchten doch ständig, das Wichtigste zu verpassen. Der Mensch ist nicht nur ein Fleisch- und Pflanzenfresser, er ist auch ein Informationsfresser. Informationen sind Vorteile und in der Informations-Nahrungskette siegt der, der am schnellsten und effektivsten Nachrichten sendet und empfängt. Aber diese neue Form des Darwinismus führt dazu, dass wir nicht mehr unterscheiden können, was wichtig ist und was nicht. Wir rufen unsere ganze Lebensbahn immer stärker wie Informationen ab und zerstören so unsere Fähigkeit, mit Unerwartetem umzugehen. Die Frage lautet, ob wir bereits begonnen haben, uns selbst wie Computer zu behandeln, und ob wir damit Gefahr laufen, den Menschen in mathematische Formeln zu verwandeln ...
Nicht die Technologien sind Schuld, sondern die Tatsache, dass immer häufiger nur noch das im Menschen gefordert und gefördert wird, was mit den Rechnern kompatibel ist. Eine Welt ohne Informationstechnologie ist nicht vorstellbar. Aber die pure Koexistenz von Mensch und Computer führt zum Sieg der künstlichen Intelligenz. Schon bald werden Computer zu Dingen fähig sein, die heute noch unvorstellbar scheinen. Sie werden unsere Wünsche besser kennen als wir selbst und in der Lage sein, sogar unsere Assoziationen in Software zu übersetzen. Wichtig aber ist, dass wir währenddessen unsere Fähigkeiten nicht verlieren. Wir können zurückfordern, was uns genommen wird, wenn wir die Stärken des Menschen neu bestimmen.
Ausgehend von Gesprächen mit den führenden Köpfen des Internet-Zeitalters und wichtigen Vertretern der modernen Psychologie zeigt Frank Schirrmacher, wie sich schon in den nächsten Jahren das Selbstbild des Menschen wandeln könnte und welche faszinierenden Antworten auf diese Krise möglich sind.
Wir werden bombardiert mit dem, was andere Menschen jede Sekunde tun
Wir werden voraussagen können, was jeder Mensch in der nächsten Minute tun will
Wir wissen alles. Und nichts über uns selbst
Leseprobe zu "Payback" von Frank Schirrmacher
MEIN KOPF KOMMT NICHT MEHR MIT (S. 3-4)
Was mich angeht, so muss ich bekennen, dass ich den geistigen
Anforderungen unserer Zeit nicht mehr gewachsen bin. Ich dirigiere
meinen Datenverkehr, meine SMS, E-Mails, Feeds,Tweeds,
Nachrichtensites, Handyanrufe und Newsaggregatoren wie ein
Fluglotse den Luftverkehr: immer bemüht, einen Zusammenstoß zu
vermeiden, und immer in Sorge, das Entscheidende übersehen zu
haben. Ohne Google wäre ich aufgeschmissen und nicht mehr imstande,
einen Handwerker zu bestellen oder zu recherchieren.
Würde ich morgen vom Internet oder Computer geschieden werden, wäre
das nicht eine Trennung von dem Provider, sondern es wäre das Ende
einer sozialen Beziehung, die mich tief verstören würde.
Am Tag meiner Konfirmation, als ich den Spielcomputer Logikus der
Firma Kosmos geschenkt bekam, bin ich freudig in das Wettrüsten mit
der jeweils neuesten Technologie eingetreten. Moores Gesetz - das
Gesetz, wonach sich die Geschwindigkeit der Prozessoren alle zwei
Jahre verdoppelt - kannte ich schon, als ich meinen ersten
Amstrad-Rechner kaufte.
Bedienungsanleitungen verstehe ich so wenig wie alle anderen …
Leseprobe zu "Payback" von Frank Schirrmacher
24.12.2009
FRANK SCHIRRMACHER, Mitherausgeber dieser Zeitung, hat ein Buch
über die kognitive Überforderung im digitalen Zeitalter
geschrieben. Diese Ich-Erschöpfung ist nicht den Technologien
geschuldet, sondern der Tatsache, dass nur das im Menschen
gefördert und gefordert wird, was mit den Rechnern kompatibel ist.
Unter dem Druck, zu simsen, zu twittern und zu googlen, verändert
sich unser Gehirn, so dass wir zunehmend auf die Gesetze der
Rechnerlogik festgelegt werden. Der Ausweg aus der digitalen
Berechenbarkeit des Lebens, den Schirrmacher beschreibt, liegt
nicht etwa in der Verweigerung der Technik, sondern in einem neuen
Denken, das dem Menschen seine Stärken bewusstmacht: Kreativität,
Toleranz und die Fähigkeit, mit Unberechenbarem umzugehen. (Frank
Schirrmacher: "Payback". Warum wir im
Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun
wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen.
Karl Blessing Verlag, München 2009. 240 S., geb., 17,95
[Euro].)
F.A.Z.
Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
19.11.2009
Die Ich-Erschöpfung
Frank Schirrmacher und die kognitive Krise der Gesellschaft
Es gibt in der industrialisierten Welt kein Land, in dem die Debatte um den Einfluss des Internets auf die Gesellschaft mit so vielen dogmatischen Verkrustungen und ideologischen Verschärfungen geführt wird wie in Deutschland. Die digitale Kluft, die sich durch unser Land zieht, verläuft meist entlang der Generationengrenze zwischen „Digital Natives” und „Digital Immigrants”, also zwischen jenen, die mit dem Internet aufgewachsen sind, und jenen, die den digitalen Technologien erst als Erwachsene begegneten. Dabei ist das Thema längst größer als der knickrige Streit um alte und neue Mediengewohnheiten und Urheberrechtsfragen oder die politische Panikmache vor Amokspielen und Kinderpornos, auf die die digitalen Debatten in Deutschland meist hinauslaufen. Das neue Buch des FAZ-Herausgebers und Feuilletonisten Frank Schirrmacher, „Payback” (Blessing Verlag München, 2009, 240 Seiten, 17,95 Euro), erweitert die Debatte nun endlich um kluge Gedanken. Auch wenn der Untertitel „Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir …
Kundenbewertungen zu "Payback" von "Frank Schirrmacher"
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ausgezeichnet
- 11 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung von Bleenie am 02.12.2009

-




- ausgezeichnet
- Seine Hauptthese ist, dass wir in einem Zeitalter des Multitaskings leben und dies uns überfordert. Den Kampf mit dem Computer werden wir verlieren. Wie wir mittlerweile auch wissen, gibt es ein Multitasking gar nicht, auch Frauen sind dieser "Sache" nicht fähig. Wir müssen ständig entscheiden, welche Information wichtig ist und erleben, dass amazon, google usw. uns diese Arbeit inzwischen abnehmen. Frank Schirrmacher macht uns eindringlich darauf aufmerksam, dass wir darauf schauen müssen, was sich in unserer Art des Denkens durch den Computer verändert. Seine These ist, dass wir das Denken ausgelagert haben und deshalb Denken mit Informationsaufnahme verwechseln. Wir müssen akzeptieren, das der PC einfach manche Dinge besser kann. Der Mensch jedoch ist zum Chaos fähig, d. h. er kann von der Norm abweichen. Hierin liegt nach Schirrmacher die Chance im Umgang mit dem Computer. Der Mensch ist für Überraschungen gut, der PC fürs Rechnen. Und daher sollten wir uns nicht mit dem Computer vergleichen, sondern die Unterschiede klar machen.
Schirrmacher ist Journalist und deshalb kann man ihm verzeihen, dass er manche Ansätze nicht weiter vertieft. Wichtig ist es, dass wir in eine konstruktive Auseinandersetzung einsteigen, das Informationszeitalter nicht verteufeln, sondern es dem Menschen zu Nutze machen. Es ist zu wünschen, dass die von Schirrmacher angeregte Diskussion weiter fort geführt wird und damit an mehr Tiefe gewinnen wird. - War diese Bewertung für Sie hilfreich?

(Inhalt anstößig?)
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05.12.2009
Rezensent Uwe Justus Wenzel weiß Frank Schirrmachers Buch über
Fluch und Segen des Informationszeitalters zu schätzen. Es scheint
ihm instruktiv, wohlinformiert und durchaus ausgewogen. Eine simple
Abrechnung mit der digitalen Gesellschaft und computerisiertem
Datenverkehr kann er in dem Buch nicht erkennen. Gleichwohl räumt
er ein, dass Kulturkritik und eine ordentliche Dosis Pessimismus
nicht zu übersehen sind. Die negativen Folgen von SMS, E-Mails,
Feeds, Tweets, Websites, Mobiltelefonanrufe usw. für unser Denken,
unsere Lesefähigkeit, unsere Aufmerksamkeit und
Konzentrationsfähigkeit werden für ihn an Hand von neueren
psychologischen und neurobiologischen Studien klar benannt.
Besonders hebt er Schirrmachers Kritik am Multitasking hervor, das
als Mythos entlarvt wird. Das Thema Überwachungsstaat interessiert
den Autor nach Angaben von Wenzel indes nicht weiter, obwohl es als
möglicherweise "ernstes Problem" eingeschätzt wird.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher präsentiert eine Bestandsaufnahme der allgegenwärtigen Vernetzung im Computerzeitalter. Er lädt den Leser ein, an seinen persönlichen Erfahrungen, zahlreichen recherchierten Fakten sowie wissenschaftlichen Studienergebnissen teilzuhaben. Dass er die sich rasant weiterentwickelnden Computertechnologien nicht grundsätzlich abgeschafft wissen möchte, betont Schirrmacher ausdrücklich – dennoch könnte man an einigen Stellen diesen Eindruck gewinnen. Er warnt eindringlich, wortgewaltig und sich gelegentlich wiederholend vor den Gefahren der Computerisierung: Durch die Anpassung an die Computerwelt verändere sich die Persönlichkeit des Menschen – nicht zu seinem Vorteil. Gegen Ende seines Werks ruft der Autor den Leser auf, die Entscheidungsfreiheit nicht aus der Hand zu geben und sich dem Geist der Maschine nicht zu unterwerfen. getAbstract empfiehlt das Buch allen Menschen, die bereit sind, den allzu selbstverständlich gewordenen Umgang mit Computer und Internet kritisch zu hinterfragen.
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Rezension
"Lesen oder Gelesenwerden: vor diese Alternative stellt uns Frank Schirrmacher in seinem anregungsreichen, wenn auch etwas fahrig konstruierten Essay über die von ihm konstatierte, durch Informationsüberflutung ausgelöste "Ich-Erschöpfung" und die Gefahr einer totalen Vorhersagbarkeit unseres Verhaltens dank immer feinerer Algorithmen. Ein gutes Buch, das einen auf neue Gedanken bringt." (Druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck, ARD)
Autorenporträt zu "Frank Schirrmacher"
Frank Schirrmacher, Jahrgang 1959, Studium in Heidelberg und Cambridge, Promotion. Seit 1994 ist er einer der Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er ist ein "besessener Zeitungsmacher mit genialem Gespür für Themen", so die "Welt am Sonntag" schon vor Jahren über Frank Schirrmacher. 2004 sagte er dem Altersrassismus den Kampf an - für sein Buch "Das Methusalem-Komplott" erhielt Frank Schirrmacher u.a. die Goldene Feder, den Corine-Sachbuch-Preis und die Auszeichnung "Journalist des Jahres 2004". Mit "Minimum" landete er 2006 erneut einen publizistischen Coup und setzte das Thema des Jahres. 2009 wurde Frank Schirrmacher mit dem "Ludwig-Börne-Preis" ausgezeichnet. Frank Schirrmacher lebt in Frankfurt und Berlin.






































