Im vorliegenden Band werden theoretische und methodologische
Grundlagen der Kindheitsforschung problematisiert und der Stand der
Diskussion im Blick auf die Zukunft der sozialwissenschaftlichen
Kindheitsforschung fokussiert.
Seit den späten 1970er Jahren ist im Schnittpunkt von Soziologie
und Erziehungswissenschaft ein produktives internationales
Forschungsfeld entstanden, das sich unter dem Label childhood
studies institutionell konsolidiert hat.
Die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes beteiligen sich
seit vielen Jahren an den internationalen Diskursen. Ihre Beiträge
spiegeln den state of the art der deutschsprachigen
Kindheitsforschung und betten sie in den Kontext der
internationalen Diskussion ein. Sie bieten keine Zusammenfassung
der Kindheitsforschung; sie beanspruchen auch nicht, in der Auswahl
ihrer Themen oder der Breite ihrer Bearbeitung für die
deutschsprachige Diskussion repräsentativ zu sein. Sie können aber
für sich in Anspruch nehmen, die theoretischen und methodologischen
Grundlagen der childhood studies zu problematisieren und den Stand
der Diskussion im Blick auf die Zukunft der
sozialwissenschaftlichen Kindheitsforschung zu fokussieren.
Dabei zieht sich die Auseinandersetzung mit dem Konzept der
generationalen Ordnung, das in der sozialwissenschaftlichen
Kindheitsforschung zu einem theoretischen Schlüsselbegriff geworden
ist, wie ein roter Faden durch die Texte. Studierenden vermittelt
der Band einen fundierten Überblick über das Forschungsfeld.