Längst sind die Grenzen des Wachstums überrannt. Die Gefahr, dass
der Klimawandel einen Klimakollaps gebiert, wird immer
wahrscheinlicher. Wir wirtschaften zu Lasten zukünftiger
Generationen, fügen ihnen unermeßliche Schäden zu. Der Material-
und Energieverbrauch der Industriegesellschaften muss um ganze
Größenordnungen reduziert werden, Produktion und Konsum müssen
schrumpfen. Die Parteien sollten den Wählern die Wahrheit sagen:
Das kapitalistische Prinzip widerspricht nachhaltiger Ökonomie und
plündert den Planeten aus. Wir brauchen einen sozial-ökologischen
Umbau des politischen Systems, eine gesellschaftliche Ordnung, die
Ökologie zum Ausgangspunkt ihrer Strukturen und Regeln macht.
Vorgelegt wird im Band eine umfassende Kritik der
Technikentwicklung und wie eine nachhaltige Technik eingerichtet
sein könnte, eine Abkehr von der Megamaschine. Wir benötigen
möglichst bald 100 Prozent erneuerbare Energie, auch bei
Wärmeversorgung und im Verkehr. Eigentumsver hältnisse, die die
Tragekapazität der Ökosysteme überfordern, sind nicht zukunftsfähig
und müssen Formen weichen, die soziale und ökologische Balance
gleichzeitig wahren. Die Linke muss die Ökologie zu einem ihrer
Kernthemen ausbauen und die langfristigen sozialen und
wirtschaftlichen Interessen prinzipiell höher gewichten. Linke
Realos scheuen sich mit Rücksicht auf ihre Wählbarkeit, diese
unbequemen Wahrheiten zu vertreten.