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NO ECONOMY
Wie der Gratiswahn das Internet zerstört
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Eichborn
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 234 S.
- Seitenzahl: 234
- Deutsch
- Abmessung: 215mm x 137mm x 20mm
- Gewicht: 332g
- ISBN-13: 9783821857077
- ISBN-10: 3821857072
- Best.Nr.: 25642341
Leseprobe zu "NO ECONOMY"
Produktbeschreibung zu "NO ECONOMY"
Beschreibung
Rettet das Internet! Unsere Gratismentalität zerstört die Online-Wirtschaft, bevor sie wirklich existiert hat.
Der Befund ist eindeutig: Die schöne neue Welt des World Wide Web ist untergegangen, bevor sie überhaupt richtig entstanden ist. Statt Überraschung und Vielseitigkeit dominieren Commercials und Online-Werbung, statt Orientierung und Information gibt es Pop-ups und Porno.
Gisela Schmalz plädiert in ihrer scharfen Analyse der Medienwirklichkeit für digitale Nachhaltigkeit: Relevanz statt Beliebigkeit, Qualität statt Quantität, freier Markt statt Gratiskultur. Anders gesagt: Wenn wir als Nutzer die Zukunft des Internets nicht Big Playern wie Google, Amazon oder Ebay überlassen wollen, müssen wir die Urheber von digitalem Content direkt vergüten. Denn nur wenn wir lernen, Inhalte wertzuschätzen und zu honorieren, hat das World Wide Web eine Chance, dem Tod durch Datenoverkill zu entgehen. Als Ort der Innovation und als lebendiger Markt, der nicht von Monopolisten dominiert wird, sondern von der Fantasie, dem Erfindungsreichtum und der Risikobereitschaft vieler unabhängiger Online-Unternehmer.
Leseprobe zu "NO ECONOMY" von Gisela Schmalz
"VORWORT Lassen Sie uns von einem System sprechen, das alle sozialen Organismen in ein Kunstwerk verwandelt, in dem der gesamte Arbeitsprozess eingeschlossen ist, ... etwas, in dem das Prinzip von Produktion und Konsumtion eine Form von Qualität annimmt. Es ist ein gigantisches Projekt. Joseph Beuys Das Internet vernetzt Menschen weltweit. Es ermöglicht ihnen, von fast jedem Ort aus rund um die Uhr miteinander zu kommunizieren oder Handel zu treiben. Über 1,5 Milliarden Menschen besaßen 2008 einen Internetzugang, mehr und mehr gehen täglich online und transferieren immer größere Datenmengen. Pro Jahr soll sich die Menge an digitalen Daten ab 2008 um 60% vergrößern. Das gesamte Datenvolumen soll bis 2011 auf 1,8 Billionen Gigabyte angewachsen sein - das wäre das Zehnfache der Menge von 2006. Diese Transfers spiegeln den Aktivismus der Onlinegemeinde. Normalbürger werden mit den Onlinetechnologien zunehmend besser vertraut. Sie vernetzen sich nicht nur über das Web und konsumieren Informations- und Unterhaltungsinhalte aus dem Web, sondern wickeln hier zunehmend mehr Geschäfte mit digitalen und physischen Gütern ab. Doch erscheinen den meisten die Zusammenhänge von …
14.08.2009
Gratisjunkies im Datendschungel
Die Zeiten sind schlecht. Die Einnahmen aus dem Werbemarkt decken die Kosten von Yahoo nicht mehr. Das Internetportal versucht, Premium-Dienste zu etablieren. Es sollte der Abschied von der Gratiskultur werden – und läutete den Abschwung für den Internetpionier ein. Diese Geschichte ist nicht neu: Schon 2001 kämpfte Yahoo-Chef Terry Semel mit bezahlten Inhalten gegen die Flaute an. Den Aufstieg einer jungen Suchmaschine namens Google verlor er darüber aus den Augen. Der Ausgang ist bekannt: Google deklassierte das Internetportal Yahoo, verdiente Milliarden mit Werbung, während der Rivale hohe Verluste machte und vor kurzem eine Zwangsehe mit Microsoft einging.
Jetzt, mitten im Jahr 2009, erlebt die Wirtschaft erneut einen Abschwung, schlimmer noch als 2001. Und wieder werden die Pläne aus den Schubladen geholt, um der Gratismentalität im Internet ein Ende zu bereiten. Ab sofort soll nicht mehr alles umsonst sein, ab sofort muss Qualität Geld kosten, lautet das Credo der Manager. Auch Medienmogul Rupert Murdoch hat erklärt, dass in Kürze auf allen Online-Seiten seiner Publikationen Geld verlangt werden soll.
In …
Rezensionen und Kritik
"Ein informatives Buch zu einer wichtigen Debatte." (ChangeX, 7. April 2009)
Rezensionen und Kritik
Ist doch toll, dass es im Internet so viel umsonst gibt! Wirklich? Warum funktionieren diese Gratisangebote überhaupt? Wer steckt dahinter und wohin wird uns die „Ich bin doch nicht blöd“-Mentalität führen? Medienökonomin Gisela Schmalz gibt Antworten und versucht gleichzeitig, über die Gefahren des Gratiswahns aufzuklären. Für sie ist klar: So wie jetzt wird das Internet nicht mehr lange aussehen. Entweder betrachten wir es weiterhin als Selbstbedienungsladen, der sich nur über Werbung finanziert – mit der Folge, dass wir schließlich in den Fängen gieriger Monopolisten landen. Oder wir nutzen unsere Macht als Surfer und suchen gezielt nach kleinen Qualitätsanbietern, die wir für ihre Leistungen fair bezahlen. Schmalz schreibt ohne akademischen Dünkel und wohltuend konkret. Ihre Analyse des Status quo ist brillant, die Zukunftsausblicke hingegen bleiben vage, und an ihr Gegenmodell zu glauben, fällt schwer. Wichtig ist die Diskussion aber allemal, deshalb empfiehlt getAbstract das Buch allen Internetnutzern und -unternehmern, die die Onlinekultur aktiv mitgestalten möchten.
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