Nationalökonomie und Nationalsozialismus - Janssen, Hauke

Hauke Janssen 

Nationalökonomie und Nationalsozialismus

Die deutsche Volkswirtschaftslehre in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts

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Nationalökonomie und Nationalsozialismus

In der Literatur zum Nationalsozialismus ist immer wieder behauptet worden, daß die Entwicklung, die zu Hitler geführt habe, den logischen Endpunkt der deutschen Geschichte darstelle. Diese These wird sowohl für die politische als auch für die Geistesgeschichte vertreten. Mit dem vorliegenden Beitrag geht der Autor der These vom deutschen Sonderweg für die Volkswirtschaftslehre nach. Gab es überhaupt so etwas wie eine nationalsozialistische Wirtschaftslehre, in welchen theoriegeschichtlichen Kontext haben wir diese einzuordnen und welchen Einfluss übte sie auf die Entwicklung in den dreißiger Jahren aus? War darüber hinaus die unter der Herrschaft des Nationalsozialismus dominierende ökonomische Lehre der "logische Höhepunkt" einer länger angelegten Sonderentwicklung in der deutschen Ökonomie?
Aus dieser Perspektive sind Themen, Strömungen und Werke ausgewählt worden - es geht dem Autor weniger um die Fortschritte der Disziplin aus heutiger Sicht, sondern um damals wichtige Lehren und ihr Verhältnis zur nationalsozialistischen Herrschaft und Ideologie.


Produktinformation

  • Verlag: Metropolis
  • 2011
  • 4., überarb. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 728 S.
  • Seitenzahl: 725
  • Beiträge zur Reorganisation des Staates
  • Deutsch
  • Abmessung: 226mm x 152mm x 48mm
  • Gewicht: 890g
  • ISBN-13: 9783895188756
  • ISBN-10: 3895188751
  • Best.Nr.: 34728237
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.01.2012

Ökonomen unterm Hakenkreuz
Eine traurige Geschichte, die aber erzählt werden muss

Hauke Janssens "Nationalökonomie und Nationalsozialismus" ist nunmehr bereits in der vierten, überarbeiteten Auflage erschienen. Das zwar dickleibige, aber dennoch sehr gut lesbare Buch hat sich zu Recht als Standardwerk zur Entwicklung der deutschen Volkswirtschaftslehre in der Zwischenkriegszeit entwickelt. Janssen beginnt mit dem Zustand der deutschen Volkswirtschaftslehre in den zwanziger Jahren, als die zuvor dominierende "Historische Schule" an Bedeutung verlor und sich stattdessen zahlreiche Nachwuchskräfte mehr der mathematischen Wirtschaftstheorie zuwendeten. Diese kurze Blüte fand jedoch schon im Jahr 1933 ihr Ende, als viele Gelehrte das Deutsche Reich verlassen mussten. Danach wurden auch die Wirtschaftswissenschaften in Deutschland "gleichgeschaltet".

Janssens Kernthese lautet, dass es zu einer in sich geschlossenen und übergreifenden nationalsozialistischen Wirtschaftslehre nicht gekommen ist, wohl aber zu Ansätzen, die sich von früheren Strömungen wie der "Romantischen Schule" Adam Müllers und der "Historischen Schule" Gustav Schmollers …

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