Die Analyse populärer Musik ist traditionell Gegenstand
verschiedener Disziplinen. Dies hat die zunehmende
Ausdifferenzierung gegenläufiger Analyseparadigmen begünstigt.
Sinnbildlich hierfür steht die Aufspaltung in einen
musikwissenschaftlichen und einen kulturwissenschaftlichen
Forschungszweig. Die Diskrepanz der bestehenden Ansätze
manifestiert sich in einer Fülle von Begriffen und Konzepten, von
denen Sound, Performance und Gender nur einen 'prominenten
Ausschnitt bilden.
Der Band nimmt den Ist-Zustand dieser vielgestaltigen Analysepraxis
zum Anlass, Theorie und Methodologie der populären Musik neu zu
ordnen. In diesem Zusammenhang werden Grundbegriffe diskutiert, mit
deren Hilfe die gesellschaftliche Realität populärer Musik
angemessen beschrieben werden kann. Hierauf aufbauend wird ein
transdisziplinäres Analysemodell vorgestellt, das unter Bezugnahme
auf medienwissenschaftliche Perspektiven zwischen Musik- und
Kulturwissenschaft vermittelt. Anhand einer umfassenden Fallanalyse
der irischen Rockband U2 gelangt das neuentwickelte
Methodeninstrument zur Anwendung.
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