1905 wurde sie erstmals veröffentlicht und sorgte danach weltweit
für Furore in Wissenschaftskreisen: Mit seiner bahnbrechenden
Relativitätstheorie wurde Albert Einstein zu einem der
bedeutendsten Physiker der Geschichte.
Dieser Band enthält die gesammelten weltanschaulichen Äußerungen
und Bekenntnisse Einsteins, in denen er auch Rechenschaft ablegt
über seine wissenschaftliche Tätigkeit und ihre Einbettung in den
gesellschaftlichen Zusammenhang.
In dem von Krisen geschüttelten 20. Jahrhundert, mitten in
Revolutionen, Inflationen und den Weltkriegen, fand die Welt
offenbar nicht die Kraft, die bedeutendste aller Umwälzungen zu
begreifen - den tiefen Wandel des Weltbildes, der von den
Naturwissenschaften ausgegangen war. Dennoch erreichten nur wenige
Menschen den Bekanntheitsgrad von Albert Einstein, einem der
Begründer dieses naturwissenschaftlichen Weltbildes. Obwohl der
wissenschaftliche Kern seines Werks selbst Experten kaum zugänglich
ist, ist bekannt, daß seine Relativitätstheorie jene Gedanken
enthält, die Atombomben und Kernkraftwerke möglich machen, und der
Bau der ersten amerikanischen Atombomben von ihm - aus Sorge,
deutsche Physiker könnten den Amerikanern zuvorkommen - mit
angeregt wurde. Daß er gleichzeitig ein halbes Jahrhundert lang
gegen chauvinistische, rassistische und militaristische
Unmenschlichkeit protestiert, zeigt das Buch "Mein
Weltbild", das erstmals 1934 erschien und 1955 in einer
wesentlich erweiterten Fassung vorgelegt wurde. Hier sind Einsteins
Essays, Aufsätze und Reden unter charakteristischen
Zwischenüberschriften zusammengestellt: Wie ich die Welt sehe, Im
Kampf gegen den Nationalsozialismus, Jüdische Probleme sowie
Wissenschaftliche Beiträge.
Albert Einstein, geboren 1879 in Ulm, stellte die Relativitätstheorie auf, mit der er neue Grundlagen für die moderne Physik schuf. 1921 erhielt er den Nobelpreis für Physik. Als Autor kennt man ihn vor allem durch seine Briefe: berühmt sein Schreiben an Präsident Roosevelt, in dem er - überzeugter Pazifist - sich aus Furcht vor einer deutschen Aggression für die Entwicklung der Atombombe aussprach. Seine Laufbahn als Professor führte ihn über Zürich, Prag und Berlin nach Princeton, wo er 1955 starb.