Mein russisches Abenteuer - Mühling, Jens

Jens Mühling 

Mein russisches Abenteuer

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Mein russisches Abenteuer

Vor zehn Jahren lernt der Journalist Jens Mühling in Berlin den russischen Fernsehproduzenten Juri kennen. Die Begegnung verändert sein Leben. Juri verkauft deutschen Sendern erfundene Geschichten über Russland, er sagt: »Die wahren Geschichten sind noch viel unglaublicher als alles, was ich mir ausdenken könnte.« Seitdem reist Jens Mühling immer wieder nach Russland, getrieben von der Idee, diese wahren Geschichten zu finden. Die Menschen, denen er auf seinen Reisen begegnet, wirken wie ausgedacht. Aber sie sind das wahre Russland. Eine Einsiedlerin, die seit ihrer Geburt in der Taiga lebt und erst als Erwachsene erfahren hat, dass es jenseits der Wälder eine Welt gibt. Ein Mathematiker, der 1000 Jahre der russischen Geschichte für erfunden hält. Ein Priester, der in der atomar verseuchten Sperrzone von Tschernobyl predigt. >Mein russisches Abenteuer< ist eine Reiseerzählung, die durch das heutige Russland führt. Aus sehr persönlicher Perspektive porträtiert Jens Mühling eine Gesellschaft, deren Lebensgewohnheiten, Widersprüche, Absurditäten und Reize im Ausland nach wie vor wenigen vertraut sind.


Produktinformation

  • Verlag: Dumont Buchverlag
  • 2012
  • N.-A.
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 351 S.
  • Seitenzahl: 352
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 140mm x 34mm
  • Gewicht: 510g
  • ISBN-13: 9783832195892
  • ISBN-10: 3832195890
  • Best.Nr.: 34531457
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.04.2012

Dieses große frustrierende Loch oben rechts
Der Journalist Jens Mühling schließt mit seinem schönen Russland-Buch die Lücke auf seiner inneren Weltkarte
Ein Buch, das „Mein russisches Abenteuer“ heißt, klingt zuerst nach Urlaubslektüre. Man erwartet viel Abenteuer (wahrscheinlich Wodka, eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn, vielleicht passiert irgendwas im Schneegestöber am Roten Platz). Und man erwartet viel „Ich“, schließlich geht es um „mein“ Abenteuer und nicht um die Abenteuer anderer Menschen, etwa derjenigen, die in Russland leben. Aber das Buch von Jens Mühling ist ein tiefsinniges Buch. Man sollte es nicht am Strand lesen.
Jens Mühling ist Redakteur beim Berliner Tagesspiegel. Er wurde 1976 in Siegen geboren, spricht Russisch und hat sich ein Jahr Urlaub genommen, um durch Russland zu reisen. Er hat dabei tatsächlich viel Wodka getrunken, ist mit der Transsib gefahren und hat sich tapfer von den Taigamücken stechen lassen. Aber wenn man sein Buch nach der Lektüre zuklappt, bleibt etwas anderes in Erinnerung als Jens Mühling und seine Abenteuer. Es bleibt ein stimmiges Bild von einem Land, in dem vieles nicht …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Mit viel Lob bespricht Rezensentin Kerstin Holm die unter dem Titel "Mein russisches Abenteuer" erschienene Reportage des Journalisten Jens Mühling. Begeistert folgt sie den einfühlsamen und zarten Schilderungen des Autors, der sich hier auf eine magische Reise von Kiew über Moskau bis in die sibirische Taiga begibt. Die Kritikerin erfährt nicht nur viel Geschichte des Landes und der besuchten Orte, sondern begegnet in den "charmanten" Berichten auch einer Vielzahl kurioser Gestalten: dem populären Pseudohistoriker Anatoli Fomenko etwa, der Mühling von einem antiken "russischen" Mongolenreich berichtet, oder die tiefgläubige und weise Agafja Lykowa, - eigentliches Ziel von Mühlings Reise - die im sibirischen Urwald lebt und nur selbstproduzierte Nahrung zu sich nimmt. Ein wunderbarer Einblick in die "russische Seele", lobt die Rezensentin.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.08.2012

Im Schneesturm mit allen Schikanen

Ein realer Deutscher, der zu einer weisen Frau reist, und ein fiktiver Landarzt, der ein Dorf zu retten hat: Jens Mühling und Vladimir Sorokin suchen in der kalten Einsamkeit die russische Seele.

Wer sich, beladen mit den Schätzen russischer Lebenserfahrung, nicht auf dem Riff ironischen Zynismus festklammert, rutscht normalerweise in Abgründe von Unbill und letzten Fragen ab. Ungefähr zu der Zeit, als der Gegenwartsklassiker Wladimir Sorokin seine retrofuturistische Mär von der Irrfahrt im "Schneesturm" ausbrütete, die jetzt auch auf Deutsch erschienen ist, dokumentierte der deutsche Journalist Jens Mühling auf Fahrten in die Tiefen des Landes Charaktere und Begebenheiten in aus der Geschichte fallenden Orten, die unter dem Titel "Mein russisches Abenteuer" nun bei Dumont erschienen sind.

Die von zwei ganz gegensätzlichen Autoren - dem großen russischen Literaten und dem jungen deutschen Publizisten - in so unterschiedlichen Genres wie einer postapokalyptischen Fiktion und einer essayistischen Reportage geschriebenen Bücher ergänzen und erhellen einander gleichwohl kongenial. Denn Russlands …

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"Eine brillante Beschreibung des Gemütszustandes eines Landes." RUSSLAND HEUTE (BEILAGE DER SZ) "Schließt mit seinem schönen Russland-Buch die Lücke auf seiner inneren Landkarte (...) ein tiefsinniges Buch (...) es bleibt ein stimmiges Bild von einem Land, in dem vieles nicht stimmt. Das leisten nur wenige Reiseberichte." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG "Elegant verknüpft er Schauplätze mit der russischen Geschichte und deren Protagonisten (...) Kopfkino vom Feinsten." DIE ZEIT "Ein beeindruckendes Buch" DEUTSCHLANDRADIO KULTUR "Ein spektakuläres Reportagebuch und Zeitreise durch die Jahrhunderte." STERN "Mühlings zauberische Odyssee (...) Der Charme seines stets auch die lokale Historie vergegenwärtigenden Textes liegt darin, dass der Autor sich bewusst treiben und ablenken lässt, sich nicht selten dumm stellt und dafür seine Helden umso eindrucksvoller konturiert." FAZ "Durchzogen ist ,Mein russisches Abenteuer' von kulturhistorischen Essays, die auch dem Russland-Unkundigen das Land und seine Geschichte näher bringen wollen, ohne es in seiner ganzen Komplexität zu verkürzen." NORDWEST ZEITUNG

Eine brillante Beschreibung des Gemütszustandes eines Landes. RUSSLAND HEUTE (BEILAGE DER SZ) Schließt mit seinem schönen Russland-Buch die Lücke auf seiner inneren Landkarte ( ) ein tiefsinniges Buch ( ) es bleibt ein stimmiges Bild von einem Land, in dem vieles nicht stimmt. Das leisten nur wenige Reiseberichte. SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Elegant verknüpft er Schauplätze mit der russischen Geschichte und deren Protagonisten ( ) Kopfkino vom Feinsten. DIE ZEIT Ein beeindruckendes Buch DEUTSCHLANDRADIO KULTUR Ein spektakuläres Reportagebuch und Zeitreise durch die Jahrhunderte. STERN Mühlings zauberische Odyssee ( ) Der Charme seines stets auch die lokale Historie vergegenwärtigenden Textes liegt darin, dass der Autor sich bewusst treiben und ablenken lässt, sich nicht selten dumm stellt und dafür seine Helden umso eindrucksvoller konturiert. FAZ Durchzogen ist Mein russisches Abenteuer von kulturhistorischen Essays, die auch dem Russland-Unkundigen das Land und seine Geschichte näher bringen wollen, ohne es in seiner ganzen Komplexität zu verkürzen. NORDWEST ZEITUNG

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