Medienwissenschaftliche Theorien in ihrer praktischen Anwendung
Mark Westphals Arbeit untersucht medienwissenschaftliche Theorien
in ihrer praktischen Anwendung. Anhand ausgewählter Entscheidungen
der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien werden
medienwissenschaftliche Argumentationsmuster analysiert.
Mit jeder Einführung eines neuen Mediums erhoben sich stets
kritische Stimmen, die vor einem Verfall der Moral warnten und die
dem jeweiligen Medium ein Gefährdungspotential unterstellten.
Auch in heutiger Zeit werden Sündenböcke gesucht, wenn es um eine
vermeintliche Verrohung der Jugend geht. Wie schon vor hundert
Jahren werden die Medien - heutzutage vor allem die Computerspiele
- als das vermeintlich"Böse"dargestellt, das vor allem
auf junge Menschen seine negative Wirkung ausübt.
Die vorliegende Arbeit gibt einen Einblick in die Arbeitsweise der
Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) und stellt
Erkenntnisse der Medienforschung dar, die in die Arbeit des
staatlichen Jugendmedienschutzes einfließen.
Es wird unter anderem die Frage erörtert, ob der deutsche
Jugendmedienschutz in seiner Praxis Wirkung zeigt, oder ob
Änderungen bzw. Erweiterungen nötig erscheinen, die den bestehenden
Jugendmedienschutz noch wirksamer gestalten können.
In diesem Buch werden dazu einzelne historische und aktuelle
Entscheidungen der Bundesprüfstelle sowie die den Entscheidungen
zugrunde liegenden medienwissenschaftlichen Theorien untersucht und
diskutiert.
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