Die Frage, welchen Effekt die Zunahme von Medienangeboten, und
insbesondere von Informationsangeboten, auf die Wissensverteilung
in einer Gesellschaft hat, wird immer dann gestellt, wenn sich in
diesem Bereich "Quantensprünge" abzeichnen.
Ungleichheitsphänomene in der Nutzung und Verarbeitung von
Informationen werden mittlerweile wohl am deutlichsten mit dem
Begriff "mediale Klassengesellschaft" thematisiert. Auch
von einer "neuen sozialen Frage" wird gesprochen,
nämlich, wenn neben technologisch und finanziell bedingten
Zugangsbarrieren die sozio-kulturellen Fähigkeiten zur
Kommunikationsnutzung fehlen.
Der vorliegende Band möchte in diese Diskussion einführen und faßt
sowohl theoretische als auch empirische Beiträge aus verschiedenen
Nutzungsfeldern zusammen.
Dr. phil. Michael Jäckel, geboren 1959, ist Professor für Soziologie an der Universität Trier. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Konsumsoziologie, die Mediensoziologie und die Soziologie der Zeit.
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