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Holm Friebe Thomas Ramge 

Marke Eigenbau

Marke Eigenbau - Friebe, Holm; Ramge, Thomas

Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion

  • Einband: Kartoniert/Broschiert
  • Broschiertes Buch 
 
  • EUR 19,90
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Produktinformation
  • Verlag: Campus Verlag
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 288 S.
  • Seitenzahl: 288
  • Deutsch
  • Abmessung: 217mm x 144mm x 27mm
  • Gewicht: 435g
  • ISBN-13: 9783593386751
  • ISBN-10: 3593386755
  • Best.Nr.: 23846153

Leseprobe zu "Marke Eigenbau"

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Produktbeschreibung zu "Marke Eigenbau"

Kurzbeschreibung

"Wirtschaft ist zu wichtig, um sie den Großen zu überlassen." Günter Faltin, Teekampagne
Was verbindet Bastler, Kunsthandwerker, Hacker, Entrepreneure oder Weltverbesserer? Sie alle sind Macher, Selbermacher, und damit Teil einer ökonomischen Revolution. Denn immer mehr Menschen drängen aus der Nische des privaten Hobbys auf den Markt. Darauf werden Unternehmen in Zukunft reagieren müssen.

Beschreibung

Wir erleben die Rebellion des Selbermachens gegen eine anonyme industrielle Massenproduktion. Hochwertige Produkte zu fairen Preisen; der Produzent ist Teil der Marke und kann auf fast jeden Wunsch der Verbraucher eingehen: Das ist »Marke Eigenbau«. Holm Friebe und Thomas Ramge belegen anhand vieler nationaler und internationaler Beispiele, wie das schon jetzt funktioniert und warum Masse künftig die Summe der Nischen sein wird. Die Grenzen zwischen Produzenten und Käufern werden fließend, aus Konsumenten werden »Prosumenten«, die selbst Produkte herstellen und ihre Marktmacht entdecken. Eine Bewegung, die dem globalen Kapitalismus eine neue Wendung geben wird.

Inhaltsangabe

Inhalt

Vorwort
1. Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduk-tion
1.1 Hauptsache schwarz: Eine Welt der Massenproduktion
1.2 Crafting: Die Revolution des Selbermachens
1.3 Critical Mass: Von Massen und Marken
1.4 Spätkapitalismus: Das Ende der Massenproduktion
2. Arbeit Marke Eigenbau
2.1 Büro-Matrix: Milde Krankheit Erwerbsarbeit
2.2 Free Agent Nation: Selbstverwirklicht Geld verdienen
2.3 Coworking SOHOs: Risikomanagement in der neuen Arbeitswelt
2.4 Volks-Entrepreneurship: Das globalisierte Individuum
3. Märkte Marke Eigenbau
3.1 Prosuming: Es gibt keine Endkonsumenten mehr
3.2 Long Tail: Die Nischen werden mächtiger als die Hits
3.3 One of a Kind: Unikate, Editionen und limitierte Auflagen
3.4 Hybrid Economy: Geld verdienen mit Geschenken
4. Produktion Marke Eigenbau
4.1 Fabbing: Liebe Maschine, baue mir ...
4.2 Mass Customization: Gibt es das auch in Mauve-Metallic?
4.3 Do it Yourself: Das Missing Link zwischen Punk und Baumarkt
4.4 Manufakturen: Die Renaissance des Handwerks
5. Organisation Marke Eigenbau
5.1 Wikinomics: Warum gibt es eigentlich …

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Leseprobe zu "Marke Eigenbau" von Holm Friebe; Thomas Ramge

Am Beispiel der Lebensmittelbranche lässt sich bis dato am besten zeigen, dass Busse mehr als vage Hoffnungen formuliert. Der Umsatz mit Biolebensmitteln betrug im Jahr 2000 2,1 Milliarden Euro. 2006 waren es 4,5 Milliarden. Deutschland macht damit mehr als 10 Prozent des weltweiten Organic Food-Markts aus. Laut Gesellschaft für Konsumforschung haben heute 90 Prozent der Deutschen ein Biolebensmittelprodukt bewusst gekauft. In großen und mittleren Städten sprießen Biosupermärkte aus dem Boden wie unkontaminierte Pilze - alleine in Berlin gibt es mittlerweile über fünfzig. Und die Wirtschaftswoche hat herausgefunden, dass zwanzig Millionen Deutsche empfänglich für grüne Themen und die ihnen zugeordneten Produkte sind.7

Das in Deutschland überzeugendste Beispiel dafür, dass aufgeklärte Verbraucher die Guten nach vorne bringen können, dürfte Bionade sein, "das offizielle Getränk einer besseren Welt" und der neogrüne Liebling der deutschen Wirtschaftspresse. Wir finden den Fall Bionade in vieler Hinsicht faszinierend. Er beweist, dass sich mit Bordmitteln einer kleinen, nahezu bankrotten Brauerei die Massenmärkte der Fast Moving Consumer Goods komplett …

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Leseprobe zu "Marke Eigenbau" von Holm Friebe; Thomas Ramge

4. Produktion Marke Eigenbau (S. 118-119)

4.1 Fabbing: Liebe Maschine, baue mir …

Für den Philosophen Bertrand Russell bestand das Wesen jeder Wirtschaftstätigkeit noch in den 1930er Jahren darin, »die Position von Materie auf oder in der Nähe der Erdoberfläche im Verhältnis zu anderer Materie zu verändern« – einmal abgesehen von der zweiten Variante von Arbeit, »anderen Menschen zu sagen, dass sie das tun sollen«.1 Noch heute beruht unsere Vorstellung von Wirtschaft darauf, dass es im Wesentlichen darum geht, Rohstoffe weiterzuverarbeiten, Materialien zu prozessieren oder Vorprodukte und Halbzeuge in ein physisches Endprodukt zu verwandeln, das dann auf Märkten verkauft wird. Zwar macht das so genannte verarbeitende Gewerbe in Deutschland zur Zeit gerade noch ein Viertel der gesamten volkswirtschaftlichen Wertschöpfung aus.

Trotzdem erscheint uns der industrielle Sektor gleichsam als das Herzstück der Volkswirtschaft, und uns fällt beim Stichwort »Wirtschaft« kaum etwas anderes ein, als dass unter maschineller Kraftentfaltung Werkstücke manipuliert, Dinge zerlegt, neu in Form gebracht und so lange …

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Inhaltsangabe

Inhalt
Vorwort
1.Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduk-tion
1.1Hauptsache schwarz: Eine Welt der Massenproduktion
1.2Crafting: Die Revolution des Selbermachens
1.3Critical Mass: Von Massen und Marken
1.4Spätkapitalismus: Das Ende der Massenproduktion
2.Arbeit Marke Eigenbau
2.1Büro-Matrix: Milde Krankheit Erwerbsarbeit
2.2Free Agent Nation: Selbstverwirklicht Geld verdienen
2.3Coworking SOHOs: Risikomanagement in der neuen Arbeitswelt
2.4Volks-Entrepreneurship: Das globalisierte Individuum
3.Märkte Marke Eigenbau
3.1Prosuming: Es gibt keine Endkonsumenten mehr
3.2Long Tail: Die Nischen werden mächtiger als die Hits
3.3One of a Kind: Unikate, Editionen und limitierte Auflagen
3.4Hybrid Economy: Geld verdienen mit Geschenken
4.Produktion Marke Eigenbau
4.1Fabbing: Liebe Maschine, baue mir ...
4.2Mass Customization: Gibt es das auch in Mauve-Metallic?
4.3Do it Yourself: Das Missing Link zwischen Punk und Baumarkt
4.4Manufakturen: Die Renaissance des Handwerks
5.Organisation Marke Eigenbau
5.1Wikinomics: Warum gibt es eigentlich Firmen?

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01.12.2008

Wunsch und Wirklichkeit
Ein Buch sieht das Ende der Massenproduktion kommen

Sogenannte Kreative oder Individualisten stören sich an hierarchischen Konzernstrukturen, und zwei Autoren vermerken in einem neuen Buch, dass die Machtverhältnisse zwischen Kleinst- und Megaunternehmen derzeit kippen - zugunsten der ganz Kleinen. Holm Friebe und Thomas Ramge beobachten in ihrem Buch, die Welt drehe sich "in diese Richtung".

Eine Welt Marke Eigenbau! In dieser Welt, die sich Schritt für Schritt von der industriellen Massenproduktion emanzipiert, wird es demnach bald noch mehr Bionade zu trinken geben, mehr kostenlose Open-Source-Software zum Selbst-Weiterprogrammieren, handgebastelte Filztaschen für den I-Pod, selbstgemachte Steuererklärungen mit Elster, Tauschbörsen und Internetplattformen für Musik und Kunsthandwerk aus der ganzen Welt. Die beiden Autoren nennen herzerfrischende Beispiele kleiner Existenzgründer, die zum Beispiel in Berlin eigenhändig Lampen produzieren und davon leben können. Viele kleine Rebellen gegen die Zumutungen der Abhängigkeit, in die uns die moderne Arbeitsteilung seit dem 19. Jahrhundert drängt.

Ein …

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27.12.2008

Vom Hobbykeller zum Welterfolg
Was haben ein Computer, ein Mountainbike und ein Kiteboard gemeinsam? Abgesehen davon, dass es sich um höchst erfolgreiche Produktinnovationen handelt: Sie alle wurden nicht in der Entwicklungsabteilung eines Großkonzerns ersonnen, sondern von Bastlern, Tüftlern und Erfindern. Von Verrückten, die meinten, jeder Mensch brauche einen Computer, man müsse auf Rädern mit dicken Reifen die Berge hinabrasen oder sich von Lenkdrachen über das Wasser ziehen lassen.
Ursprünglich waren diese Produkte einmal selbstgebaut, und sie sind Vorläufer einer Welle, die Holm Friebe und Thomas Ramge in ihrem Buch Marke Eigenbau auf breiter Front heranrollen sehen: eine Revolution des Selbermachens. Die Autoren – Friebe ist Geschäftsführer der Zentralen Intelligenz Agentur in Berlin, Ramge ist Wissenschaftsjournalist – beschreiben die Vision einer Wirtschaft jenseits des Konzernkapitalismus’. Eine kleinteilige, selbst organisierte Ökonomie, in der der Mensch und seine Einzelleistung in den Mittelpunkt rücken.
Diesen Trend erspähen die Autoren in zahlreichen Nischen unserer Wirtschaft. Da ist die Renaissance des Handwerks und …

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Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

01.12.2008

Die Zeit der Großkonzerne ist vorbei, und die Zukunft gehört kreativen Kleinstbetrieben und selbständigen Individualisten - eine solche Tendenz beobachten Holm Friebe und Thomas Range in ihrem gemeinsam verfassten Buch, wundert sich Rezensent Jan Grossarth. Die Autoren nennen, so Grossarth, zahlreiche Beispiele kleiner Existenzgründer, um ihre These zu untermauern. Es gelinge ihnen durchaus, die Folgen von Fremdbestimmung bei gleichzeitig ständig drohendem Arbeitsplatzverlust sozialpsychologisch fundiert zu beschreiben, konzediert Grossarth. Aus Beispielen erfolgreicher Existenzgründungen auf einen "Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion" zu schließen, erscheint dem Rezensenten jedoch als konstruiert. Er hätte dem Buch mehr Distanz zu dessen postulierter Zielgruppe, der sogenannten Loha-Bewegung ("Lifestyle of Health and Sustainability"), und etwas Humor gewünscht und dafür weniger von dem "unsäglichen Vokabular der Zukunftsforscher".

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

27.12.2008, Die Welt Bücher der Woche "Die richtige Lektüre, um die globale Finanzkrise halbwegs gut gelaunt zu überstehen."

Rezensionen und Kritik

27.12.2008, Die Welt Bücher der Woche "Die richtige Lektüre, um die globale Finanzkrise halbwegs gut gelaunt zu überstehen."

Autorenporträt zu "Holm Friebe; Thomas Ramge"

Holm Friebe ist Volkswirt, Geschäftsführer der Zentralen Intelligenz Agentur (ZIA) in Berlin und Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste. Er ist Autor mehrerer Sachbücher.

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