Lenin kam nur bis Lüdenscheid - Precht, Richard D.

Richard D. Precht 

Lenin kam nur bis Lüdenscheid

Meine kleine deutsche Revolution

Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Lenin kam nur bis Lüdenscheid

Die Biographie eines Jahrzehnts - erzählt als Familiengeschichte: Klug, einfühlsam und amüsant führt Richard David Precht durch seine linke Kindheit in den Siebzigern.

Produktinformation


  • Verlag: List Tb.
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 350 S.
  • Seitenzahl: 350
  • List Taschenbücher Nr.60696
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 125mm x 26mm
  • Gewicht: 340g
  • ISBN-13: 9783548606965
  • ISBN-10: 3548606962
  • Best.Nr.: 20848736
"Das Buch ist keine der modischen Abrechnungen mit 1968 ff und verzichtet auch auf wohlfeile Besserwisserei des Zurückblickenden. Vorsichtig, den eigenen Erinnerungen misstrauend und mit unverkennbarer Wehmut nähert er sich einer versunkenen Epoche mit ihren Idealen und Hoffnungen." (DAS MAGAZIN)

"Prechts Erinnerungen sind weit mehr als nur unterhaltsame Anekdoten aus dem Leben unter der linken Käseglocke im provinziellen Solingen. Sowohl aus der Sichtweise des Kindes, das er damals war, wie auch aus der Perspektive des inzwischen Erwachsenen reflektiert er die politischen Mentalitäten aus der Epoche zwischen Apo und Gründungskongress der Grünen. Genau das macht den Reiz des Buches aus." (HANDELSBLATT, 16.12.05)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.01.2006

Laufen lernen mit Ho Tschi Minh
Ungeschminkt: Richard David Prechts Liebe ist ein Aufstand

In einer Berliner Bar trifft Guido Westerwelle einen jungen linken Journalisten. Sie streiten heftig. Alkohol ist im Spiel. Es geht um liberale und linke Werte, um die eigene Vergangenheit und die Zukunft des Landes. "Wir sehen uns wieder, Junge!" verabschiedet sich der FDP-Vorsitzende. Aus dem "geistigen Armdrücken" ist eine überparteiliche Kameradschaft geworden. Zu ihren Folgen gehört die Autobiographie des jungen linken Journalisten Richard David Precht.

Precht will das revolutionäre Gegenstück zur "Generation Golf", Florian Illies' Momentaufnahmen aus der bürgerlichen Lebenswelt, schreiben. Anders als dessen Protagonisten, deren Leben im Konsum von Markenartikeln besteht, läßt sich Precht von der Strahlkraft politischer und gesellschaftlicher Ereignisse mitreißen. Deshalb erzählt er weitgehend chronologisch: Zu den ersten Erinnerungen des 1964 in Solingen Geborenen gehören die schockierenden Bilder des Vietnam-Kriegs. Familie Precht adoptiert vietnamesische Waisenkinder, entsagt den Errungenschaften der Kulturindustrie, bekennt sich zum …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Ein "informatives und detailreiches Buch über kommunistische Traditionen in der deutschen Provinz" sieht Rezensentin Sandra Pott in diesem Buch des Journalistin Richard David Precht. Sie charakterisiert das Buch als eine Art "revolutionäres Gegenstück" zu Florian Illies' "Generation Golf". Anders als dieser lasse sich Precht von der Strahlkraft politischer und gesellschaftlicher Ereignisse mitreißen. Durchaus unterhaltsam erscheint Pott die Schilderung seiner marxistischen und antiautoritären Kindheit und Jugend in der Provinz, mit Ferien im Zeltlager der DKP und Familienurlaub in Dänemark, wo ihn Haschisch rauchende Hippies von den Vorzügen des friedlichen und antiamerikanischen "Scandinavian way of life" überzeugen. Allerdings hinkt Prechts Buch nach Ansicht Potts einem "ironischen" Buch wie "Generation Golf" "stilistisch und analytisch" hinterher. Sie findet "Lenin kam nur bis Lüdenscheid" einfach "weniger pointiert geschrieben". "Distanz zum Gegenstand, Biss oder Witz", urteilt sie über das Buch, "liegen seinem Autor nicht."

© Perlentaucher Medien GmbH

»Das Buch ist keine der modischen Abrechnungen mit 1968 ff und verzichtet auch auf wohlfeile Besserwisserei des Zurückblickenden. Vorsichtig, den eigenen Erinnerungen misstrauend und mit unverkennbarer Wehmut nähert er sich einer versunkenen Epoche mit ihren Idealen und Hoffnungen. « DAS MAGAZIN »Prechts Erinnerungen sind weit mehr als nur unterhaltsame Anekdoten aus dem Leben unter der linken Käseglocke im provinziellen Solingen. Sowohl aus der Sichtweise des Kindes, das er damals war, wie auch aus der Perspektive des inzwischen Erwachsenen reflektiert er die politischen Mentalitäten aus der Epoche zwischen Apo und Gründungskongress der Grünen. Genau das macht den Reiz des Buches aus.« HANDELSBLATT, Ralf Balke, 16.12.05 »Unbedingt lesenwert!« LAUSITZER RUNDSCHAU (bran), 13.03.06 »Unterhaltsam, manchmal komisch und auch sehr melancholisch, schildert Precht  in seinem westdeutschen Wenderoman ... seine Kindheit in den Siebzigern - das revolutionäre Gegenstück zu Floriena Illies` Generation Golf.« BERLINER MORGENPOST, sb, 26.01.06 »Prechts Verquickung aus persönlichen Erinnerungen und Zeitgeschichte der 1960er und 1970er Jahre ist liebevoll, amüsant und oft sehr poetisch.« BÜCHER, RÜB, 05/06

»Das Buch ist keine der modischen Abrechnungen mit 1968 ff und verzichtet auch auf wohlfeile Besserwisserei des Zurückblickenden. Vorsichtig, den eigenen Erinnerungen misstrauend und mit unverkennbarer Wehmut nähert er sich einer versunkenen Epoche mit ihren Idealen und Hoffnungen. « DAS MAGAZIN »Prechts Erinnerungen sind weit mehr als nur unterhaltsame Anekdoten aus dem Leben unter der linken Käseglocke im provinziellen Solingen. Sowohl aus der Sichtweise des Kindes, das er damals war, wie auch aus der Perspektive des inzwischen Erwachsenen reflektiert er die politischen Mentalitäten aus der Epoche zwischen Apo und Gründungskongress der Grünen. Genau das macht den Reiz des Buches aus.« HANDELSBLATT, Ralf Balke, 16.12.05 »Unbedingt lesenwert!« LAUSITZER RUNDSCHAU (bran), 13.03.06 »Unterhaltsam, manchmal komisch und auch sehr melancholisch, schildert Precht  in seinem westdeutschen Wenderoman ... seine Kindheit in den Siebzigern - das revolutionäre Gegenstück zu Floriena Illies` Generation Golf.« BERLINER MORGENPOST, sb, 26.01.06 »Prechts Verquickung aus persönlichen Erinnerungen und Zeitgeschichte der 1960er und 1970er Jahre ist liebevoll, amüsant und oft sehr poetisch.« BÜCHER, RÜB, 05/06
Richard David Precht, Philosoph, Publizist und Autor, wurde 1964 in Solingen geboren. Seine populärwissenschaftlichen Bücher Wer bin ich und wenn ja, wie viele und Liebe: Ein unordentliches Gefühl sind große Bestseller.

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Kundenbewertungen zu "Lenin kam nur bis Lüdenscheid" von "Richard D. Precht"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 2 Bewertungen)

Bewertung von Oskar F. aus Krefeld am 04.08.2008 ***** sehr gut
Ich musste bei diesem Buch öfter innehalten und an alte Zeiten zurückdenken. Precht beschreibt seine stark links geprägte Kindheit in seinem Geburtsort Solingen.
Da seíne Eltern stark links orientiert sind, waren für ihn als Kind Coca Cola und Zeichentrick unbekannt.
Alte Epochen wie die 68er Revolution oder der Vietnam-Krieg werden hier spannend dargestellt.
Sehr empfehlenswert!

3 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Zabou1964 aus Krefeld am 30.09.2007 ***** ausgezeichnet
Richard David Precht ist im selben Jahr wie ich geboren. Er wuchs in Solingen auf, das nicht weit von Krefeld, meinem Heimatort, entfernt liegt. Und doch scheint es mir, als sei er auf einem anderen Stern aufgewachsen.

Seine Eltern sind stark links orientiert, meine Eltern waren eher konservativ. Natürlich habe ich die meisten Sachen, die er beschreibt, auch mitbekommen, aber aus einem ganz anderen Blickwinkel. Und genau das hat das Buch für mich außerordentlich interessant gemacht.

Precht beschreibt das Leben in seiner Familie im beschaulichen Solingen. Der Vater arbeitet als Designer, die Mutter kümmert sich um drei eigene Kinder und zwei aus Vietnam adoptierte. Die Eltern gehören zur linken Szene und leben vollkommen anders: Die Kinder wachsen mehr oder weniger frei auf. Sie dürfen sich schmutzig machen, müssen ihre Zimmer nicht aufräumen, etc. Aber: Sie dürfen nichts "konsumieren", was irgendwie kapitalistisch ist (also keine Cola, keine Micky Mouse, nicht mal Astrid Lindgren).

Precht beschreibt dies alles außerordentlich interessant, mal humorvoll, mal nachdenklich. Er beschreibt die politischen Hintergründe so, dass sie nie langweilig werden. Der Vietnamkrieg, Terre des Hommes, die 68er Revolution und auch der Deutsche Herbst (Baader-Meinhoff) werden so erklärt, dass ich alles, was in meinem wohlbehüteten Elternhaus an mir vorüber rauschte, nachleben konnte.

Dieses Buch ist keine leichte Lektüre, ich habe oft innegehalten und nachgedacht. Und gerade deshalb kann ich es nur empfehlen.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

5 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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