Stowasser stellt seinem Buch das Motto Bakunins voraus:
"Diejenigen, die immer nur das Mögliche fordern, erreichen gar
nichts. Diejenigen , die das Unmögliche fordern, erreichen
wenigstens das Mög-iche."- Und Gerhard Zwerenz:"... Das
zwanzigste Jahrhundert kennt nur eine einzige wahre
Heldengeschichte, die Geschichte der Anarchos, die bisher noch
jeden Kampf verloren haben, aber die nie besiegt worden sind."
Wer "Was ist eigentlich Anarchie?" gelesen hat, muß auch
zu "Leben ohne Chef und Staat" greifen.
Anarchie - wer weiß schon genau was das ist?
Die übliche Gleichsetzung mit Bombenlegern, Chaos und Gewalt hat
mit Anarchismus nichts zu tun. Lebendig und selbstkritisch werden
in diesem Buch Geschichte, Legende, Ziele und Auswirkungen jener
'radikalen Utopie von der großen Freiheit' dargestellt,
die, tausendmal totgesagt, immer wieder aufs Neue fasziniert. Im
Gegensatz zu den meisten Anarchismus-Büchern bleibt der Autor nicht
in der Historie stehen, sondern gewährt auch Ausblicke auf
Gegenwart und Zukunft. Nicht als trockener Schinken, sondern
spannend wie ein Krimi, informierend wie der Brockhaus und
moralisch wie die Bibel - und das alles in einem.