Kosmos - Humboldt, Alexander von
Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie
Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie
Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie

Alexander von Humboldt 

Kosmos

Entwurf einer physischen Weltbeschreibung

Herausgeber: Ette, Ottmar; Lubrich, Oliver
Buch mit Leinen-Einband
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
50 ebmiles sammeln
EUR 49,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Kosmos

Während die Bibel im Supermarkt verramscht wird, ist Humboldts Gegenentwurf zur Heiligen Schrift selbst in den größten Buchhandlungen kaum zu finden. Soviel zur deutschen Wissensgesellschaft. Armes Deutschland! Humboldts Kosmos gehört zum unverzichtbaren Kanon unserer Zivilisation, und die Zeit ist reif, dieses Werk wieder auf die Tagesordnung zu setzen.
Die Bedeutung des Kosmos kann nicht besser beschrieben werden als mit Humboldts eigenen Worten: "Ich fange den Druck meines Werkes (des Werks meines Lebens) an. Ich habe den tollen Einfall, die ganze materielle Welt, alles was wir heute von den Erscheinungen der Himmelsräume, von den Nebelsternen bis zur Geographie der Moose auf den Granitfelsen wissen, alles in Einem Werke darzustellen, und in einem Werke, das zugleich in lebendiger Sprache anregt und das Gemüth ergötzt. Jede große und wichtige Idee, die irgendwo aufglimmt muß neben den Thatsachen hier verzeichnet sein."
Der große Naturforscher und Universalgelehrte läßt Muschelv


Produktinformation

  • Verlag: EICHBORN
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: Mit 94 Tafeln im Original-Kolorit
  • Seitenzahl: 941
  • Deutsch
  • Abmessung: 322mm x 246mm x 63mm
  • Gewicht: 3860g
  • ISBN-13: 9783821845494
  • ISBN-10: 382184549X
  • Best.Nr.: 12705023

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Das weltweit gefeierte Multitalent Alexander von Humboldt, angeblich im Ausland nach Goethe der bekannteste Name der Deutschen Kulturgeschichte, wird im eigenen Land kaum gelesen. Ein Umstand, dem das "Humboldt-Projekt" von Hans Magnus Enzensberger und den Humboldt-Kennern Ottmar Ette und Oliver Lubrich ein Ende bereiten möchte. Das dürfte nach Einschätzung von Rezensent Ludger Lütkehaus auch gelingen - dank ihrer Edition von Humboldts Werken, die "neue Maßstäbe" setze. Hocherfreut zeigt sich Lütkehaus darüber, dass der "Kosmos", das "grandiose Spätwerk" und "Opus magnum eines umfassenden Geistes", nun erstmals in einer kommentierten Edition vorliegt, die Humboldts eigenhändige Korrekturen und Zusätze integriert, und alle Bildtafeln sowie Heinrich Bergaus' "Physikalischen Atlas" enthält. Die Leser, verspricht Lütkehaus, könnten sich auf die Begegnung mit einer außergewöhnlichen Gestalt und einem großen Werk freuen. Ausführlich berichtet er von Humboldts Forschungsexpeditionen, deren Auswertungen ihn sein Leben lang beschäftigten. Fast überschwänglich schreibt er auch über Humboldt, den Abenteurer, Entdecker, Botaniker, Pionier, Zoologen, Mineralogen, Geologen, …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.10.2004

Ohne Meister
Geist im Pelz der Natur: Die neuen Sachbücher

Der Geist treibt uns an, wir rennen ihm hinterher. In der Natur steckt er drin, wir wissen nicht wo und wie er darin untergebracht ist. Natur und Geist gehören zusammen, sie bilden, wie der Anthropologe Gregory Bateson sagte, eine notwendige Einheit. Schon der alte Schelling, der vor einhundertundfünfzig Jahren starb und deswegen in diesem Herbst mit der lesenswerten Biographie "Schelling" von Xavier Tilliette (erschienen bei Klett-Cotta) beschenkt wurde, wußte das und hielt an der Naturphilosophie fest. Ihm zur Seite steht Alexander von Humboldt mit seiner großen poetischen Erkundung der Natur im "Kosmos" (Die Andere Bibliothek bei Eichborn). Schiller traute der Einheit nicht. Mit seiner Leidenschaft für den Intellekt, der den Körper nicht schont, kommen wir, nachdem wir uns im ganzheitlichen Denken geschult haben, nicht weiter.

In seinem anregenden Buch über "Das erschöpfte Selbst" (Campus) und die grassierende Depression schreibt der Soziologe Alain Ehrenberg, daß in den demokratischen Gesellschaften der Geist, weit mehr als der Körper, ein Gegenstand heftiger Diskussionen …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.08.2004

Raus aus Schloss Langeweile
Unter der Flagge Alexander von Humboldts nimmt eine tollkühne Bildungsflotte Kurs auf die Feste „Pisa”
Seitdem Sehen und Erkennen, sinnliche Anschauung und begriffliches Denken getrennte Wege gehen, sind nicht nur die Wissenschaften, sondern ist auch unser Bildungswesen ziemlich unerotisch und lieblos geworden. Das war nicht immer so: „Wäre ich der jetzigen Schulbildung in die Hände gefallen, so wäre ich leiblich und geistig zu Grunde gegangen”, schrieb vor rund 150 Jahren der große Universalgelehrte Alexander von Humboldt.
Aufgewachsen in „Schloss Langeweile”, wie der 1769 in Berlin geborene Sohn eines preußischen Offiziers den Familiensitz am Tegeler See nannte, und zusammen mit dem älteren Bruder Wilhelm von Privatlehrern aus der Crème der Berliner Aufklärung erzogen, lehrten ihn seine unbändige Neugier und der Wille zum freien Selbstentwurf, der provinziellen Enge Berlins für Jahrzehnte in andere Länder und Weltregionen zu entweichen. Mit Georg Forster, dem Weltumsegler an der Seite von James Cook, pilgerte der zwanzigjährige Studienabbrecher der Kameralistik nach Paris, um am Vorabend des ersten Jahrestags …

Weiter lesen

Das gesamte Wissen über die Welt Alexander von Humboldts Südamerikareise von 1799–1804 machte ihn in ganz Europa zum Star – auch deshalb, weil er am Anden-Vulkan Chimborasso höher hinaufgelangt war als je ein Mensch zuvor. Es war die größte privat finanzierte Expedition der Geschichte. Die Auswertung der Reise und die Publikation der Ergebnisse beschäftigten Humboldt für den Rest seines Lebens und zehrten sein gesamtes Vermögen auf. Eine Reihe von öffentlichen Vorträgen, die er 1827/28 in Berlin hielt, erwies sich als überraschender Publikumserfolg und bestärkte ihn in der Idee, sein Wissen über die Welt in einem schriftlichen Werk zu versammeln: dem Kosmos. In fünf Bänden, die zwischen 1845 und 1862 erschienen, beschreibt Humboldt für den wissbegierigen Leser alle nur denkbaren Phänomene des Weltraums und der Erde: die Sterne, Planeten und Kometen, die Kontinente, Gebirge, Flüsse, Vulkane, Erdbeben, Gesteinsarten, Fauna und Flora: eine gewaltige Zusammenschau des damaligen geografischen Wissens. Das war durchaus auch ein politisches Signal, galt doch Bildung immer noch als Privileg der Eliten. Der Kosmos ist Ausdruck von Humboldts Überzeugung, dass jedermann ein Recht auf Wissen und Bildung hat – ein Fanal zum Aufbruch in die Wissensgesellschaft.
Powered by
Die Buchzusammenfassungen von getAbstract sind der schnellste Weg, um Ihr Wissen zu erweitern. Jeden Monat werden 50 Neuerscheinungen aus den Bereichen Wirtschaft, Management, IT und Politik zusammengefasst. Wählen Sie aus über 5.000 Titeln aus. In allen Formaten, PDF, iPhone, Blackberry oder Palm.
Alexander von Humboldt, 1769-1859, deutscher Naturforscher und Reiseschriftsteller, erlangte durch seine Expeditionen nach Amerika und Asien Weltruhm. Mit seinen Schriften 'Ansichten der Natur' (1808) und 'Kosmos' (1845-62) erreichte er ein großes Publikum. Humboldts Wissenschaftsverständnis war prägend für die moderne Universität.

Leseprobe zu "Kosmos" von Alexander von Humboldt

Ich übergebe am späten Abend eines vielbewegten Lebens dem deutschen Publikum ein Werk, dessen Bild in unbestimmten Umrissen mir fast ein halbes Jahrhundert lang vor der Seele schwebte. In manchen Stimmungen habe ich dieses Werk für unausführbar gehalten: und bin, wenn ich es aufgegeben, wieder, vielleicht unvorsichtig, zu demselben zurückgekehrt. Ich widme es meinen Zeitgenossen mit der Schüchternheit, die ein gerechtes Mißtrauen in das Maaß meiner Kräfte mir einflößen muß. Ich suche zu vergessen, daß lange erwartete Schriften gewöhnlich sich minderer Nachsicht zu erfreuen haben.

Wenn durch äußere Lebensverhältnisse und durch einen unwiderstehlichen Drang nach verschiedenartigem Wissen ich veranlaßt worden bin mich mehrere Jahre und scheinbar ausschließlich mit einzelnen Disciplinen: mit beschreibender Botanik, mit Geognosie, Chemie, astronomischen Ortsbestimmungen und Erdmagnetismus als Vorbereitung zu einer großen Reise-Expedition zu beschäftigen; so war doch immer der eigentliche Zweck des Erlernens ein höherer. Was mir den Hauptantrieb gewährte, war das Bestreben die Erscheinungen der körperlichen Dinge in ihrem allgemeinen Zusammenhange, die Natur als ein durch innere Kräfte bewegtes und belebtes Ganze aufzufassen. Ich war durch den Umgang mit hochbegabten Männern früh zu der Einsicht gelangt, daß ohne den ernsten Hang nach der Kenntniß des Einzelnen alle große und allgemeine Weltanschauung nur ein Luftgebilde sein könne. Es sind aber die Einzelheiten im Naturwissen ihrem inneren Wesen nach fähig wie durch eine aneignende Kraft sich gegenseitig zu befruchten. Die beschreibende Botanik, nicht mehr in den engen Kreis der Bestimmung von Geschlechtern und Arten festgebannt, führt den Beobachter, welcher ferne Länder und hohe Gebirge durchwandert, zu der Lehre von der geographischen Vertheilung der Pflanzen über den Erdboden nach Maaßgabe der Entfernung vom Aequator und der senkrechten Erhöhung des Standortes. Um nun wiederum die verwickelten Ursachen dieser Vertheilung aufzuklären, müssen die Gesetze der Temperatur-Verschiedenheit der Klimate wie der meteorologischen Processe im Luftkreise erspähet werden. So führt den wißbegierigen Beobachter jede Classe von Erscheinungen zu einer anderen, durch welche sie begründet wird oder die von ihr abhängt.

Es ist mir ein Glück geworden, das wenige wissenschaftliche Reisende in gleichem Maaß mit mir getheilt haben: das Glück, nicht bloß Küstenländer, wie auf den Erdumseglungen, sondern das Innere zweier Continente in weiten Räumen und zwar da zu sehen, wo diese Räume die auffallendsten Contraste der alpinischen Tropenlandschaft von Südamerika mit der öden Steppennatur des nördlichen Asiens darbieten. Solche Unternehmungen mußten, bei der eben geschilderten Richtung meiner Bestrebungen, zu allgemeinen Ansichten aufmuntern; sie mußten den Muth beleben unsre dermalige Kenntniß der siderischen und tellurischen Erscheinungen des Kosmos in ihrem empirischen Zusammenhange in einem einigen Werke abzuhandeln. Der bisher unbestimmt aufgefaßte Begriff einer physischen Erdbeschreibung ging so durch erweiterte Betrachtung, ja nach einem vielleicht allzu kühnen Plane, durch das Umfassen alles Geschaffenen im Erd- und Himmelsraume in den Begriff einer physischen Weltbeschreibung über.

Bei der reichen Fülle des Materials, welches der ordnende Geist beherrschen soll, ist die Form eines solchen Werkes, wenn es sich irgend eines litterarischen Vorzugs erfreuen soll, von großer Schwierigkeit. Den Naturschilderungen darf nicht der Hauch des Lebens entzogen werden, und doch erzeugt das Aneinanderreihen bloß allgemeiner Resultate einen eben so ermüdenden Eindruck als die Anhäufung zu vieler Einzelheiten der Beobachtung. Ich darf mir nicht schmeicheln so verschiedenartigen Bedürfnissen der Composition genügt, Klippen vermieden zu haben, die ich nur zu bezeichnen verstehe. Eine schwache Hoffnung gründet sich auf die besondere Nachsicht, welche das deutsche Publikum einer kleinen Schrift, die ich unter dem Titel Ansichten der Natur gleich nach meiner Rückkunft aus Mexico veröffentlicht, lange Zeit geschenkt hat. Diese Schrift behandelte einzelne Theile des Erdelebens (Pflanzengestaltung, Grasfluren und Wüsten) unter generellen Beziehungen. Sie hat mehr durch das gewirkt, was sie in empfänglichen, mit Phantasie begabten jungen Gemüthern erweckt hat, als durch das, was sie geben konnte. In dem Kosmos, an welchem ich jetzt arbeite, wie in den Ansichten der Natur habe ich zu zeigen gesucht, daß eine gewisse Gründlichkeit in der Behandlung der einzelnen Thatsachen nicht unbedingt Farbenlosigkeit in der Darstellung erheischt.

Da öffentliche Vorträge ein leichtes und entscheidendes Mittel darbieten, um die gute oder schlechte Verkettung einzelner Theile einer Lehre zu prüfen, so habe ich viele Monate lang erst zu Paris in französischer Sprache und später zu Berlin in unserer vaterländischen Sprache fast gleichzeitig in der großen Halle der Singakademie und in einem der Hörsäle der Universität Vorlesungen über die physische Weltbeschreibung, wie ich die Wissenschaft aufgefaßt, gehalten. Bei freier Rede habe ich in Frankreich und Deutschland nichts über meine Vorträge schriftlich aufgezeichnet. Auch die Hefte, welche durch den Fleiß aufmerksamer Zuhörer entstanden sind, blieben mir unbekannt, und wurden daher bei dem jetzt erscheinenden Buche auf keine Weise benutzt. Die ersten vierzig Seiten des ersten Bandes abgerechnet, ist alles von mir in den Jahren 1843 und 1844 zum ersten Male niedergeschrieben. Wo der jetzige Zustand des Beobachteten und der Meinungen (die zunehmende Fülle des ersteren ruft unwiederbringlich Veränderungen in den letzteren hervor) geschildert werden soll, gewinnt, glaube ich, diese Schilderung an Einheit, an Frische und innerem Leben, wenn sie an eine bestimmte Epoche geknüpft ist. Die Vorlesungen und der Kosmos haben also nichts mit einander gemein als etwa die Reihefolge der Gegenstände, die sie behandelt. Nur den "einleitenden Betrachtungen" habe ich die Form einer Rede gelassen, in die sie theilweise eingeflochten waren.

Weitere Leseproben zu Humboldts Werken finden Sie auf www.humboldt-portal.de.

17 Marktplatz-Angebote für "Kosmos" ab EUR 12,80

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 12,80 4,50 Banküberweisung buecherix 99,7% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 16,00 7,00 Banküberweisung wilz 100,0% ansehen
wie neu 26,00 7,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung quimby 100,0% ansehen
wie neu 34,00 7,00 Banküberweisung ehle 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 35,62 11,50 Banküberweisung antiquariat don quijote 99,9% ansehen
gebraucht; sehr gut 39,00 3,80 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Pandora Antiquariat 99,5% ansehen
wie neu 40,36 6,00 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Versandantiquariat Ambrosia 100,0% ansehen
gebraucht; gut 42,00 4,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung Antiquariat Rump 99,8% ansehen
wie neu 47,95 0,00 Banküberweisung robo-buch 97,6% ansehen
gebraucht; wie neu 49,40 10,00 Banküberweisung, offene Rechnung Krull GmbH 100,0% ansehen
wie neu 49,90 4,50 Banküberweisung Amelise 100,0% ansehen
54,00 5,90 Banküberweisung Peter Berghammer 100,0% ansehen
wie neu 60,00 7,00 Banküberweisung hamburgo 100,0% ansehen
wie neu 69,00 5,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) epilog buchversand 100,0% ansehen
wie neu 70,00 7,90 Banküberweisung alsterarbeit gemeinn. GmbH 100,0% ansehen
75,00 6,00 Banküberweisung Neusser Buch-u.Kunstantiquariat 100,0% ansehen
Guter Zustand / Good condition. Mit dem 98,00 0,00 offene Rechnung, Kreditkarte Umbras Kuriositätenkabinett 100,0% ansehen