Politik als Big Business - ein investigativer Journalist deckt
auf!
Vertreten Politiker wirklich den Willen des Volkes? Oder arbeiten
sie auf eigene Rechnung? Mathew D. Rose folgt der Spur des Geldes
und wirft einen Blick hinter die Finanzkulissen von Parteien und
Politikern. Er enthüllt: Politik funktioniert nach den Gesetzen des
Big Business. Geld und Macht bestimmen immer öfter die politischen
Entscheidungen. Die Demokratie droht auf der Strecke zu bleiben.
Die Politik ist weit davon entfernt, "im Namen des
Volkes" zu sprechen und im Interesse des Gemeinwohls zu
handeln. En passant ist der Politikbetrieb zu einem perfekt
organisierten Wirtschaftszweig umgebaut worden, der nach den
Prinzipien von Profit, Rendite und Karriere funktioniert. Kaum ein
Tag vergeht ohne eine Meldung über fragwürdige Parteispenden,
Doppelfunktionen von Abgeordneten, die zugleich Lobbyisten sind,
oder Politiker, die nach dem "Drehtür"-Prinzip gut
dotierte Positionen in der Wirtschaft übernehmen - in demselben
Feld, in dem sie zuvor politische Entscheidungen getroffen haben.
Die Botschaft ist klar, Geld beherrscht viele politische
Entscheidungsprozesse, vor allem zur Umverteilung von Reichtum. Die
Parteien müssen nur aufpassen, dass sie die Wähler nicht soweit
abspenstig machen, dass der Bürger eine andere Partei wählt, denn
schließlich ist Stimmenverlust gleich Machtverlust - und daraus
resultiert Umsatzverlust ... Ein längst fälliges Enthüllungsbuch
zum Thema Transparenz in der Politik: Spannend von der ersten bis
zur letzten Seite, desillusionierend im Hinblick auf die Erkenntnis
wieweit der Missbrauchs von Politik, Wirtschaft und Medien bereits
gediehen ist, und zugleich ein flammender Appell, die Politik nicht
dem Politikbetrieb zu überlassen, sondern dem Bürgerwillen durch
mehr direkte Demokratie zur Geltung zu verhelfen.
"Spannend zu lesen. Was kann man als Leser - und Bürger mehr wollen?" (politik & kommunikation)
Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension
Rüdiger Rossig schätzt dieses Buch über Korruption in Deutschland von Mathew D. Rose. Er bescheinigt dem Autor umfangreiche und fundierte Recherchen über das Klientelsystem der Bundesrepublik. Die Verstrickungen von politischen und wirtschaftlichen Eliten werden seines Erachtens überzeugend beschrieben und analysiert, auch Namen werden genannt. Er hebt hervor, dass trotz der teilweise schweren Vorwürfe des Autors bisher keiner der Genannten gegen ihn geklagt hat. Neben einer Reihe von Negativbeispielen findet Rossig in dem Buch auch positive: Politiker, die höchst transparent arbeiten.
"Berlin Investigator" nannte der Spiegel den US-Amerikaner Rose, der 2001 maßgeblich an der Aufdeckung des Berliner Bankenskandals mitgewirkt hat. Für "Korrupt?" hat Rose sich nun wieder durch Aktenberge gewühlt und unzählige Interviews geführt."
Mathew D. Rose, geb. 1954, ist ein amerikanischstämmiger Journalist in Deutschland. Der studierte Historiker arbeitet seit vielen Jahren als investigativer Journalist. Seit Mitte der 1990er Jahre konzentriert er sich besonders auf die Aufdeckung von Korruption und Vetternwirtschaft in Berlin, den Berliner Filz . Rose tritt häufig in Diskussionsveranstaltungen auf, hat in Spiegel, Handelsblatt, ManagerMagazin und verschiedenen Tageszeitungen veröffentlicht sowie mehrere Bücher geschrieben. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.