Das Buch stellt zunächst die Entwicklung und die Merkmale der
Kindertagespflege vor und erläutert dann umfassend sowohl die
Regelungszusammenhänge als auch die Aufgaben der Jugendämter und
der freien Träger bei der Gestaltung der Kindertagespflege. Die
Autorin ist Mitarbeiterin am Deutschen Jugendinstitut und hat ihre
langjährige Erfahrung mit dem Thema Kindertagespflege in die
Darstellung einfließen lassen.
Tageseinrichtungen für Kinder ab drei Jahren sind gesellschaftlich
und pädagogisch akzeptiert. Schließlich gibt es seit einigen Jahren
einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Anders sieht es
bei der Tagespflege aus. Sie richtet sich an Kinder zwischen dem
vierten Lebensmonat und dem dritten Lebensjahr. Bundesweit stehen
lediglich für vier von 100 Kindern Tagespflegeplätze zur
Verfügung.
Seit dem Erscheinen der ersten Auflage hat sich die Kinderbetreuung
für unter Dreijährige erheblich verändert. Gerade derzeit gibt es
im Zusammenhang mit einer intensiven familienpolitischen Debatte
starke Entwicklungsimpulse. Im Wesentlichen sind es fünf
Veränderungen des gesellschaftlichen Kontextes, die den Ausbau der
öffentlichen Kinderbetreuung erheblich beeinflussen:
- steigende Müttererwerbstätigkeit,
- flexiblere Erwerbsarbeit,
- sinkende Kinderzahlen,
- knappe öffentliche Gelder und nicht zuletzt
- erhöhte Anforderungen an Förderung und Bildung schon von
Kleinstkindern.
Insofern ist die Weiterentwicklung des familiennahen Systems der
Kindertagespflege zu einem wichtigen Baustein der öffentlichen
Kinderbetreuung geworden. Der europäische Vergleich zeigt, dass
Deutschland in dieser Hinsicht erheblichen Nachholbedarf hat. Es
geht aber nicht nur um mehr Betreuung durch Ausweitung des
Angebots, sondern auch um ein verändertes Angebot, das die Stärken
der Kindertagespflege stützt und ihre bisherigen Schwächen
korrigiert. Erste wichtige Schritte sind mit dem
Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG), das seit 1.1.2005 in Kraft ist,
unternommen worden.
Das Buch stellt zunächst die Entwicklung und die Merkmale der
Kindertagespflege vor und erläutert dann umfassend sowohl die
Regelungszusammenhänge als auch die Aufgaben der Jugendämter und
der freien Träger bei der Gestaltung der Kindertagespflege.
Die Autorin ist Mitarbeiterin am Deutschen Jugendinstitut und hat
ihre langjährige Erfahrung mit dem Thema Kindertagespflege in die
Darstellung einfließen lassen. Der Anhang enthält Post- und
Internet-Adressen aller wichtigen Institutionen, die mit der
Kindertagespflege befasst sind.
Der Leitfaden dient sowohl Jugendämtern als auch freien Trägern der
Jugendhilfe, Tagespflegepersonen und Eltern als detaillierte
Information über die heutige Situation und die Rahmenbedingungen
der Kindertagespflege.