Konflikte in Kindergruppen werden oft als störend und hinderlich
empfunden und viele ErzieherInnen versuchen in dem Wunsch nach
Harmonie, diese Konflikte schnell zu beenden. Dabei nehmen sie
jedoch den Kindern die Chance, den Streit selbst zu klären. Die
AutorInnen gehen von einem positiven Konfliktbegriff aus: Nicht die
Konflikte sind das Problem, sondern die Art und Weise, wie wir
damit umgehen! Durch das Zulassen von Konflikten, das Ernstnehmen
der verschiedenen Bedürfnisse und Interessen und das Einüben von
Formen des Umgangs mit Konflikten üben die Kinder prosoziales
Verhalten. In spielerischen und kreativen Formen erlernen sie
Grundkompetenzen wie aktives Zuhören, Spiegeln, Gefühle ausdrücken,
nichtverletzend reagieren und hilfreich fragen. Im geschützten
Rahmen der Gruppe können Kinder schließlich auch im Streit anderer
Kinder vermitteln und sich so gegenseitig unterstützen.