Mal ist es ein Tanz, mal ein Boxkampf, mal ein Thekengespräch, mal
eine therapeutische Sitzung. Aber ein mattes Abspulen von Fragen
und Antworten sollte ein Interview nie sein, denn es ist die
Königsdisziplin im Journalismus. Ein gutes Interview informiert,
unterhält und gibt etwas über die befragte Person preis. Kein
anderes Genre stellt höhere Anforderungen an den Journalisten: Im
Interview muss er einen genau festgelegten, fast immer zu knapp
bemessenen Zeitrahmen bestmöglich nutzen, hat er keine zweite
Chance. Er muss schlagfertig sein und sich etwas trauen, er muss
aber auch streicheln und vor allem zuhören können. Er sollte sich
gründlich vorbereiten, und er muss gelernt haben, wie man aus einem
mündlichen Gespräch mit vielen »Ähs« ein elegantes, flüssig zu
lesendes Interview schnitzt. Es gibt also Einiges zu wissen und zu
beherrschen, um vom Termin mit dem Bürgermeister, der
Schauspielerin oder dem Fußballer ein wirklich informatives und
geistreiches Interview in die Redaktion mitbringen zu können. Was
man beachten, was vermeiden, welche Kleidung man tragen und welche
Tische man bei einem Gespräch wählen sollte: Der Autor weiß all
dies aus eigener Erfahrung als regelmäßiger Interviewer. In seinem
Buch gibt er sein Wissen weiter – so lehrreich wie nötig, so
unterhaltsam wie möglich. Website zum Buch:
www.wegweiser-journalismus.de Blog des Autors zum Thema:
www.interviewsfuehren.de