Das Leitbild Nachhaltige Entwicklung kann als politische Antwort
auf globale Probleme wie Artensterben oder Klimawandel verstanden
werden. Es betrachtet diese Herausforderungen integrativ und
schlägt gemeinsame Lösungen vor. Was unter Nachhaltigkeit konkret
zu verstehen ist, bleibt jedoch umstritten. Eine genauere
Zielbestimmung umfasst sowohl ökologische wie auch ökonomische,
soziale und kulturelle Aspekte und erfordert eine ganzheitliche
Betrachtung. Dabei lässt sich Nachhaltigkeit nicht
objektiv-analytisch definieren, sondern muss normativ bewertet
werden. Unterschiedliche Werte und Weltbilder bedingen
pluralistische Nachhaltigkeitsverständnisse. Niko Schäpke
analysiert, wie drei aktuelle Nachhaltigkeitstheorien die
Herausforderung von Integration, Ganzheitlichkeit und
Wertepluralismus lösen. Dabei nutzt er die Integrale Theorie Ken
Wilbers als Metatheorie ganzheitlichen Erkennens, um Stärken wie
blinde Flecken der Ansätze deutlich zu machen. Im Ausblick werden
Ansatzpunkte einer integralen Nachhaltigkeitskonzeption aufgezeigt.
Das Buch ist relevant für alle, die sich für eine Anwendung der
Integralen Theorie und einen umfassenden Nachhaltigkeitsansatz
interessieren.
Niko Schäpke studierte Diplom Umweltwissenschaften und Diplom Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg. Gegenwärtig arbeitet er am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung im Bereich partizipativer Umweltpolitik und Transition Management. Daneben promoviert er zu Integraler Nachhaltiger Entwicklung an der Leuphana.