Humanität und Staatsraison - Schmoeckel, Mathias

Humanität und Staatsraison

Die Abschaffung der Folter in Europa und die Entwicklung des gemeinen Strafprozeß- und Beweisrechts seit dem hohen Mittelalter. Habil.-Schr. Univ. München WS 1998

Mathias Schmoeckel 

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Humanität und Staatsraison

Die Folter galt bis zum Ende des 18. Jahrhunderts als unerlässlich zur Überführung von Straftätern und zum Erhalt des Staates. Wie war es dann möglich, dass sie in den meisten deutschen und europäischen Staaten zwischen 1770 und 1820 verboten wurde? Ziel des Buches ist es, die Abschaffungsbewegung in ihren Motiven und ihrer Entwicklung darzustellen. Im Zentrum steht eine Dogmengeschichte des Beweisrechts und damit zusammenhängender Institute des Strafprozessrechts von 1200 bis 1800. Deutlich wird die besondere Innovationskraft der hochmittelalterlichen Kanonistik und die geringe Weiterentwicklung in Europa bis zum Ausklang des Ancien Regime. Insofern der alte Strafprozess ein Herrschaftsinstrument des Ancien Regime war, veranschaulicht das Bemühen um die Abschaffung der Folter den Prozess der Aufklärung in Europa: Bewirkt wurde dabei eine nachhaltige Umformung des Rechts.


Produktinformation

  • Verlag: Böhlau
  • 2000
  • 2000.
  • Ausstattung/Bilder: XI, 668 S.
  • Seitenzahl: 668
  • Norm und Struktur Bd.14
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 164mm x 41mm
  • Gewicht: 1030g
  • ISBN-13: 9783412097998
  • ISBN-10: 3412097993
  • Best.Nr.: 08496307
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.03.2003

Schmerz gegen Wahrheit? Oder: Auch Not kennt ein Gebot
Der Staat fürchtet im Konflikt zwischen rechtlichem Schutz und moralischer Zwangslage die Rückkehr der Tortur als "Rettungsfolter" / Von Milos Vec

Hunderte von Anrufen und Briefen bekommt Wolfgang Daschner nun täglich. Kollegen und vor allem Bürger geben ihm jenen Zuspruch, den ihm die Rechtsordnung wohl versagen wird. So jedenfalls lautet die juristische Einschätzung jener Experten, die derzeit im Namen des Rechtsstaats plädieren. Sie haben mit echtem Pathos jene Grundwerte unterstrichen, die bereits historisch zur Ächtung jeglicher Gewalt bei Ermittlungsverfahren geführt haben. Weniger eindeutig klingen hingegen ihre Stellungnahmen zur seelischen Konfliktlage, in der sich der stellvertretende Frankfurter Polizeipräsident befunden hat. Erst recht scheint beides kaum miteinander vereinbar zu sein.

Die Zerrissenheit der öffentlichen Meinung kommt nicht von ungefähr. Sie ist sowohl in der geradezu idealtypisch zugespitzten Einzigartigkeit des Sachverhaltes begründet als auch in der Vielfalt seiner juristischen und moralischen Aspekte. Ein zugleich moralisch und rechtlich "richtiges …

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"Eine umfangreiche, gelehrte und weit ausgreifende rechtswissenschaftliche Habilitationsschrift. Das Opus magnum von M. Schmoeckel enthält nicht nur sehr viel Material, sondern gibt auch Anstoß zur Nachdenklichkeit und zur Bewährung theologischen und ethischen Urteilsvermögens." (Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht)
Prof. Mathias Schmoeckel lehrt Rechtsgeschichte und Zivilrecht an der Universität Bonn.

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