Hitlerjugend und oppositionelle Jugend - war es wirklich Widerstand?
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pädagogik -
Geschichte der Päd., einseitig bedruckt, Note: 1,0, Evangelische
Hochschule Berlin, Veranstaltung: Geschichte der Pädagogik, 9
Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract:
Hitlerjugend und oppositionelle Jugend - war es wirklich
Widerstand? Der Literatur ist zu diesem Thema zu entnehmen, dass es
in der Vergangenheit bisher nur vereinzelte
historisch-soziologische Untersuchungen zur politischen
Organisierung der Jugend und zum jugendlichen Oppositionspotenzial
unter dem Nationalsozialismus gegeben hat. Entsprechend ist es Ziel
dieser Arbeit, eine Annäherung unter der o.g. Fragestellung zu
versuchen. Das Thema soll dabei unter politischen und pädagogischen
Aspekten erarbeitet werden - schließlich handelt es sich hier um
Fragen nach der Erziehung und dem Heranreifen junger Menschen.Daher
wird im Folgenden zunächst die Hitlerjugend an sich untersucht.
Ihre Forderung, Staatsjugend zu sein, der daraus resultierende
Totalitätsanspruch und ihr scheinbar hoher Attraktivitätsgrad
sollen im Verhältnis zur Realität und der Reaktion der Jugend im
Dritten Reich betrachtet werden. Es ist Ziel, damit deutlich zu
machen, welche Ursachen für die Arbeit und Entstehung jugendlicher
Opposition vorliegen. Im Weiteren werden die zunächst noch
organisierten Jugendverbände der politischen und Bündischen Jugend,
ihre Auflösung und die daraus folgenden Reaktionen dargestellt.
Einerseits soll damit bereits eine Antwort auf die Frage nach
Widerstand vor Beginn des Zweiten Weltkrieges gefunden werden.
Andererseits ist zu erörtern, inwiefern diese organisierten
Verbände die später aufkeimenden Jugendcliquen prägten, wenn nicht
sogar beeinflussten. Es ist im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich,
die konfessionelle Jugend näher zu betrachten. Abschließend wird
dann einzelnen Jugendgruppen Aufmerksamkeit gewidmet, um die
Untersuchung, ob es Widerstand gab, bis zum Jahr 1945 abzurunden.