Grundlagen des Konstruktivismus - Konsequenzen für die Pädagogik
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Pädagogik -
Schulpädagogik, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Philipps-Universität
Marburg (Institut für Erziehungswissenschaften), Veranstaltung: Das
Theorie-Praxis-Verhältnis in der Pädagogik, Sprache: Deutsch,
Abstract: Der Konstruktivismus, dessen erste Ansätze in den
fünfziger Jahren entstanden, hat seine Wurzeln in den
unterschiedlichsten wissenschaftlichen Bereichen, wie zum Beispiel
der Neurobiologie, der Psychologie oder der Soziologie. Daher
stellt er als Erkenntnistheorie eher ein interdisziplinäres
Paradigma als eine eigene Wissenschaftsdisziplin dar. Etwa seit
Mitte der neunziger Jahre setzt sich auch die Pädagogik in
Deutschland mit dem Konstruktivismus in dem Bemühen auseinander,
dessen Aussagen für unterschiedliche pädagogische Bereiche nutzbar
zu machen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist das Herausarbeiten
zentraler Konsequenzen des Konstruktivismus für die pädagogische
Theorie und Praxis. Dabei bietet sich die konstruktivistische
Interpretation des pädagogischen Schlüsselbegriffs des Lernens an,
da der Konstruktivismus als Kognitionstheorie hierzu immanente
Aussagen enthält. Auf der Grundlage dieser Interpretation sollen
anschließend methodische Vorgehensweisen einer konstruktivistisch
inspirierten Pädagogik vorgestellt werden. Die dafür notwendigen
Grundlagen des Konstruktivismus sollen am Beispiel der Arbeiten
Ernst von Glasersfelds, Heinz von Foersters und Humberto Maturanas,
als Vertreter des radikalen Konstruktivismus, vermittelt werden.