Gott schütze uns vor der Renaissance der Religionen
Unverdrossen wird im öffentlichen Diskurs eine "Rückkehr des
Glaubens" herbeigesehnt, obwohl die Konjunktur religiöser
Identitäten den täglichen Kleinkrieg der Kulturen befördert.
Scharfsinnig und ironisch beschreibt der renommierte Soziologe
Robert Misik das Denken der Islamisten, aber auch den Hype um Papst
Benedikt XVI. Sein Resümee: Wer Glauben sät, wird Eifer
ernten.
Ohne übertriebene Rücksichtnahme auf religiöse Gefühle liefert
Robert Misik eine aktuelle, provokante und humorvolle
Religionskritik. Karl Marx glaubte noch, dass Religionen Opium des
Volkes sind, ein Beruhigungsmittel, um die Härten des Lebens zu
ertragen. Heute wissen wir: Sie sind eher das Aufputschmittel der
Völker. Mit Religionen werden - trotz aller Liebesgebote und
Toleranz-Zitate in den Heiligen Büchern - Menschen zu
Fundamentalisten gemacht.
Ohne übertriebene Rücksichtnahme auf religiöse Gefühle liefert
Robert Misik eine aktuelle, provokante und humorvolle
Religionskritik. Sein Buch plädiert für einen entspannten, doch
prinzipienstarken Laizismus. Dessen Leitlinie kann nur sein: Jeder
soll glauben, was ihm Spaß macht, aber er soll andere gefälligst
nicht damit belästigen. Und er soll nicht Staat und Politik für
sich einspannen.
Robert Misik, geboren 1966, ist ständiger Autor der tageszeitung (Berlin), von profil und Falter (Wien) und einer der streitbarsten linken Publizisten seiner Generation. Autor zahlloser Kritiken, Essays, Kommentare und Reportagen. 1999 und 2000 erhielt Robert Misik den "Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch".
Kundenbewertungen zu "Gott behüte!" von "Robert Misik"
1 Kundenbewertung
(Durchschnitt 2 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen
weniger gut)
unzusammenhängendes Soziologengewäsch ohne roten Faden. Wer eine fundierte Analyse der Situation von Staat und Kirchen in den westlichen Gesellschaften erwartet hatte, wird enttäuscht. Wer konkrete Vorschläge zur Überwindung der engen Verquickung zwischen Kirchen und Staat in Deutschland (Abschaffung der Kirchensteuer, keine Finanzierung der theolog. Fakultäten, Religionslose in die Rundfunkräte aufnehmen etc. ) erwartete, ebenfalls. Was am meisten stört, ist die zusammenhangslose Aneinanderreihung der Fakten und Argumente.
Dr. Klaus Eckhard Mitglied von Brights