Geschichte der Globalisierung - Osterhammel, Jürgen; Petersson, Niels P.

Jürgen Osterhammel Niels P. Petersson 

Geschichte der Globalisierung

Dimensionen, Prozesse, Epochen. Ausgezeichnet mit dem Preis Das Historische Buch, Kategorie Außereuropäische Geschichte

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Produktbeschreibung zu Geschichte der Globalisierung

Globalisierung beginnt nicht erst in der Gegenwart. Sie hat sich über mehrere Jahrhunderte hinweg entfaltet. Das Buch beschreibt die Vielfalt der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Prozesse, die heute unter dem Begriff der Globalisierung zusammengefaßt werden. Es befaßt sich mit deren Ursachen und Auswirkungen, Rhythmen und Reichweiten.



Produktinformation


  • Verlag: Beck
  • 2006
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 128 S.
  • Seitenzahl: 128
  • Beck'sche Reihe Bd.2320
  • Deutsch
  • Abmessung: 179mm x 119mm x 10mm
  • Gewicht: 119g
  • ISBN-13: 9783406480201
  • ISBN-10: 3406480209
  • Best.Nr.: 11664640
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.11.2003

Modischer Begriff
Wort und Wirklichkeit: Die Globalisierung in der Geschichte
Manche Begriffe kommen ins Haus wie der Herr Kalldewey von Botho Strauß: Der ist plötzlich da, ungebeten, unverhofft, und ist binnen kurzem nicht bloß Angeber, sondern Tonangeber. So ging es mit dem Begriff der Globalisierung, der sich zu Beginn der Neunziger Jahre einbürgerte. Die Grenzen zum Ostblock waren durchlässig geworden, e-mail und Internet beflügelten die weltweite Kommunikation. Da trat die Idee von der „Globalisierung” auf den Plan, unverhofft, ungerufen, und wurde binnen kurzem Totschlagsargument für die einen und Hassvokabel für andere. Mit der „Globalisierung” wird begründet, dass Großunternehmen in der Bundesrepublik weniger Steuern zahlen wollen, dass die Gewerkschaften zu mächtig seien, dass der Arbeitsmarkt „flexibler” werden müsse. Kritik an diesen Forderungen kleidet sich schnell in abfällige Urteile über die Globalisierung als solche.
Jürgen Osterhammel und Niels Petersson stellen in ihrer Überblicksdarstellung folgende Fragen: Was ist die „Globalisierung”? Wann begann sie? Wie bedeutsam ist der Begriff – bezeichnet er einen …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.11.2003

Hinweis

GLOBALISIERUNG. Sie ist unser Schicksal: die vielbeschworene Globalisierung. Doch sind wir weniger Opfer einer unaufhaltsamen geschichtlichen Bewegung oder eines unentrinnbaren politischen Sachzwangs. Vielmehr verstricken wir uns in ein Netz von Deutungen, das wir selbst um dieses ominöse Wort herumspinnen. Befürworter und Kritiker sind sich einig: Globalisierung unterhöhlt den Nationalstaat, sie vereinheitlicht die Kultur, sie verdichtet Raum und Zeit durch neue Kommunikationsmittel. Wir haben also zu Recht das Gefühl dabeizusein, wenn eine neue Epoche der Weltgeschichte beginnt. Dieses Gefühl können wir vertiefen und präzisieren, wenn wir uns klarmachen, was daran gar nicht neu, sondern bereits seit Jahrhunderten vertraut ist. "Überstaatliche Netzwerke und durchlässige Grenzen" beispielsweise "waren der historische Normalfall", der europäische Nationalstaat hingegen war eine "spät entstandene Ausnahme", heißt es in der kurzen, aber gehaltvollen Analyse, die der Konstanzer Historiker Jürgen Osterhammel, ein renommierter Fachmann für internationale Geschichte, in der Reihe "Wissen" des Verlags C. H. Beck vorlegt. Er relativiert und …

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Der Begriff der Globalisierung drohe zu "sprachlichem Imponiermaterial" zu werden, zitiert Andreas Eckert die Autoren des "schmalen und sehr dicht geschriebenen" Buches. Jürgen Osterhammel und Niels P. Peterson gelinge auf wenigen Seiten das Kunststück, "einem der wichtigsten Begriffe heutiger Zeitdiagnose Tiefenschärfe" zu verleihen, zitiert Eckert zustimmend den Klappentext. Dabei definierten die Autoren Globalisierung als "den Aufbau, die Verdichtung und die zunehmende Bedeutung weltweiter Vernetzung" und setzten den ersten Schub zur Zeit der großen Entdeckungen im 16. Jahrhundert an, der drei Jahrhunderte später zu wirtschaftlich stabilen und wirkungsmächtigen transkontinentalen Beziehungen geführt habe, zitiert der Rezensent die Autoren. Entgegen der gängigen Deutung des Ersten Weltkriegs als Zäsur im Prozess der Globalisierung, bestimmten die Autoren sie als unaufhaltsam: "Man konnte einander nicht mehr entrinnen", "die Welt war bis ins Alltagsleben spürbar zu einer Schicksalsgemeinschaft geworden". Eckert schließt sich dem Urteil der Autoren an, dass der Globalisierungsschub der 1980er und 1990er auf eine Welt traf, "für die die Globalität bereits seit langem nichts besonderes mehr war", und lobt das "methodisch versierte, klug argumentierende" Buch.

© Perlentaucher Medien GmbH
Prof. Dr. Jürgen Osterhammel, geb. 1952, ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Konstanz.
Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur europäischen und asiatischen Geschichte seit dem 18. Jahrhundert.
Für "Die Entzauberung Asiens" erhielt er den "Gleim-Literaturpreis" und den "Anna-Krüger-Preis des Wissenschaftskollegs zu Berlin" und für "Die Verwandlung der Welt" (2009) den "NDR Kultur Sachbuchpreis".

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