Gazprom - Das unheimliche Imperium - Roth, Jürgen

Jürgen Roth 

Gazprom - Das unheimliche Imperium

Wie wir Verbraucher betrogen und Staaten erpresst werden

Gebundenes Buch
 
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Gazprom - Das unheimliche Imperium

National wie international ist der Name Gazprom mit Korruption, Erpressung, Geldwäsche und Kapitalsteuerflucht verbunden. Kein anderes Unternehmen hat weltweit so viel Macht und Einfluss, auch dank gewisser "Freunde" des mächtigsten Mannes Russlands, Wladimir Putin. Doch welche Rolle spielt Putin genau? Wer sind die Drahtzieher bei Gazprom, und welche Verbindungen haben sie nach Europa und Deutschland? Welche Netzwerke beherrschen Gazprom, und warum kuschen die europäischen Regierungen? Jürgen Roth deckt die Verbindungen auf und zeigt, dass sich hinter dem Imperium insbesondere Schweizer Unternehmen verbergen und wie Altbundeskanzler Gerhard Schröder mit einigen Parteifreunden weltweit Politik macht im Sinne seines Freundes Putin, den er einst zum "lupenreinen Demokraten" kürte. Jürgen Roth hat Insider getroffen, die erstmals bereit sind, über die Machenschaften des Imperiums auszupacken. Denn es ist auch mitverantwortlich dafür, dass Meinungsfreiheit in Russland unterdrückt wird und es dort keine demokratische Kultur gibt. Das stört anscheinend weder Geschäftspartner noch Regierungen, schließlich kann das Imperium uns alle erpressen: Denn wer nicht spurt, dem wird der Gashahn zugedreht.


Produktinformation

  • Verlag: Westend
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 316 S.
  • Seitenzahl: 316
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 143mm x 32mm
  • Gewicht: 526g
  • ISBN-13: 9783864890000
  • ISBN-10: 3864890004
  • Best.Nr.: 34530258

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Wenn von Gazprom die Rede ist, dann geht es meist um eine diffuse Mischung aus Bestechung, Manipulation und Einschüchterung, resümiert Andreas Förster. Mit Jürgen Roths investigativer Reportage "Gazprom - das unheimliche Imperium" liege nun endlich ein Buch vor, das "detailliert analysiert und nachvollziehbar darstellt", was den russischen Staatskonzern von anderen Firmen, denen die genannten Praktiken ebenfalls nicht fremd sind, unterscheidet: die ungeheure Macht des Konzerns, der über etliche TV-Sender und Zeitungen verfügt und sogar eine eigene Armee und einen Nachrichtendienst unterhält. Als besonders bemerkenswert hebt der Rezensent hervor, dass Roth und sein Verlag so mutig sind, Ross und Reiter zu nennen und sogar ein Personenregister anzulegen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Jürgen Roth, Jahrgang 1945, ist einer der bekanntesten investigativen Journalisten in Deutschland. Seit 1971 veröffentlichte er erfolgreiche Fernsehdokumentationen und Bücher über Korruption und Organisierte Kriminalität. Zuletzt erschienen seine Bestseller Mafialand Deutschland (2009), Gangsterwirtschaft (2010) und Unfair Play (2011).

Kundenbewertungen zu "Gazprom - Das unheimliche Imperium" von "Jürgen Roth"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von atzekrobo aus Zeven am 09.01.2013 ***** sehr gut
Ein Fußball-Sponsor mit Flecken auf der Weste
Jürgen Roth ist bekannt für seine prägnanten Formulierungen. In seinem Buch über den russischen Energie-Giganten bringt er die Abhängigkeit einiger westeuropäischer Länder vom „Russen-Gas“ auf eine kurze Formel: Wer seine Heizung aufdreht, um es warm zu haben, spült dem russischen Imperium einige Rubel in die Tasche. Nun ist speziell den deutschen Fußball-Fans Gazprom seit 2007 als Sponsor eines Fußball-Bundesligisten bekannt, aber Roth kümmert sich vor allem um die eher beklemmenden Dinge, die im Umfeld des Unternehmens passieren. Und diesen Geschichten geht der Journalist nach.
Der Autor legt die Strukturen und dubiosen Firmengeflechte offen. Der Konzern hat rund 400 000 Mitarbeiter und kontrolliert über Tochterfirmen die fünf wichtigsten russischen Fernseh-Sender sowie über ein Dutzend Zeitungsredaktionen. Im Griff hat die Firmenleitung dieses Imperium durch einen eigenen Geheimdienst. Der Autor schildert eingehend, wie Gazprom etliche Geschäftspartner des Unternehmens zu Milliardären gemacht hat – während andere unter ungeklärten Umständen verschwanden und teilweise ums Leben kamen.
Roth hat viele Fakten aus Medienveröffentlichungen und wissenschaftlichen Studien zusammen getragen, und vor allem neu verknüpft. So gelingt es ihm, die bislang nicht so deutlich hervorgehobenen Verbindungen rund um den Konzern Gazprom zu verdeutlichen. Der Autor zeigt auf, wie die russische Regierung das Unternehmen nutzt, um Nachbarländer unter Druck zu setzen, und auch den politischen Einfluss in Westeuropa immer weiter auszubauen. Zuweilen gewinnt man als Leser den Eindruck, kein Sachbuch, sondern eher einen Polit-Thriller zu lesen. Liquidationen unliebsamer Geschäftsleute, die zu viele Fragen gestellt haben, aber auch andere Machenschaften, wecken mehr als Unbehagen. Das Buch ist enorm spannend, auch wenn die verwirrenden Fakten und Geschichten den Leser zuweilen fast überfordern. Zuweilen hätte der Autor hier kurze Zusammenfassungen einstreuen müssen, um den Wust von Informationen etwas zu strukturieren. Und auch die immer wieder zu findende Polemik von Jürgen Roth – für die er bereits bekannt ist – gibt dem Werk einen kommentierenden Charakter. Dennoch wirklich lesenswertes Buch, das zu weiterer Beschäftigung mit diesem Thema anregt.

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Bewertung von Bücherwurm aus Frankfurt am 09.05.2012 ***** ausgezeichnet
Ein mutiges Buch, das viele Fakten und Hintergründe aufdeckt. Der Autor ist sich ganz sicher darüber bewusst, dass es nicht ungefährlich ist, solche Wahrheiten ans Tageslicht zu bringen.
Er beleutet sehr eindringlich die Verstrickungen eine mafiösen Organisation wie Gazprom - die den hiesigen Verstrickungen mit der deutschen Bundesregierung in nichts nachsteht. "Ökolution 4.0" zeigt dies mit vielen Fankten und brillanten Analysen vortrefflich.
Jürgen Roth schafft es, die komplexen Verflechtungen klar strukturiert aufzuzeigen und den Leser souverän durch die Untiefen dieser Welt der Gefahren, der Korruption und der Selbstinszenierung kaputter Machtmenchen wie Vladimir Putin zu lenken.
Er zeichnet ein alarmierendes Bild unsere hoch zivilisierten Realität.
Dass besonders die Vertreter der Politik bis zu den Haarspitzen in diesem Sumpf stecken und letztlich nur diesen Strukturen ihre Macht verdanken - keinesfalls besonderer Intelligenz oder Fähigkeit - wird sehr deutlich in diesem Buch.
Absolut empfehlenswert!

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