Die internationalen kapitalmärkte haben ganze Staaten ins Visier
genommen und verfolgen ihre Strategien der Gewinnmaximierung mit
fast kriegswissenschaftlicher Präzision. dabei nehmen sie das
Risiko in kauf, dass sich die friedensstiftende Ordnung der
Nachkriegszeit allmählich auflöst. lässt sich diese explosive
Situation wieder in den Griff bekommen? Wolfgang Hetzer klärt auf.
Der Kapitalismus ist heute zu einer akuten Bedrohung der Stabilität
des Weltwirtschaftssystems geworden. Der amoralische Irrwitz der
Finanzmarktakteure und die Entscheidungsschwäche der Politik haben
nicht nur zur flächendeckenden Vernichtung von Volksvermögen
geführt. Sie haben sogar Feindseligkeiten zwischen Staaten
hervorgerufen, die sich nach der Katastrophe zweier Weltkriege in
Gemeinschaften und Bündnissen zusammengeschlossen hatten.
Inzwischen prallen die unterschiedlichen Vorstellungen über Ziele
und Methoden kapitalistischen Wirtschaftens immer härter
aufeinander. Wolfgang Hetzer untersucht als erster, wie es zu
dieser gefährlichsten Bedrohung des Weltfriedens seit dem Ende der
Ost-West Spaltung kommen konnte.
Wolfgang Hetzer, promovierter Jurist, war bis 2012 als Abteilungsleiter im Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) für die Aufklärung von Korruption zuständig. Zuvor war er im Bundeskanzleramt mit der Aufsicht über den BND betraut, unter anderem in den Bereichen organisierte Kriminalität und internationale Geldwäsche.
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