Der Name Felix Wankel ist untrennbar mit der Erfindung des
Kreiskolbenmotors verbunden: Er machte den leidenschaftlichen
Maschinenträumer (Wankel über Wankel) in den 1960er-Jahren
weltberühmt. Fasziniert von der Welt der Technik widmete er sich
ein Leben lang konzentriert seinen Visionen der Wankelmotor wurde
für Automobilfirmen rund um den Globus zur unbequemen
Herausforderung.
Erstmals würdigt nun der Historiker Marcus Popplow Felix Wankel in
einer Biografie, die auch den bislang wenig bekannten Phasen seines
Lebens nachspürt. Neue Erkenntnisse lieferten umfassende
Quellenrecherchen, unter anderem im Archiv des Technoseum in
Mannheim, das den Nachlass des Erfinders verwahrt.
Wankel liebte das Erfinden, doch er wollte mehr als nur Erfinder
sein. Der politische Wankel engagierte sich als junger Mann für
völkisch-nationalsozialistische Ziele, kritisierte nach seinem
großen Erfolg immer wieder öffentlich die Automobilindustrie für
ihren mangelnden Wagemut und setzte sich offensiv für den
Tierschutz ein.
Mit dem unbeirrten Festhalten an seinen Ideen war der Autodidakt
Felix Wankel sein Leben lang ein Außenseiter was letztlich auch für
sein zurückgezogenes Privatleben galt. Diese reich illustrierte
Biografie zeichnet den Weg einer ebenso spannungsvollen wie
rätselhaften Persönlichkeit nach.
Marcus Popplow lehrte an den Universitäten Berlin (TU), Cottbus und Salzburg; er ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Technikgeschichte. Die Technik- und Wissensgeschichte des vorindustriellen Europas bilden Schwerpunkte seiner Forschung.