Exportschlager Tod - Hutsch, Franz

Franz Hutsch 

Exportschlager Tod

Deutsche Söldner als Handlanger des Krieges

Broschiertes Buch
 
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Exportschlager Tod

Ehemalige Bundeswehrsoldaten verdingen sich bei der amerikanischen Söldner-Firma »Blackwater«, Ex-Polizisten der GSG 9 verkaufen ihr Know-how an den libyschen Staat. Deutsche Söldner sind eine heiß begehrte Ware. Der Bundeswehr-Experte und Kriegsreporter Franz Hutsch hat in den Krisengebieten der Welt recherchiert und bringt Licht ins dunkle Geschäft mit der Sicherheit, in dem Deutsche eine immer größere Rolle spielen. Auch die Bundeswehr leistet ihren Beitrag. Nicht nur, dass sie ausscheidenden Soldaten eine »zivile« Ausbildung im Sicherheitsbereich finanziert und so in die Arme der Söldner-Firmen treibt: Die Bundeswehr kooperiert bereits heute mit privaten Militärfirmen, weil sie mit ihrer neuen Rolle als flexible Einsatzarmee überfordert ist.


Produktinformation

  • Verlag: Econ
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 277 S., 2 Ktn.
  • Seitenzahl: 277
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 136mm x 22mm
  • Gewicht: 406g
  • ISBN-13: 9783430200721
  • ISBN-10: 3430200725
  • Best.Nr.: 25564364
»Auf dem Heimflug treffen wir Franz Hutsch, der sich auf die Berichterstattung aus Krisengebieten spezialisiert hat. Er ist einer der Besten.« Claus Kleber in seinem Buch Amerikas Kreuzzüge

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.06.2009

Die Privatkrieger
Reißerisch vermarktet: Einsatz von deutschen Söldnern

Noch im Dreißigjährigen Krieg und bis ins 18. Jahrhundert hinein galt der Soldatenberuf als eine Tätigkeit ohne irgendwelche nationalen oder staatlichen Loyalitäten. Zwangsrekrutierte Soldaten hatten wirklich keinen Grund dazu; und die Freiwilligen und Berufssoldaten verdingten sich, wo es ihnen am günstigsten erschien. Erst seit der Französischen Revolution wurde mit dem Aufstieg des Nationalismus als hochwirksamer Integrationsideologie der Militärdienst zu einer patriotischen Angelegenheit. Söldner, also Soldaten ohne innere Bindung an die eigene Nation, die ihre Dienste auch anderen militärischen Auftraggebern auf Zeit verkaufen, wurden zu einer wenig angesehenen Ausnahme.

Das hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Verantwortlich dafür sind viele Entwicklungen: In einigen Weltgegenden entstanden schwache Staaten und staatsfreie Zonen, in denen die Macht, die aus den Gewehrläufen kommt, nicht bei den Regierungen liegt, sondern bei privaten Kriegsherren, den Warlords. Neue Kriege, in denen es um intensive ethnische und religiöse Rivalitäten geht, …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Als Vorlage für eine Sondersitzung des Bundestages hat Rezensent Thomas Speckmann dieses Buch des ehemaligen Bundeswehr-Offiziers und jetzigen Kriegsreporters Franz Hutsch gelesen. Ihm hat er entnommen, dass nicht nur amerikanische und britische Söldner in den Kriegsgebieten des Mittleren Ostens ihr Wesen beziehungsweise Unwesen treiben, sondern auch deutsche. Auf mittlerweile 3000 schätzt der Autor nach Informationen des Rezensenten ihre Zahl, in Afrika sollen noch einmal weitere 1000 Söldner unterwegs sein. Dabei heuern die ehemaligen Fallschirmjäger oder Militärpolizisten nicht nur bei ausländischen Firmen an, auch in Deutschland selbst entstehen mittlerweile solche Firmen, wie etwa die - in Bielefeld (!) ansässige Firma Praetoria. Nicht unwahrscheinlich findet der erschrockene Rezensent angesichts des expandierenden Marktes Hutschs Szenario, wonach bald ganze Kriege allein von Söldnerfirmen geführt werden können.

© Perlentaucher Medien GmbH

»Auf dem Heimflug treffen wir Franz Hutsch, der sich auf die Berichterstattung aus Krisengebieten spezialisiert hat. Er ist einer der Besten.« Claus Kleber in seinem Buch Amerikas Kreuzzüge » ... ein Buch, das mich nicht nur zufrieden gestimmt hat in der Recherche, sondern im Grunde den Blick auf eine sehr sehr undurchsichtige Welt eröffnet und da sollte man vielleicht auch ein bißchen genauer hingucken - sicherlich auch ein Buch, das in die Hände der Politik gehört.« WDR 2 , Horst Kläuser ,18.04. 09 »Schonungslos schildert der Journalist und Ex-Bundeswehroffizier die zunehmende Privatisierung militärischer Aufgaben.« Rheinischer Merkur, 18.04.09 »Glänzende Recherche.« Die Zeit »Energiegeladene, vibrierende Reportagen mit präzisen Analysen.« Deutschlandfunk

» ... ein Buch, das mich nicht nur zufrieden gestimmt hat in der Recherche, sondern im Grunde den Blick auf eine sehr sehr undurchsichtige Welt eröffnet und da sollte man vielleicht auch ein bißchen genauer hingucken - sicherlich auch ein Buch, das in die Hände der Politik gehört.« WDR 2 , Horst Kläuser ,18.04. 09 »Schonungslos schildert der Journalist und Ex-Bundeswehroffizier die zunehmende Privatisierung militärischer Aufgaben.« Rheinischer Merkur, 18.04.09 »Es ist das große Verdienst des preisgekrönten Kriegsreporters Franz Hutsch, sich auf die Spur deutscher Söldner begeben zu haben. Sein Streifzug durch ihre Einsatzgebiete im Irak und in Afghanistan steht der Kunst seines Kollegen Jeremy Scahill, der sich mit seinem Sachbuch Blackwater 2007 wochenlang einen Platz auf der amerikanischen Bestsellerliste sicherte, in nichts nach. (...) Franz Hutsch hat die Vorlage für eine Sondersitzung des Bundestages geschrieben.« DIE ZEIT, 20.8.2009, Thomas Speckmann
Franz Hutsch ist ehemaliger Berufsoffizier, Politologe, Kriegsreporter und investigativ arbeitender Journalist. Er berichtete für ARD und ZDF aus dem Irak und Afghanistan sowie für den STERN aus Bosnien und dem Kosovo. Als Mitglied eines niederländischen Journalisten-Teams des Radiosenders VPRO erhielt er mehrere renommierte Auszeichnungen.

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