Es ist nie zu spät für einen gesunden Rücken - Dorn, Dieter

Dieter Dorn 

Es ist nie zu spät für einen gesunden Rücken

Die Haltungsschule der Methode Dorn

Unter Mitarb. v. Juliane Molitor
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Es ist nie zu spät für einen gesunden Rücken

Zuverlässige Hilfe bei hartnäckigen Rückenleiden

Hochwirksam, ohne Nebenwirkungen und weltweit praktiziert: Die Methode Dorn ist eine der beliebtesten Therapien bei Rücken- und Gelenkproblemen. Sie hilft auch und gerade bei chronischen Rückenschmerzen, meist verursacht durch Fehlhaltungen und Blockaden.

»Ob es sich um einen akuten oder einen bereits jahrzehntelangen Schaden handelt, spielt für die erfolgreiche Behandlung keine Rolle«, sagt Dieter Dorn. Denn es ist nie zu spät, die Körperhaltung ebenso positiv zu verändern wie die Haltung zum Leben - und damit Rückenschmerzen für immer zu kurieren.

. Wie eine Dorn-Behandlung abläuft und was sie bewirkt

. Wie man krank machenden Gewohnheiten auf die Schliche kommen kann

. Welche psychischen und energetischen Faktoren Rückenleiden verursachen

. Mit hochwirksamen Übungen, um Fehlhaltungen auszugleichen und Bewegungsabläufe zu harmonisieren



Produktinformation

  • Verlag: Integral
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 175 S. m. zahlr. Abb.
  • Seitenzahl: 175
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 136mm x 17mm
  • Gewicht: 245g
  • ISBN-13: 9783778792131
  • ISBN-10: 377879213X
  • Best.Nr.: 26325043
Dieter Dorn (1938 - 2011) ist der Begründer der nach ihm benannten ganzheitlichen Therapie. Allein im deutschsprachigen Raum helfen mehrere hundert Ärzte, Heilpraktiker und Krankengymnasten erfolgreich ihren Mitmenschen, die unter Rückenbeschwerden leiden. Die Methode Dorn gehört mittlerweile zum festen Bestand alternativer physiotherapeutischer Heilmethoden.

Leseprobe zu "Es ist nie zu spät für einen gesunden Rücken"

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Leseprobe zu "Es ist nie zu spät für einen gesunden Rücken"

Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Der Erfolg einer Dorn-Behandlung (und wahrscheinlich auch jeder anderen Behandlung) ist maßgeblich davon abhängig, ob der Patient bereit ist, selbst Verantwortung für seine Gesundheit zu übernehmen. Dass jemand unmittelbar nach einer Behandlung das Gefühl hat, "ein völlig neuer Mensch" zu sein, ist zwar schön und ein Zeichen für die Qualität der Behandlung, aber leider keine Garantie dafür, dass sich die gleichen oder andere Beschwerden nicht früher oder später wieder melden. Letztlich ist es nämlich unsere Haltung, die uns krank macht - die Körperhaltung, aber vor allem die Haltung zum Leben, die sich darin zum Ausdruck bringt.

Das war schon Thema meines letzten Buches Die ganzheitliche Methode Dorn und genau genommen ist es das Wichtigste, was ich zu sagen habe: die Essenz meiner Methode.

"Ja, aber ...", sagen Sie jetzt wahrscheinlich, und "Ja, aber ...", sagen eigentlich alle, denn das mit der Haltung zum Leben ist eine ganz schwierige Sache. Die kann man ja eigentlich nicht ändern. Oder doch?

Manchmal sorgt das Leben selbst dafür, dass wir unsere Haltung ihm gegenüber ändern. Krankheiten, Unfälle und sogenannte Schicksalsschläge zwingen uns dann, die Perspektive zu wechseln. Aber darum soll es in diesem Buch gar nicht gehen. Dies ist kein Ratgeber für Krisenzeiten. Es ist überhaupt kein Ratgeber. Ich bin nämlich der Ansicht, dass man Menschen letztlich überhaupt nichts beibringen kann. Man kann sie höchstens dazu bringen, so viel Interesse für sich aufzubringen, dass sie sich irgendwann selbst erkennen.

In unserem Zusammenhang bedeutet Selbsterkenntnis vor allem Erkenntnis in die eigenen körperlichen Fehlhaltungen. Und wenn Sie erst einmal begonnen haben, Ihren Körper bewusst wahrzunehmen, werden Sie merken, dass Sie noch ganz andere Einsichten gewinnen ...

Dies ist ein Buch für Laien, genau wie Die ganzheitliche Methode Dorn in erster Linie ein Buch für Laien ist. Als ich zu jenem Buch viele Rückmeldungen von Ärzten bekommen habe, war ich sehr erstaunt. An diesen Rückmeldungen habe ich aber auch gemerkt, dass Erklärungen, wie Dinge möglicherweise funktionieren, für manche Leser sehr hilfreich sind. Daher enthält auch dieses Buch ein paar Erklärungsversuche. Und ich bitte darum, sie auch als solche zu verstehen. Ich weiß nicht, warum meine Methode funktioniert, aber ich und viele, viele andere haben die Erfahrung gemacht, dass sie funktioniert - und zwar in jedem Alter. Es spielt für den Erfolg der Behandlung keine Rolle, wie lange ein Schaden schon besteht. Wichtiger ist, dass Sie als Patient nach der Behandlung nicht wieder in die alten, schädlichen Haltungs- und Bewegungsmuster zurückfallen.

Allgemeingültige Rezepte zur Vermeidung "falscher" und zum Erlernen "richtiger" Bewegungsmuster gibt es meiner Meinung nach nicht. Daher kann in einer "Haltungsschule" nur vermittelt werden, was auch in jeder anderen guten Schule vermittelt werden sollte: Freude am Lernen und echtes Interesse an allem, was uns das Leben lehren kann. Eine solche Schule kann man in jedem Alter besuchen. Es kann sogar sein, dass man hier umso mehr dazulernt, je mehr Lebenserfahrung man schon mitbringt.

Ich danke den Menschen, die zur Entstehung dieses Buch beigetragen haben: Dr. Juliane Molitor für die Recherchen und die Unterstützung beim Schreiben, Jan Hoffmann für seine erhellenden Karikaturen und nicht zuletzt allen Mitarbeitern des Integral Verlags.

Lautrach im April 2009 Dieter Dorn DIE METHODE DORN Geschichte und Wurzeln Die neuere Geschichte der Methode Dorn, also der Teil der Geschichte, der mit meiner Person in Verbindung gebracht wird, ist weitgehend bekannt und wurde schon in vielen Büchern, Zeitschriftenartikeln und selbst im Internet ausführlich dargestellt. Daher sei sie hier nur ganz kurz wiederholt: Meine Familie bewirtschaftet ein Sägewerk und einen kleinen Bauernhof im Allgäu. Eines Tages im Jahr 1973 - damals war ich 35 Jahre alt - holte ich mir bei der Arbeit im Sägewerk einen ganz bösen Hexenschuss mit den üblichen Symptomen. Es fühlte sich an, als sei im unteren Rücken etwas gerissen. Ich konnte mich nicht mehr aufrichten und nur noch unter größten Schmerzen - Millimeter für Millimeter - fortbewegen. Der Gedanke, mit "so etwas" zum Arzt zu gehen, kam mir gar nicht. Ich wollte eigentlich nur eins: mich möglichst schnell wieder normal bewegen und weiterarbeiten können. Also ließ ich mich zum Müller Josef bringen, dem Schloss-Bauern in unserem Ort. Der hatte zwar keine medizinische Vorbildung, aber wenn es die Leute im Kreuz hatten und nicht mehr gerade gehen konnten, gingen sie zu ihm und wurden geheilt. "Krumm kommen die Leute rein, und gerade gehen sie wieder raus." Das war der Spruch, mit dem der Müller Josef jeden begrüßte, der zu ihm kam. Und was hat er gemacht? Ich musste mich leicht gebeugt vor einen Tisch stellen, mit den Händen abstützen und mit einem Bein vor und zurück schwingen, während er mir mit dem Daumen ins Kreuz drückte - schon war der Schmerz weg. Es war eine Sache von wenigen Minuten.

Natürlich war ich beeindruckt, aber als ich ihn fragte, ob man das lernen könne, sagte er nur: "Du brauchst das nicht zu lernen, du kannst es." Immerhin erfuhr ich noch, dass er diese Griffe einer alten Bäuerin abgeschaut hatte, einer einfachen Frau, die immer in seine Stallungen gekommen war, um das Vieh zu behandeln und die ab und zu auch einen Knecht oder eine Magd mitbehandelt hatte. Diese Frau hatte ich nicht mehr kennengelernt. Ich kannte nur den Müller Josef, und zwar schon seit meiner Kindheit. Aber was heißt schon "kennen"? Eigentlich wusste ich über ihn nur, dass er hin und wieder Leute aus dem Dorf behandelte, vielleicht einen oder zwei Menschen im Monat, und dass sich viele über ihn lustig machten, vor allem die Jungen und Gesunden.

Jetzt, nach meiner eigenen "wunderbaren Heilung" bewunderte ich ihn und wollte mehr über seine Methode erfahren. Doch leider war der Müller Josef damals schon schwer krank. Vier Wochen später lag er im Koma, und acht Wochen später war er tot. Ich musste mir "meine" Methode also selbst erarbeiten - mehr durch Probieren als durch Studieren.

Meine ersten "Patienten" waren meine Frau, die seit langer Zeit unter Kopfschmerzen litt, und eine Nachbarin, die ebenfalls schon lange Probleme mit dem Hüftgelenk hatte.

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