Empört Euch! - Hessel, Stéphane
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Stéphane Hessel 

Empört Euch!

Aus d. Franz übers. v. Michael Kogon
Broschiertes Buch
 
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Empört Euch!

"Neues schaffen heißt Widerstand leisten. Widerstand leisten heißt Neues schaffen." Mit eindringlichen Worten ruft Stéphane Hessels zum friedlichen Widerstand gegen die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft auf. Gegen die Diktatur des Finanzkapitalismus, gegen die Unterdrückung von Minderheiten, gegen die ökologische Zerstörung unseres Planeten.
"Die schlimmste Haltung ist die Gleichgültigkeit" (Jean-Paul Sartre)
"93 Jahre. Das ist schon wie die allerletzte Etappe. Wie lange noch bis zum Ende? Die letzte Gelegenheit, die Nachkommenden teilhaben zu lassen an der Erfahrung, aus der mein politisches Engagement erwachsen ist." Stéphane Hessels Streitschrift bewegt die ganze Welt. Der gebürtige Berliner war Mitglied der Résistance, hat das KZ Buchenwald überlebt und ist einer der Mitautoren der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen. Mit emphatischen Worten ruft der ehemalige französische Diplomat zum friedlichen Widerstand gegen die Unzulänglichkeiten unserer Gesellschaft auf. Er beklagt, dass der Finanzkapitalismus die Werte der Zivilisation bedroht und den Lauf der Welt diktiert. Er prangert die Lage der Menschenrechte an, kritisiert die ökologische Zerstörung unseres Planeten und verurteilt die Politik Israels im Gaza-Streifen als Demütigung der Palästinenser. Stéphane Hessel ist das Gewissen der westlichen Welt.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Hc
  • 2011
  • 22. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 29 S.
  • Seitenzahl: 32
  • Ullstein Streitschrift
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 115mm x 7mm
  • Gewicht: 42g
  • ISBN-13: 9783550088834
  • ISBN-10: 3550088833
  • Best.Nr.: 32770137

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

3,99 für ein Lebenselexier? Ein Schnäppchen, findet Christian Geyer. Auch wenn ihm erst einmal Zweifel kommen: Kann, was so günstig ist und mit der Altersweisheit des Autors wirbt, auch gut sein? Kann. Allerdings liegt das für Geyer weniger an der Lebenserfahrung des 93-jährigen Stephane Hessel als am geschickten Manöver des Textes. Um die einschlägigen Anlässe der Empörung herum und hinein ins Existentielle! Empören heißt Leben! Leben heißt Ideen haben, Ideen haben, heißt frei sein. So in etwa erklärt uns Geyer die Faszination, die für ihn von dem schmalen Buch ausgeht. Dass so ein Pamphlet ganz und gar erklärungsfrei daherkommt, unmittelbar das Staunen postuliert, leuchtet ihm ein. Wenn es trotzdem nicht die Fundamentalopposition predigt, meint Geyer, oder gar Gewalt, umso besser.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.02.2011

Warum ist Empörung wertvoll? Weil sie dazu zwingt, ein Leben aus Ideen zu führen

Heute erscheint Stéphane Hessels "Empört euch!" auf Deutsch. Einige Mutmaßungen, warum diese dreißig Seiten auch hierzulande wie warme Semmeln weggehen könnten.

Der Ullstein Verlag hat schnell zugegriffen und Stéphane Hessels Empörungsschrift, die in Frankreich ein Mega-Bestseller ist, mit einer deutschen Startauflage von 50 000 Stück auf den Weg geschickt. Der französische Verkaufserfolg, der schwerlich auf klare Kausalitäten zurückzuführen ist (F.A.Z. vom 5., 14. und 20. Januar), geht jedenfalls mit zwei äußeren Erstaunlichkeiten einher: Die Schrift ist weniger ein Buch als ein Heftchen, sie hat dreißig Seiten, kostet 3,99 Euro. Und ihr Autor ist ein greiser Mann von 93 Jahren, der als Résistance-Mitglied, Überlebender des KZ Buchenwald und Mitautor der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen über gehörige Lebenserfahrung und moralische Autorität verfügt.

Sind das schon alle Ingredienzien, die ein phänomenaler Verkaufserfolg wie dieser benötigt: die Koppelung von Helmut-Schmidt-Effekt (altersweise moralische Instanz) und schnell und …


»Warum 3,99 Euro für diese dreißig Seiten hinlegen? Weil man dafür ein Lebenselexier erhält, eine Erinnerung an das Beste in uns.« FAZ, Christian Geyer »Empört Euch! wiegelt nicht wirklich auf - es berührt.« Deutschlandradio Kultur, Arno Orzessek, 09.02.11
Stéphane Hessel wurde am 20. Oktober 1917 in Berlin als Sohn des deutsch-jüdischen Schriftstellers Franz Hessel und der protestantischen deutschen Journalistin Helen Grund geboren. 1924 zog er mit Mutter und Bruder nach Paris. 1939 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an und schloss sich im Zweiten Weltkrieg der Résistance an. 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet und in das KZ-Buchenwald deportiert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Hessel 1946 Büroleiter des Vize-UN-Generalsekretärs und 1948 Sekretär der neu geschaffenen UN-Menschenrechtskommission, die mit der Erarbeitung der Charta der Menschenrechte der Vereinten Nationen beauftragt wurde. Anschließend bereiste er im Auftrag der UNO und des französischen Außenministeriums die Welt, trieb die Entkolonialisierung voran und vermittelte in Konflikten. Er trägt den Titel "Ambassadeur de France" und die Auszeichnung "Ritter der Ehrenlegion". Stéphane Hessel lebte mit seiner zweiten Frau in Paris. Im Jahr 2011 erhielt der Autor den Myschkin-Preis für sein Lebenswerk, 2012 wurde er mit dem vom Sloterdijk-Freundeskreis gestifteten Kulturpreis ausgezeichnet. Stéphane Hessel verstarb im Februar 2013 im Alter von 95 Jahren.

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Kundenbewertungen zu "Empört Euch!" von "Stéphane Hessel"

9 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.2 von 5 Sterne bei 9 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Jochen aus Duisburg am 18.03.2013 ***** ausgezeichnet
Hessels "Empört Euch" ist ein aufrüttelndes Buch , das die Ungerechtigkeiten in einer immer rigider werdenden Welt aufzeigt ohne zu verklären oder es an Objektivität mangeln zu lassen.
Es pakt einen förmlich an den Schultern und sagt "Steh auf! Tu etwas dagegen und gib nicht klein bei."
Wer es nicht gelesen hat verpasst etwas und wird weiter blind und teilnahmslos durch die Gegend laufen!

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Bewertung von Dani aus Augsburg am 09.03.2013 ***** ausgezeichnet
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich finde es ist ein Buch, dass man nicht nur einmal liest und dann ins Regal stellt. Es ist ein Buch zum immer wieder rausholen und lesen. Es ist eine große Motivation und ich finde es ist sehr gut geschrieben. Auch die Hintergrundinformationen am Ende des Buchs sind hilfreich.

Sehr empfehlenswert - Pflichtlektüre!!

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 09.03.2013 ***** weniger gut
Leider ist es nur eine fast umfassende Biographie. Ich habe es anders vorgestellt.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Joanna am 01.05.2012 ***** ausgezeichnet
Ein sehr alter Mann, der immer für seine Ideale eintrat und dies teuer bezahlen musste, bereut das dennoch kein Bischen! Er lässt uns, ganz im Gegenteil an seiner Weisheit teilhaben und bringt kurz, bündig und direkt auf den Punkt, was in unserer Zeit falsch läuft, wogegen wir uns zur Wehr setzen müssen. Dieser Mann versucht uns klar zu machen, was er in seinem langen Leben erkannt und erlebt hat! Unsere Empörung, unsere gerechte Wut und die Möglichkeiten unserer Zeit und Demokratie sich mit legalen Mitteln dagegen zu erwehren, sind der Schlüssel zu unserer Freiheit! Es ist als hätte er diese Gedanken direkt aus meinem Kopf gestohlen. Geben wir es doch zu: Wir alle denken so! Nur ist jeder von uns zu feige sich offen zu empören und den ersten Schritt zu machen! Sollten wir es nicht endlich mit dem Autor halten und uns gegen die Scharaden der Politik und die bodenlosen wahnhaften Geldspielchen der Superreichen und damit der Supermächtigen zur Wehr setzen? Ein herausragendes Dokument!

13 von 17 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Akari1994 aus Köln am 02.04.2012 ***** ausgezeichnet
sehr bewegendes Buch! Recht hat der Mann.

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Bewertung von Bücherwurm aus Frankfurt am 29.02.2012 ***** ausgezeichnet
Die Botschaft ist einfach - der Autor ein Zeitzeuge.
Er hat selbst erlebt, welchen Wahnsinn Konformität und kollektive Anpassung erzeugt.
Wir sind heute wieder auf diesem Weg und sollten uns endlich so etwas wie Intelligenz beweisen, indem wir ausnahmsweise aus unserer Geschichte lernen.
Werke wie "Ökolution 4.0" (http://www.buecher.de/shop/fachbuecher/oekolution-4-0/rueckemann-oliver/products_products/detail/prod_id/34451512/lfa/lastviewed-3/) zeigen, wo diese Anpassung hinführt und dass wir endlich andere Entscheidungen treffen müssen. Jeder von uns.

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Bewertung von Sumi am 16.03.2011 ***** weniger gut
Empört euch! Aber wogegen eigentlich?

»Den jungen Menschen sage ich: Seht euch um, dann werdet ihr die Themen finden, für die Empörung sich lohnt ... Suchet, und ihr werdet finden!«

Stepháne Hessel, der an der Formulierung der »Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte« mitwirkte, ist empört. »Noch nie war der Tanz um das goldene Kalb – Geld, Konkurrenz – so entfesselt ... Das im Westen herrschende Maximierungsdenken hat die Welt in eine Krise gestürzt, aus der wir uns befreien müssen.« Worin die »Macht des Geldes« besteht, dessen Auswirkungen ihn empören, interessiert Stepháne Hessel dagegen weniger. Das ist fatal. So fordert er die Verteidigung der in der UNO Menschrechtserklärung festgelegten Prinzipien der Weltordnung, um die Begleiterscheinungen dieser Weltordnung zu bekämpfen. Die Prinzipien des westlichen Weltordnung – die Freiheit weniger, Fabriken und ganze Ländereien zu besitzen, die zugleich die Mittellosigkeit der Mehrheit bedeutet und die gleiche Behandlung der mit ungleichen Mitteln ausgestatteten Bürger sowie ihre »Freiheit«, auf dem Markt gegeneinander zu konkurrieren – sollen weltweit verteidigt werden, aber bitte ohne die notwendigen Folgen. Wen Welthunger, kein Zugang zu sauberem Trinkwasser, bittere Armut,und elende Arbeitsbedingungen für ein Sechstel der Menschheit sowie Altersarmut, Kinderarmut, Arbeitslosigkeit, Einschnitte im Bildungswesen wie bei der medizinischen Versorgung auch innerhalb der erfolgreichen Industrienationen stören, der muss über fromme Wünsche hinaus sich um die Gründe kümmern. Dafür gibt es bessere Bücher: Michael Heinrich, Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung sowie Hermann Lueer, Warum verhungern täglich 100.000 Menschen?

21 von 34 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 09.03.2011 ***** ausgezeichnet
Auf diesen 32 Seiten schreibt Hessel in aller Deutlichkeit was ihn bewegt und er sagt es in aller Klarheit wo er Gefahren für den Frieden in unserer Gesellschaft in Zukunft sieht. Der Erfolg dieses Heftchens zeigt, Stephane Hessel schreibt was die Massen denken.

Einem Mann wie Hessel, mit solch einer Lebensweisheit, habe ich mich gern anvertraut. Er geht weit in die Geschichte zurück um Mißstände der Gegenwart aufzudecken und er benennt mit spitzer Feder all diese Mißstände in aller Klarheit. Im Endeffekt bleibt alles wie es war: Das Geld regiert die Armen.

Den Hessel'schen Aufruf: "Empört Euch!" sehe ich als das Vermächtnis eines weisen Mannes der fast 1 Jahrhundert lang die Mechanismen der Gesellschaft studiert hat, aber der dennoch nicht resigniert hat. Und genau an dieser Stelle wird Hessel heute aktueller denn je. Er schafft es seine Leser zu aktivieren. Er sagt nicht, steht auf und nehmt die Knarre in die Hand. Hessel sagt: resigniert nicht, "Empört Euch!", benutzt Euern Verstand und werdet ja niemals leise.

Christian Döring, www.buecherveraendernleben.npage.eu

33 von 38 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Basho aus Hamburg am 05.02.2011 ***** sehr gut
Das Buch ist nicht nur vom Umfang, sondern auch vom Inhalt her sehr dünn. Es läßt sich in zwei Punkten zusammenfassen.

1) Die Welt ist ungerecht.
2) Emport Euch!

Und überall leere Pathosformeln wie: "Neues schaffen heißt Widerstand leisten. Widerstand leisten heißt Neues schaffen".

Ansonsten schwelgt Stephane Hessel als ehemaliger Resistance-Kämpfer in Erinnerungen. Offenbar ist er noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen, in dem seine Widerstandsformel nicht mehr möglich ist. Heute gibt es zunächst kein Wir mehr, das einem Unterdrücker gegenüberstünde. Vielmehr führt jeder, für sich isoliert, Krieg mit sich selbst.

Die Analysen in "Der kommende Aufstand" von "Unsichtbares Komitee sind schärfer, differenzierter und interessanter. Aber sie verlieren sich schnell im leeren Pathos. Aber lesenswerter als Hessels Buch. Der Dritte im Bunde, die "Müdigkeitsgesellschaft" von Han kommt dagegen ohne jede Pathosformel aus. Nüchtern beschreibt das Buch die Dialektik der Freiheit, die diese in Gewalt umschlagen läßt. Dagegen wirkt Hessels romantisches Konzept der Freiheit sehr naiv: "Die Geschichte ist die Freiheit" . Han zufolge fällt die Freiheit heute mit der Gewalt zusammen: Man beutet sich selbst aus. So müßte es heute heißen: Empört Euch über Euch selbst, die ihr euch selbst ausbeutet und euch Gewalt antut.

Da ich aber einen großen Respekt vor der Person Stephane Hessel habe, gebe ich trotz offensichtlicher Schwäche des Buches 4 Sterne.

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