Ein Beitrag zur Realisierung der videobasierten weiträumigen Verkehrsbeobachtung
In der vorliegenden Arbeit werden Algorithmen der digitalen
Bildverarbeitung zur Auswertung von Straßenverkehrsszenen
entwickelt. Deckt die Kamera bei der Aufnahme der Szene einen
Bereich von mehreren hundert Metern ab, spricht man von
weiträumiger Verkehrsbeobachtung. Diese stellt eine besondere
Herausforderung dar, weil sich die in der Bildfolge abgebildeten
Fahrzeuge gegenseitig verdecken. Das Problem der Verdeckung wird
durch Auswertung einer Erhaltungsgleichung, der
Kontinuitätsgleichung gelöst. Dieses Messprinzip wird »Dichte aus
Bewegung« genannt. Bei der Berechnung von Dichte aus Bewegung
werden bekannte Lösungsverfahren wie das Upwind- und das
MacCormack-Verfahren untersucht und es wird ein Lösungsverfahren
entwickelt, welches auf der Charakteristikenmethode basiert. Zur
Messung der Bewegung wird das neuartige Verfahren der robusten
Regression mit Präkonditionierung hergeleitet.
Andreas Leich, geboren 1974 in Dresden, studierte bis 1999 an der TU Dresden Verkehrsingenieurwesen in der Vertiefungsrichtung Verkehrstelematik. Studienbegleitend war er an der Entwicklung eines Verkehrsdetektors beteiligt, welcher gegenwärtig auf deutschen Fernstraßen in mobilen Stauwarnanlagen im Einsatz ist. Die Dissertation entstand im Rahmen der Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Verkehrsinformationssysteme der TU Dresden. Derzeit ist der Autor Mitarbeiter der Xtronic GmbH in Ehningen.
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