Die Todesstrafe, Tabu und Terror - Buder, Christian

Christian Buder 

Die Todesstrafe, Tabu und Terror

Reflexionen über die gesellschaftliche Bedeutung der Todesstrafe

Broschiertes Buch
 
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Die Todesstrafe, Tabu und Terror

Die vom Staat angeordnete Tötung eines Menschen ist nicht nur ein rechtliches oder philosophisches Problem, sondern gibt uns auch eine Vorstellung davonwie das Zusammenleben der Menschen in einer Gesellschaft organisiert ist. Es sagt sowohl etwas über diese Gesellschaft aus als auch über das dort vertretene Menschenbild. Die Todesstrafe stellt uns vor allem vor die Frage: Wer verdient den Tod? Reicht eine lebenslange Gefängnisstrafe nicht aus? Welchen Stellenwert hat der Tod in einer Gesellschaft, wenn der Tod als Strafe gelten kann? Der Tod als Strafe ist daher auch eine Reflexion über die Artwie die Menschen mit ihrem eigenen Tod, aber vor allem mit dem Tod und der Tötung des Anderen umgehen. Das Todesurteil, das ein Richter ausspricht, führt auch gleichsam zum Begriff der Vergebung und der Gnade. Wer darf auf Gnade hoffen und wie ordnet sich die Gnade in das Rechtssystems eines Staates, der die Todesstrafe in seinem Strafgesetzbuch vorsieht? Wie geht die Gesellschaft aber mit Tätern um, die sich bei ihrer Tat selbst opfern?


Produktinformation

  • Abmessung: 220mm x 150mm x 5mm
  • Gewicht: 130g
  • ISBN-13: 9783836451635
  • ISBN-10: 3836451638
  • Best.Nr.: 23566026
Christian Buder studierte Betriebswirtschaft und Philosophie. Er promovierte mit einer Arbeit über Hegels Zeitbegriff an der EHESS in Paris. Seine Forschungsgebiete: Erkenntnistheorie, Neurowissenschaften, gesellschafts- und wirtschaftspolitische Themen

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Bewertung von Marion aus Münster am 14.06.2008 ***** sehr gut
Als AI-Mitglied lese ich viel über die Todesstrafe. Wie man allerdings aus dem freudschen Kulturbegriff, dem kantischen ius talionis und Michel Foucault eine psychoanalytische und poststrukturalistische Theorie formt, das hat mich überrascht. Grundsätzliche Fragen in diesem Buch: Warum tötet der Mensch einen anderen aus Vernunftgründen? Ist die Todesstrafe Teil unserer Vernunft? Was ist das Strafende and der Todesstrafe, wo wir doch alle sterben müssen? Welcher Unterschied besteht zwischen "Zum Tode verurteilt" und "Zum Sterben verurteilt?", "Warum Selbstmordattentäter sich nicht mit dem Tod bestrafen!" "Welche Strategien verfolgen Selbstmordattentäter und Terroristen?"
Der Autor wirft mehr Fragen auf als er beantwortet, aber das ist das ungeschriebene Recht der Philosophen: sie stellen Fragen und lassen die Fragen in der Welt. Daraus entsteht unsere Zivilisation.
Wer unangenehme Fragen und schräge Blickwinkel nicht scheut, dem kann ich das Buch empfehlen. Wer fertige Erklärungen und Statistiken sucht, der sollte es nicht lesen.

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