Die Individualismus-Falle - Kiener, Wolfgang; Weise, Johannes H.

Wolfgang Kiener Johannes H. Weise 

Die Individualismus-Falle

Warum die Lebensfreude schwindet und wie wir das ändern können. Vorw. v. Anselm Bilgri

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Produktbeschreibung zu Die Individualismus-Falle

Warum leben wir oft "mitten im Überfluss ohne Freude"?Die Lebenswege der Autoren, eines Investment-Analysten und eines Dominikanermönches, könnten unterschiedlicher nicht sein, doch sie haben ein gemeinsames Anliegen. Sie wollen sich nicht damit abfinden, dass in einer Gesellschaft, die sonst alles hat, die Freude am Leben schwindet. Sie stellen die Folgen einer exzessiv individualistischen und einseitig arbeitsorientierten Lebenseinstellung fest. Sie beschreiben das Phänomen anhand vieler Beispiele, die uns alle betreffen. Sie erkunden Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen Deutschland und anderen Ländern. Sie forschen nach den Ursachen und stoßen auf unerwartete Zusammenhänge. Und sie fragen sich, wie man das ändern kann.

Wer nach einem längeren Aufenthalt in anderen Weltgegenden nach Deutschland zurückkommt, dem fällt es oft unmittelbar auf: Sehr viele Menschen wirken unzufrieden und freudlos, und das, obwohl sie ein vermeintlich ausgefülltes Leben in Freiheit und Wohlstand führen, um das sie alle Welt wiederum beneidet. Sie erscheinen depressiv und sind es häufig auch, wie die Statistiken sagen. Es betrifft alle Generationen.
"Wenn der Individualismus übertrieben wird, dann werden die Individuen zu seinen Opfern." Die Fähigkeiten zur Kontaktaufnahme, zur Mitmenschlichkeit und auch zum unbeschwerten Lebensgenuss gehen verloren. Wenn selbst in der Freizeit alles effizient erledigt werden muss, dann geht man nur noch in den Fitness-Klub und nicht mehr in einen Sportverein. Feste verkommen zu Pflichtterminen, bei denen sich alle heimlich langweilen, oder zu nutzenorientierten Kennenlern- und Networking-Veranstaltungen. An Feiertagen - ein Wort, das eigentlich von Feiern kommt - beschäftigt man sich mit Hilfe des Fernsehers. Obwohl alle eine gute Nachbarschaft für wichtig halten, kennen viele ihre Nachbarn nicht mehr. Die Autoren zeigen anhand verschiedenster Beispiele, dass eine andere Lebenskultur - oder besser: ein Mehr an Lebenskultur - auch zu mehr Freude am Leben führt.


Produktinformation


  • Verlag: Dtv
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 259 S.
  • Seitenzahl: 260
  • dtv Taschenbücher Bd.24675
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 137mm x 28mm
  • Gewicht: 392g
  • ISBN-13: 9783423246750
  • ISBN-10: 3423246758
  • Best.Nr.: 23342641

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Zumindest kann das Buch keinen Schaden anrichten, findet Ernst Horst. Das Nachdenken darüber auch nicht. Der Rezensent nämlich entdeckt durchaus interessante Ratschläge. Auch seien die beiden Autoren, ein Investment-Analyst (Wolfgang Kiener) und ein Dominikaner-Frater (Johannes Weise) weit gereist, was für den Rezensenten bedeutet, dass sie von Gegenden wissen, wo sich's leben lässt. Darum geht es in diesem Buch: Lebensqualität. Dass die Autoren darunter etwas anderes verstehen, als Fernsehen und Shoppen, ist Horst schnell klar. Aber was dann? Kultur, erklärt Horst und sieht auch "Ideale des Ordenslebens durchschimmern", wenn das Gemeinschaftserlebnis, ritueller Art etwa, zum König der Lebensfreude erkoren wird. Die von Kiener und Weise aufgestellten Feindbilder Glotze und Geld, in einem Wort "Amerika", riechen für den Rezensenten zwar nach Klischee. Doch auch ein bisschen nach Wahrheit.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.07.2008

Lebensfreude? Oh, das ist ein weites Feld
Wolfgang Kiener und Frater Johannes Weise legen uns die südamerikanische Mentalität ans Herz

Ein Investment-Analyst und ein Dominikaner-Frater - am Stammtisch würden wir vermutlich ein Pfaffe und eine Heuschrecke sagen - schreiben gemeinsam ein Buch, besser gesagt, einen religiösen Text. Listig haben die Autoren aber den katholisch-christlichen Inhalt weitgehend weggelassen und vertrauen darauf, dass wir ihn an seinen Früchten erkennen. Der Heiland bekommt erst ganz am Schluss das Wort. Er formuliert das Fazit: "Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben, damit sie es in Fülle haben."

"Die Individualismus-Falle" heißt dieses Taschenbuch von Wolfgang Kiener und Frater Johannes Weise. Was ist Individualismus? In einem Artikel einer großen Wochenzeitung äußerte sich neulich ein gewisser Horst aus Offenbach, der gerade fröhlich mit einer Gruppe nackt durch das Sauerland wanderte. Er sagte, er sei ein "Individualist". Kiener und Weise haben allerdings etwas anderes im Blick. Individualismus im Sinne des Buchs bedeutet, zu wenige und zu oberflächliche Beziehungen zu anderen Menschen zu haben. Der …

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"Es ist notwendig, die hilfreichen Anregungen des Buches hineinzutragen in die Familien und Schulen und sie konkret umzusetzen, denn: Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern. "
lehrerbibliothek.de 22.08.2008

»Der Weg zu mehr Lebensfreude.« ZDF Mittagsmagazin 30.07.2008

»Der Weg zu mehr Lebensfreude.« ZDF Mittagsmagazin 30.07.2008
Johannes H. Weise OP geb. 1976, Studium der evangelischen und katholischen Theologie sowie der Erwachsenenbildung, 2004 Eintritt in den Dominikanerorden, Tätigkeit als Hochschulseelsorger in der Erzdiözese Freiburg/Br., assistiert den Dominikanischen Laiengemeinschaften der Süddeutsch-Österreichischen Ordensprovinz in ihrer Entwicklung.

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Kundenbewertungen zu "Die Individualismus-Falle"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Ego888 aus München am 12.10.2008 ***** ausgezeichnet
Ich fand das Buch informativ, zugleich aber sehr unterhaltsam! Überzeugend sind die genauen Alltagsbeobachtungen, die die Defizite unseres gesellschaftlichen Lebens aufzeigen, welche für unsere mangelnde Lebensfreude verantwortlich sind. Die Aussagen werden durch empirische Daten gut untermauert. Mir hat die tiefgründige Analyse, die das Buch bietet, ein Bewusstsein für die Problemzusammenhänge vermittelt. Das Buch zeigt Wege auf, der gefühlten Sinnentleerung zu entgehen und das eigene Leben reicher zu gestalten. Dabei kein plumper Ratgeber-Stil.

Obwohl ich sonst keine Leseratte bin, hat mich das Buch gefesselt – die Autoren haben wirklich etwas zu sagen.

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