Die Geopolitik der Literatur - Werber, Niels

Niels Werber 

Die Geopolitik der Literatur

Eine Vermessung der medialen Weltraumordnung

Gebundenes Buch
 
Führen wir nicht mehr
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
25 ebmiles sammeln
EUR 24,90
Nicht lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Die Geopolitik der Literatur

Zu allen Zeiten haben die Literatur und andere Medien Landkarten realer und imaginärer Weltgegenden entworfen. Ob in Heinrich von Kleists Hermannsschlacht, Herman Melvilles Moby-Dick oder J.R.R. Tolkiens Herr der Ringe: Der Leser findet sich mittels künstlicher Kartographien in der Welt der Fiktionen zurecht. Es sind Bilder von guten und bösen, zivilisierten und barbarischen Weltteilen, die sich in die Köpfe der Leser einprägen, ihren Blick auf die Wirklichkeit verändern und zu Weltanschauungen, Ideologien und politischen Programmen verdichten. Daher liegt es nicht allein im literaturwissenschaftlichem Interesse, diese imäginären Territorien zu vermessen.

Produktinformation


  • Verlag: Hanser
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 333 S.
  • Seitenzahl: 333
  • Deutsch
  • Abmessung: 22 cm
  • Gewicht: 555g
  • ISBN-13: 9783446209473
  • ISBN-10: 3446209476
  • Best.Nr.: 22793421
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.12.2007

Entfesselte Freibeuter, neue Ängste
Netz oder Raum oder beides? Niels Werber macht die Literaturwissenschaft für geopolitische Fragen fruchtbar
Wie verhält es sich nun mit der Neuen Weltordnung? Wird sie eine räumliche sein oder nicht? Stehen die Kulturen und Mächte der Welt auf ihren über Jahrhunderte gewachsenen tektonischen Platten gegeneinander und bedrängen sich, oder haben die mit Lichtgeschwindigkeit operierenden, allgegenwärtigen neuen Medien den Erdball endgültig zum ausdehnungslosen Punkt schrumpfen lassen? Sehen wir dank steigender Vernetzung im hierarchielosen Rhizom dem dauernden Frieden zwischen gleichberechtigten Teilhabern entgegen, oder schafft die neue Technik neue Exklusionen und erweist sich die gesteigerte Nähe als quetschende Enge, die den schlimmsten aller Konflikte auslöst, den Krieg von Nachbarn, die keine Chance haben, einander aus dem Weg zu gehen?
Offenbar beides zugleich; das World Wide Web, das keine Grenzen kennt, expandiert ungefähr im selben Rhythmus wie die allerorten ins Kraut schießenden Grenzzäune. Die mit den modernsten Techniken operierende Globalmacht USA bekommt unter Aufbietung aller Kräfte ein relativ …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.12.2007

Auf die Bücherbrücke! Land in Sicht!

Niels Werber sucht nach den Grundlagen der von den Kulturwissenschaften längst für obsolet erklärten und doch im Geheimen ungebrochen fortwirkenden Geopolitik. Fündig wird er in der Literatur.

Der Bochumer Literaturwissenschaftler Niels Werber gehört zu den anregendsten, belesensten und stilsichersten Vertretern seiner Profession. Mit seiner neuesten Monographie, in der er sich von seiner systemtheoretischen Sozialisation frei macht, beweist er diesen Ruf einmal mehr. Allerdings sind es weniger die virtuos verschränkten theoretischen Großkonzepte - alles, was in den Kulturwissenschaften der letzten Jahre en vogue war -, sondern vielmehr seine genauen und zugleich kreativen Lektüren literarischer (und filmischer) Werke, die dem Buch ihren Reiz verleihen.

So vielschichtig und verwinkelt Werbers Argumentation im Detail ist, fußt die Abhandlung doch auf einer basalen Dichotomie. Werbers Zentralbefund lautet: Land unter in den Kulturwissenschaften. Wirklich überwunden worden sei die zur Zeit des Ersten Weltkriegs im Rückgriff auf die Überlegungen Friedrich Ratzels entwickelte Sammeldisziplin Geopolitik …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

"Unterm Strich hält Christian Jäger dieses Buch für "lesbar und lesenswert", in dem Niesl Werber dem Anspruch und Zugriff von Macht auf Raum nachgeht, wie er sich auch in der Literatur manifestiert. Überzeugend findet er, wie Werber die Diskurse über "Raum, Krieg und die Geschichte der Medien" darstellt, und attestiert dem Autor analytische wie stilistische Qualität. Nur mit der Gewichtung der historischen Vorläufer der Debatte ist Jäger nicht ganz einverstanden. Hier hätte er sich "weniger Carl Schmitt, mehr Komplexität und Genauigkeit" gewünscht. Doch der Rezensent gesteht Werber auch gleich im nächsten Satz zu, dass es dem Lesevergnügen nicht gut getan hätte, wenn der Autor, wie es für eine größere analytische Präzision vonnöten gewesen wäre, die "begriffliche Systematik von Deleuze/ Guatarri rekonstruiert" hätte.

© Perlentaucher Medien GmbH"

.
Niels Werber ist Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Siegen. Er studierte Germanistik und Philosophie und lehrte an zahlreichen in- und ausländischen Universitäten. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Soziale Insekten, Selbstbeschreibungsformeln der Gesellschaft, Literatur und ihre Medien sowie Geopolitik der Literatur.

Andere Kunden interessierten sich auch für

3 Marktplatz-Angebote für "Die Geopolitik der Literatur" ab EUR 12,80

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
12,80 1,80 Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung McBook Inhaber:Berthold Niehaus 100,0% ansehen
18,90 7,80 Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Bücher Eule 100,0% ansehen
21,00 1,90 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung Antiquariat Wolfgang Rüger 99,8% ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema

Artikelseite zu "Die Geopolitik der Literatur" Drucken

Niels Werber 

Die Geopolitik der Literatur

Die Geopolitik der Literatur - Werber, Niels

Eine Vermessung der medialen Weltraumordnung

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
  • EUR 24,90
  • Alle Preise inkl. MwSt.
  • 25 Webmiles sammeln
  • nicht lieferbar
  • Führen wir nicht mehr

Produktinformation
  • Verlag: Hanser
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 333 S.
  • Seitenzahl: 333
  • Deutsch
  • Abmessung: 22 cm
  • Gewicht: 555g
  • ISBN-13: 9783446209473
  • ISBN-10: 3446209476
  • Best.Nr.: 22793421

Produktbeschreibung zu "Die Geopolitik der Literatur"

Kurzbeschreibung

Zu allen Zeiten haben die Literatur und andere Medien Landkarten realer und imaginärer Weltgegenden entworfen. Ob in Heinrich von Kleists Hermannsschlacht, Herman Melvilles Moby-Dick oder J.R.R. Tolkiens Herr der Ringe: Der Leser findet sich mittels künstlicher Kartographien in der Welt der Fiktionen zurecht. Es sind Bilder von guten und bösen, zivilisierten und barbarischen Weltteilen, die sich in die Köpfe der Leser einprägen, ihren Blick auf die Wirklichkeit verändern und zu Weltanschauungen, Ideologien und politischen Programmen verdichten. Daher liegt es nicht allein im literaturwissenschaftlichem Interesse, diese imäginären Territorien zu vermessen.

07.12.2007

Auf die Bücherbrücke! Land in Sicht!

Niels Werber sucht nach den Grundlagen der von den Kulturwissenschaften längst für obsolet erklärten und doch im Geheimen ungebrochen fortwirkenden Geopolitik. Fündig wird er in der Literatur.

Der Bochumer Literaturwissenschaftler Niels Werber gehört zu den anregendsten, belesensten und stilsichersten Vertretern seiner Profession. Mit seiner neuesten Monographie, in der er sich von seiner systemtheoretischen Sozialisation frei macht, beweist er diesen Ruf einmal mehr. Allerdings sind es weniger die virtuos verschränkten theoretischen Großkonzepte - alles, was in den Kulturwissenschaften der letzten Jahre en vogue war -, sondern vielmehr seine genauen und zugleich kreativen Lektüren literarischer (und filmischer) Werke, die dem Buch ihren Reiz verleihen.

So vielschichtig und verwinkelt Werbers Argumentation im Detail ist, fußt die Abhandlung doch auf einer basalen Dichotomie. Werbers Zentralbefund lautet: Land unter in den Kulturwissenschaften. Wirklich überwunden worden sei die zur Zeit des Ersten Weltkriegs im Rückgriff auf die Überlegungen Friedrich Ratzels entwickelte Sammeldisziplin Geopolitik …

mehr

21.12.2007

Entfesselte Freibeuter, neue Ängste
Netz oder Raum oder beides? Niels Werber macht die Literaturwissenschaft für geopolitische Fragen fruchtbar
Wie verhält es sich nun mit der Neuen Weltordnung? Wird sie eine räumliche sein oder nicht? Stehen die Kulturen und Mächte der Welt auf ihren über Jahrhunderte gewachsenen tektonischen Platten gegeneinander und bedrängen sich, oder haben die mit Lichtgeschwindigkeit operierenden, allgegenwärtigen neuen Medien den Erdball endgültig zum ausdehnungslosen Punkt schrumpfen lassen? Sehen wir dank steigender Vernetzung im hierarchielosen Rhizom dem dauernden Frieden zwischen gleichberechtigten Teilhabern entgegen, oder schafft die neue Technik neue Exklusionen und erweist sich die gesteigerte Nähe als quetschende Enge, die den schlimmsten aller Konflikte auslöst, den Krieg von Nachbarn, die keine Chance haben, einander aus dem Weg zu gehen?
Offenbar beides zugleich; das World Wide Web, das keine Grenzen kennt, expandiert ungefähr im selben Rhythmus wie die allerorten ins Kraut schießenden Grenzzäune. Die mit den modernsten Techniken operierende Globalmacht USA bekommt unter Aufbietung aller Kräfte ein …

mehr

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

10.10.2007

"Unterm Strich hält Christian Jäger dieses Buch für "lesbar und lesenswert", in dem Niesl Werber dem Anspruch und Zugriff von Macht auf Raum nachgeht, wie er sich auch in der Literatur manifestiert. Überzeugend findet er, wie Werber die Diskurse über "Raum, Krieg und die Geschichte der Medien" darstellt, und attestiert dem Autor analytische wie stilistische Qualität. Nur mit der Gewichtung der historischen Vorläufer der Debatte ist Jäger nicht ganz einverstanden. Hier hätte er sich "weniger Carl Schmitt, mehr Komplexität und Genauigkeit" gewünscht. Doch der Rezensent gesteht Werber auch gleich im nächsten Satz zu, dass es dem Lesevergnügen nicht gut getan hätte, wenn der Autor, wie es für eine größere analytische Präzision vonnöten gewesen wäre, die "begriffliche Systematik von Deleuze/ Guatarri rekonstruiert" hätte.

© Perlentaucher Medien GmbH"

Rezension

.

Autorenporträt zu "Niels Werber"

Niels Werber ist Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Siegen. Er studierte Germanistik und Philosophie und lehrte an zahlreichen in- und ausländischen Universitäten. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Soziale Insekten, Selbstbeschreibungsformeln der Gesellschaft, Literatur und ihre Medien sowie Geopolitik der Literatur.

Mehr zum Thema
3 Marktplatz-Angebote für "Die Geopolitik der Literatur" ab EUR 12,80
Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
12,80 1,80 Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung McBook Inhaber:Berthold Niehaus 100,0% ansehen
18,90 7,80 Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Bücher Eule 100,0% ansehen
21,00 1,90 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung Antiquariat Wolfgang Rüger 99,8% ansehen

nach oben

Berufliche Fort- und WeiterbildungGeisteswissenschaftenInformatikKunst & KunstgeschichteMedizin & PharmazieNaturwissenschaftenRechtswissenschaftenSozialwissenschaftenSprachwissenschaft & PhilologienTechnische WissenschaftenWirtschaftswissenschaften