Die Europafalle - Martin, Hans-Peter

Hans-Peter Martin 

Die Europafalle

Das Ende von Demokratie und Wohlstand

Mitarb.: Martin Ehrenhauser
Gebundenes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
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Produktbeschreibung zu Die Europafalle

Die politische Elite in der EU versagt. So frißt die Globalisierung den breiten Wohlstand. Wie kann Europa dennoch gerettet werden? Dieses Buch präsentiert überraschende Lösungen.

Brüssel ist ungleich bedeutsamer als Berlin: Vier von fünf wichtigen politischen Entscheidungen, die uns betreffen, fallen in der EU-Hauptstadt – aber durch wen? Hans-Peter Martin, Europa-Rebell und EU-Abgeordneter, zeigt, daß Lobbyisten und Beamte an der Macht sind. Die politische Elite kümmert sich lieber um sich selbst als um den Traum eines fairen, sozialen Europas. Demokratisch ist das nicht, aber teuer. Die Deutschen zahlen für eine EU, die aus den Fugen geraten ist. Viel zu viele und falsche Richtlinien, skandalöse Abläufe, überflüssige Institutionen, eine vorschnelle Osterweiterung, eine untaugliche EU-Verfassung, der Streit um die Türkei – und nie wird das Volk gefragt. Der Autor durchbricht das Tabu, das EU-Kritik in Deutschland aus historischen Gründen oft umgibt. Seine herausfordernde These: Nein zu dieser EU, aber ja zu Europa.



Produktinformation


  • Verlag: Piper
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 283 S. m. Tab. u. 1 farb. graf. Darst.
  • Seitenzahl: 283
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 135mm x 27mm
  • Gewicht: 422g
  • ISBN-13: 9783492046718
  • ISBN-10: 3492046711
  • Best.Nr.: 20756789

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Nicht in der Sache, in der Form der Darstellung steckt für Frank Decker das Problem dieses Buches. Die Auslassungen des EU-Abgeordneten und -Kritikers Hans-Peter Martin über den Wasserkopf der EU, die Undurchschaubarkeit des Rätesystems und den Brüsseler Lobbyismus findet Decker gar nicht so falsch. Des Autors Insiderperspektive öffnet ihm mitunter die Augen. Und Martins "provokative" Verbesserungsvorschläge, meint er, weisen "in die richtige Richtung". Schlimm findet Decker die Maßlosigkeit und Blindheit gegenüber den durch die EU beförderten Fortschritten in Demokratie, Freiheit und Wohlstand, mit der Martin den "größtmöglichen" Gegensatz zwischen Idee und Realität der EU konstruiert. Für Decker Populismus pur. Und alles andere als konstruktiv.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.05.2009

Europa einen Sinn verleihen
Vorwiegend skeptische Bestandsaufnahmen des kontinentalen Zustands
Der Termin rückt näher – und kaum einer merkt es. Die bevorstehende Europawahl wird in Deutschland höchstens als Zwischenetappe im Superwahljahr 2009 wahrgenommen, nicht als entscheidendes Ereignis für den Brüsseler Politikbetrieb, geschweige denn für die Zukunft der Integration. Umso beachtlicher sind die Neuerscheinungen zur Bestandsaufnahme der EU.
Allerdings eher entmutigend wirkt Hans-Peter Martins „Europafalle”. Der österreichische Politiker, Vertreter seines Landes im europäischen Parlament, spricht übelgelaunt vom „Inzuchtsystem Brüssel”. Die EU sei von faulen Profiteuren regiert, die ihre Entscheidungen mehr auf Spesen und Tagesgelder als auf das Interesse der Bürger orientierten. Während die Lobbyisten die „Herren der Verträge” seien, herrsche im ganzen EU-Land Verantwortungslosigkeit, Unterwürfigkeit gegenüber der Wirtschaft und Parteigehorsam, gepaart mit Geheimnistuerei und Klientelismus. Europa habe als demokratische Utopie versagt; als Krisenmanager in stürmischen Zeiten stehe es nicht besser da.
Die Liste der oft …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.06.2009

Enthüllend und realitätsfremd
Hans-Peter Martins Innenblick des EU-Parlamentarismus

Mit 18 Prozent der Stimmen ist die europakritische "Liste Dr. Martin" des EU-Abgeordneten, Journalisten und Buchautors Hans-Peter Martin bei der Europawahl am 7. Juni in Österreich eindrucksvoll bestätigt worden. Martin kann sich damit das Verdienst zuschreiben, einen weiteren Anstieg der rechtspopulistischen Euroskeptiker in seinem Heimatland verhindert zu haben. Von diesen unterscheidet ihn eine proeuropäische Grundhaltung, die den europapolitischen Quereinsteiger allerdings nicht davon abhält, den Zustand der real existierenden EU umso entschiedener zu geißeln. Neben den Räten und der Kommission, die als Inbegriff des Brüsseler Molochs schon immer eine begehrte Zielscheibe der EU-Gegner abgaben, hat er es dabei insbesondere auf seine Parlamentskollegen abgesehen. Diese werden als "verkommene Elite" bloßgestellt, die sich an üppig fließenden Tagegeldern und Aufwandsentschädigungen hemmungslos bereichere, statt ihrer eigentlichen Arbeit nachzugehen.

Das Problem dieser Kritik liegt nicht darin, dass sie in der Sache völlig falsch wäre. Nachdem der …

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Dr. jur. Hans-Peter Martin, 1957 in Bregenz/Österreich geboren, ist seit 1986 "Spiegel"-Redakteur. Er ist Korrespondent in Südamerika, lebt aber in Wien.

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