Die Basar-Ökonomie - Sinn, Hans-Werner

Hans-Werner Sinn 

Die Basar-Ökonomie

Deutschland: Exportweltmeister oder Schlusslicht?

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Produktbeschreibung zu Die Basar-Ökonomie

In Deutschland findet derzeit eine fortschreitende Verlagerung industrieller Arbeitsplätze in Niedriglohnländer statt. Es werden Teile billig im Ausland produziert und aufgekauft, in Deutschland endmontiert, mit "Made in Germany" versehen und teuer verkauft. Das ist zwar gut für die Exportstatistik, aber schlecht für die Arbeitslosenzahlen und, wie sich immer häufiger zeigt, schlecht auch für die Wettbewerbsfähigkeit, so Hans-Werner Sinn. Er schlägt einen anderen Weg vor, um ein höheres wirtschaftliches Wachstum und zurückgehende Arbeitslosigkeit zu erreichen. Überzeugend legt der Ifo-Chef dar, warum sich die politische Macht den ökonomischen Verteilungsgesetzen stellen muss, wenn Deutschland nicht zum Verlierer der Globalisierung werden will.



Produktinformation


  • Verlag: ECON
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 247 S. m. Farbabb.
  • Seitenzahl: 247
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 143mm x 22mm
  • Gewicht: 524g
  • ISBN-13: 9783430185363
  • ISBN-10: 343018536X
  • Best.Nr.: 14442907

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Überzeugend findet der "pra." zeichnende Rezensent dieses Buch über die Ursachen der anhaltenden Malaise der deutschen Volkswirtschaft. Den Autor Hans-Werner Sinn, Professor an der Universität München und Präsident des Ifo-Instituts, würdigt er als "Meister der fundierten Provokation". Getreulich referiert der Rezensent die Thesen des Wirtschaftsprofessors. Der erkläre insbesondere, weshalb die deutsche Industrie Exportweltmeister" sein und die Volkswirtschaft dennoch in der Krise stecken kann. Als gemeinsame Ursache mache Sinn überhöhte und unflexible Löhne und Sozialabgaben aus. Die deutsche Exportstärke entlarve er als eine populäre Schutzbehauptung dafür, dass die Lage in Deutschland gar nicht so schlecht, Reformen mithin überflüssig seien. "Insofern hat Deutschland", sekundiert der Rezensent pflichtschuldig, "entgegen einer Behauptung der künftigen Bundeskanzlerin Merkel nicht nur ein Umsetzungs-, sondern durchaus auch ein Erkenntnisproblem."

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.11.2005

Wirtschaftsbuch
Das Problem oder die Lösung
Hans-Werner Sinn, der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, ist derzeit der einflussreichste Ökonom Deutschlands. Seine Popularität verdankt er dem Talent, komplizierte Sachverhalte einprägsam zu formulieren. Immer wieder erringt er Meinungsführerschaft durch eigene, zuweilen eigenwillige Begriffe. Ein Beispiel ist die „Basarökonomie”. Mit diesem Begriff beschreibt Sinn die Beobachtung, dass Deutschland zwar Export-Vizeweltmeister ist, gleichzeitig aber immer mehr Vorleistungen importiert und so der deutsche Anteil an der Wertschöpfung in den exportierten Gütern sinkt. Dem Professor kommt das Verdienst zu, diesen inzwischen unbestrittenen Tatbestand beschrieben und in die politische Debatte eingeführt zu haben. Basarökonomie - das passt zu den Sorgen der Menschen vor der Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Osteuropa und China.
Die Fakten dabei sind unstrittig, der Streit geht darum, wie diese zu deuten sind. Für die meisten Ökonomen ist die Eingliederung eines Landes in die internationale Arbeitsteilung eine gute Sache, sie sorgt für Effizienzgewinne und sichert dadurch langfristig auch inländische …

Weiter lesen

»Bei Sinn findet sich profundes Material zum Verständnis der deutschen Krankheit.« Die Welt »Einer der besten Ökonomen unseres Landes.« Handelsblatt »Glaubwürdige, statistisch untermauerte Argumentation für Top-Manager und Politiker« Capital »Auch gerade wer Sinns These nicht teilt, sollte die Basar-Ökonomie als wichtiges Element in der Debatte lesen.« Süddeutsche Zeitung »Sinns Warnung ist überzeugend ... Sinns Buch sollte zur Pflichtlektüre für die Seehofers dieser Welt werden.« Rolf Ackermann für Wirtschaftswoche »Wie kein zweiter der ökonomischen Institutspräsidenten versteht es Sinn, seine Sichtweise der Dinge dem Leser in klarer Schreibe deutlich zu machen.« Rheinischen Merkur
Hans-Werner Sinn ist Professor für Nationalökonomie und Finanzwirtschaft und Präsident des renommierten Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung in München. Er war Vorsitzender des traditionsreichen Vereins für Sozialpolitik und hat unzählige Fachartikel und -bücher geschrieben. Als Finanzexperte ist er ein gefragter Gesprächspartner in der Politik und bei den Medien.

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