Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension
Ein gewisser Optimismus, dass auf den arabischen Frühling kein harter Winter folgen wird, scheint sich für Michael Thumann auch unter den Analysten langsam zu verbreiten. Kaum hat sich der politische Wandel vollzogen, haben auch schon die ersten Chronisten ihre Bücher veröffentlicht. Der Sammelband "Die arabischen Revolutionen" herausgegeben von Frank Nordhausen und Thomas Schmid gibt für Thumann nicht nur einen umfassen Überblick über die politischen Umwälzungen, sondern zeichnet auch deren Vorgeschichte nach. Anhand von Tagebüchern haben die Autoren eindrucksvoll herausgearbeitet, wie in den einzelnen Staaten aus Protest eine Bewegung und schließlich eine Revolution entstanden ist.
© Perlentaucher Medien GmbH
Die zehn Autoren zeichnen in ihren gut lesbaren Beiträgen über die einzelnen Länder die Ereignisse nach und liefern die notwendigen Hintergründe zu deren Verständnis. (...) Jedes Land ist ein Sonderfall. Es ist eine der Stärken dieses Buches, dies zu beleuchten und nicht alles, was unter dem Label "arabischer Frühling" läuft, unter dem Aspekt Jugend & Facebook abzuhandeln. Beate Seel, taz Umfassend, verständlich, aktuell die beste Darstellung, gerade durch die Vielzahl der beteiligten Autoren. ekz Einkaufzentrale der Bibliotheken Die Vereinzelung der Länder ist das große Verdienst jener zehn Autoren, Journalisten und Wissenschaftler, die während der kritischen Tage und Wochen im Frühjahr vor Ort waren. Die zweite Würdigung gehört den detailreichen Einblicken in die Grundstruktur der jeweiligen Gesellschaft. Wolfgang Sotill, Kleine Zeitung (Österreich) Nordhausen und Schmid zeichnen in bewegenden Bildern den Gang der Revolutionen nach. Sie zeigen auch, dass die Aufstände wichtige Vorläufer in der lange ignorierten Protestbewegung der Jahre zuvor hatten. Michael Thumann, Die ZEIT
Beate Seel begrüßt diesen von Frank Nordhausen und Thomas Schmid herausgegebenen Band über die Revolution in den arabischen Ländern. Die Autoren stellen die revolutionären Entwicklungen in den einzelnen Ländern ihrer Ansicht nach überzeugend dar und liefern auch die zum Verständnis nötigen Hintergründe. Seel hebt hervor, dass nicht nur die Ähnlichkeiten im demokratischen Aufbruch beleuchtet werden, sondern auch die teils erheblichen Unterschiede. Zudem lobt sie die gute Lesbarkeit und den differenzierten Blick der Beiträge.
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Die zehn Autoren zeichnen in ihren gut lesbaren Beiträgen über die einzelnen Länder die Ereignisse nach und liefern die notwendigen Hintergründe zu deren Verständnis. (...) Jedes Land ist ein Sonderfall. Es ist eine der Stärken dieses Buches, dies zu beleuchten und nicht alles, was unter dem Label »arabischer Frühling« läuft, unter dem Aspekt Jugend & Facebook abzuhandeln. Beate Seel, taz Umfassend, verständlich, aktuell die beste Darstellung, gerade durch die Vielzahl der beteiligten Autoren. ekz – Einkaufzentrale der Bibliotheken Die Vereinzelung der Länder ist das große Verdienst jener zehn Autoren, Journalisten und Wissenschaftler, die während der kritischen Tage und Wochen im Frühjahr vor Ort waren. Die zweite Würdigung gehört den detailreichen Einblicken in die Grundstruktur der jeweiligen Gesellschaft. Wolfgang Sotill, Kleine Zeitung (Österreich)
Frank Nordhausen, Jahrgang 1956, studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie in Berlin. Bis 1996 war er als freier Journalist und Autor tätig und veröffentlichte zahlreiche Beiträge für Spiegel, Stern und Zeit. Seit 1996 ist er Reporter der Berliner Zeitung. Er unternahm mehrfach Aufenthalte in Krisengebieten, u. a. 2003 im Irak.