Produktbeschreibung zu Die Angst des weißen Mannes
Die Wahl eines amerikanischen Präsidenten mit afrikanischen Wurzeln
und pazifischer Heimat ist Sinnbild eines tiefgreifenden Wandels,
der weit über die USA hinausweist. Der fünfhundertjährige Siegeszug
des »weißen Mannes« ist Geschichte. Die ehemals koloniale Welt ist
im Aufbruch begriffen - demographisch, wirtschaftlich, politisch.
Dabei wendet sie sich vom Westen ab, sucht neue Leitbilder, besinnt
sich auf eigene Stärken und Traditionen. Die Maßstäbe der Welt
werden zurecht gerückt, die Verlierer von einst sind die Gewinner
von morgen.
Mit dem ihm eigenen Gespür für welthistorische Veränderungen
schildert Peter Scholl-Latour seine jüngsten Eindrücke aus
Südostasien und Lateinamerika, den beiden dynamischsten Regionen
des neuen Zeitalters. Eindrucksvoll gelingt es ihm, die aktuellen
Konflikte und Umbrüche dieser Länder vor dem Hintergrund ihrer
kolonialen Vergangenheit zu beleuchten. Mit profundem Wissen spürt
er dem verblassenden Erbe der holländischen, portugiesischen oder
spanischen Kolonisten nach, das zunehmend überlagert wird vom
erwachenden Selbstbewusstsein der einstigen Kolonialvölker und vom
wachsenden Einfluss der neuen Weltmacht China. Wer verstehen will,
wie sich die Welt heute verändert, der findet hier dank der
sechzigjährigen Erfahrung Peter Scholl-Latours als Chronist des
Weltgeschehens und seiner beispiellosen Kenntnis der Länder dieser
Erde verlässliche Auskunft.
Produktinformation
- Verlag: Propyläen
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 457 S., 38 meist farb. Abb. u. Ktn. auf Taf.
- Seitenzahl: 457
- Deutsch
- Abmessung: 220mm x 146mm x 41mm
- Gewicht: 742g
- ISBN-13: 9783549073315
- ISBN-10: 3549073313
- Best.Nr.: 26372667
 | Besprechung von 21.12.2009 |
Ihr Auftritt, Herr Scholl-Latour!Packende Reportagen zum Rückzug des weißen MannesSeit Oswald Spengler den Untergang des Abendlandes beschworen hat, sind Abgesänge populär. Auch heute wieder! Eine neue journalistische Variante hat Peter Scholl-Latour mit diesem schönen Buch vorgelegt - eine "Saga des Niedergangs". Der Autor hat den Rückzug des weißen Mannes in den vergangenen Jahrzehnten anfangs, im Indochina-Krieg, mit der Waffe in der Hand und dann mit Mikrofon und Kamera begleitet. So wie der portugiesische Nationaldichter Luís Vas de Camões in seinen "Lusiaden" im 16. Jahrhundert den Auf- und Abstieg seines Landes in zehn Gesängen besungen hat, besingt der Barde Scholl-Latour die "Wachablösung" in der Welt von heute in acht Gesängen samt einem Präludium und einem Epilog. Verfasst ist sein Werk freilich nicht in Versen, sondern in jener Prosa, deren unverwechselbare Melodie den Zeitgenossen aus unzähligen Radio- und Fernsehsendungen vertraut ist und beim Lesen mitklingt. Unverwechselbar ist auch die Kombination aus aktueller Reportage vor Ort und Erläuterung der politischen und kulturellen Weltlage - mit historischen Reflexionen, die …
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Nicht dass es sich bei diesem Buch von Peter Scholl-Latour um einen Abgesang, ein populäres Genre, handelt, macht dem Rezensenten die größte Freude. Es ist dieser spezielle Scholl-Latourismus. Für Werner Link eine Art von Gesang, weil die unverwechselbare Melodie des Radio- und Fernsehmannes Scholl-Latour immer mitswingt. So einzigartig wie groovy findet Link auch den Mix aus aktueller Reportage, historischer Reflexion und dem enzyklopädischen Wissen des Autors. Da treten die anstrengenden ständigen Orts- und Zeitwechsel und die apokalyptische Klage über den Niedergang des weißen Mannes zum Glück in den Hintergrund. Übrig bleiben unterhaltsame, lehrreiche Geschichten aus Bali, Java, Kasachstan, garniert mit der ein oder anderen kritischen Bemerkung zur deutschen Gegenwart und Vergangenheit - und die liest Link mit Genuss.
© Perlentaucher Medien GmbH
"Unter den großen Ego-Monstern des deutschen Journalismus ist Peter Scholl-Latour das schillerndste - aber eben auch das klügste: wer außer dem listenreichen Scholl-Latour käme in Zeiten der politischen Korrektheit schon auf die Idee, seine aufgehübschten Postkarten aus mehr oder minder beliebigen Destinationen wie Neuseeland, den Philippinen oder Indonesien unter dem Signet "Die Angst des weißen Mannes" zu vermarkten? Weil aber "Frechheit siegt!" nicht nur im Leben, sondern auch im Sachbuch ein guter Rat ist, deshalb erringt Scholl-Latour mit diesem Buch wieder mal einen Pflichtsieg." (Druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck, ARD)
"Wer verstehen will, wie sich die Welt heute verändert, was Globalisierung wirklich heißt, und wer sich reiben will an provokanten Thesen, der findet hier verlässliche Auskünfte. Scholl-Latour ist ein guter Erzähler, er doziert nicht. Er schreibt bei aller Komplexität der Gegenstände einen verständlichen Stil, er ist einer, der wirklich noch die Welt erklärt, und er lässt uns sinnlich an seinem Wissen teilhaben." Kulturradio / Salli Sallmann / 5.11.2009 "Der Titel ist fast ein Tabu-Bruch, denn die politische Korrektheit verbietet diesen Begriff wegen Rassismusverdachts. Aber an Mut hat es Scholl-Latour noch nie gefehlt, und seine jahrzehntelange Kenntnis über die Länder und Brennpunkte rund um den Erdball erlaubt ihm eigenständiges Denken." Krone bunt / 29.11.2009
»Wer verstehen will, wie sich die Welt heute verändert, was Globalisierung wirklich heißt, und wer sich reiben will an provokanten Thesen, der findet hier verlässliche Auskünfte. Scholl-Latour ist ein guter Erzähler, er doziert nicht. Er schreibt bei aller Komplexität der Gegenstände einen verständlichen Stil, er ist einer, der wirklich noch die Welt erklärt, und er lässt uns sinnlich an seinem Wissen teilhaben.« Kulturradio / Salli Sallmann / 5.11.2009 »Der Titel ist fast ein Tabu-Bruch, denn die politische Korrektheit verbietet diesen Begriff wegen Rassismusverdachts. Aber an Mut hat es Scholl-Latour noch nie gefehlt, und seine jahrzehntelange Kenntnis über die Länder und Brennpunkte rund um den Erdball erlaubt ihm eigenständiges Denken.« Krone bunt / 29.11.2009
»Wer verstehen will, wie sich die Welt heute verändert, was Globalisierung wirklich heißt, und wer sich reiben will an provokanten Thesen, der findet hier verlässliche Auskünfte. Scholl-Latour ist ein guter Erzähler, er doziert nicht. Er schreibt bei aller Komplexität der Gegenstände einen verständlichen Stil, er ist einer, der wirklich noch die Welt erklärt, und er lässt uns sinnlich an seinem Wissen teilhaben.« Kulturradio / Salli Sallmann / 5.11.2009 »Der Titel ist fast ein Tabu-Bruch, denn die politische Korrektheit verbietet diesen Begriff wegen Rassismusverdachts. Aber an Mut hat es Scholl-Latour noch nie gefehlt, und seine jahrzehntelange Kenntnis über die Länder und Brennpunkte rund um den Erdball erlaubt ihm eigenständiges Denken.« Krone bunt / 29.11.2009
Peter Scholl-Latour, 1924 geboren, war nach seinem Studium zunächst Korrespondent für die ARD in Afrika und Indochina, dann Studioleiter in Paris, für einige Jahre auch Fernsehdirektor des WDR und Herausgeber des "Stern". Zahlreiche Buchveröffentlichungen unterstreichen seinen Ruf als kritischer Journalist. Für seine Arbeit wurde er u.a. mit dem Grimme-Preis und der Goldenen Kamera ausgezeichnet.
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