Der Weg in den neuen Kalten Krieg - Scholl-Latour, Peter
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Peter Scholl-Latour 

Der Weg in den neuen Kalten Krieg

Gebundenes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Der Weg in den neuen Kalten Krieg

Nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion trat der Westen als Sieger der Geschichte auf. Nato-Osterweiterung, Balkankriege, Afghanistan-Einmarsch oder Irak-Feldzug sie alle wurden ohne Rücksicht auf Russland oder andere Mächte in Szene gesetzt. Einer der wenigen, die diese Muskelspiele von Anfang an mit Skepsis beobachtet haben, ist Peter Scholl-Latour. Frühzeitig hat Deutschlands erfahrenster Kommentator des Weltgeschehens vor der Isolation Russlands, der Explosivität des Nahen und Mittleren Ostens, der Herausforderung durch China und der Überdehnung der westlichen Kräfte gewarnt. Auch die aktuellen Konflikte im Kaukasus, in Pakistan, im Iran oder im Osten Afrikas hat er seit langem vorausgesehen. Sie alle sind die Vorzeichen eines neuen Kalten Krieges zwischen Moskau, Peking und Washington, den der Westen nur verlieren kann.

Produktinformation


  • Verlag: Propyläen
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 349 S. 44 Farbabb. auf Taf.
  • Seitenzahl: 349
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 148mm x 40mm
  • Gewicht: 675g
  • ISBN-13: 9783549073575
  • ISBN-10: 3549073577
  • Best.Nr.: 25065757
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.05.2009

Meinungsstark
Peter Scholl-Latours Kaleidoskop
Die Mehrfachverwertung von Artikeln ist der legitime Versuch von Journalisten, ihre in der Regel nicht sehr großzügigen Honorare aufzubessern. Von Peter Scholl-Latour allerdings, kann ein redlicher Mehrfachverwerter noch viel lernen: Denn er hat für sein jüngstes Werk einfach ein „Kaleidoskop von Kommentaren, Fernsehdokumentationstexten, Reportagen und Interviews”, wie er ehrlich zugibt, in Buchform bringen lassen. All das, was dem in Deutschland als Verkörperung des tapferen und illusionslosen Auslandsreporters geltenden Scholl-Latour so eingefallen ist zum Lauf der Welt seit dem 22. Oktober 2001.
Damals hatte der Krieg zur Vertreibung der Taliban gerade begonnen, Scholl-Latour nennt seine Anfänge „brillant geführt”. Das kann man so sehen, und auch sonst hat er mit seinen knappen, allzu große Tiefe vermeidenden Analysen meist richtig gelegen; meinungsstark ist der alte Kämpe sowieso. In acht je ein Jahr umfassenden Kapiteln, die nach chinesischer Zählung („Jahr des Schweins”) benannt sind, durchschreitet Scholl-Latour den Kreis außenpolitischen Tuns und Lassens, soweit es die muslimische …

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"Heroischer Pessimismus ist das Markenzeichen des Peter Scholl-Latour. Der Mann ruht, wie kein zweiter, in sich selbst. Er zeigt alle Varianten von Gelassenheit, Altersweisheit, Ironie bis hin zu Zorn und Verachtung und manchmal lacht er über die Ahnungslosigkeit der Politiker, wo es um die Gewaltnatur der Politik, die Antriebskräfte der Menschen und die Kraft der Geopolitik geht. Heiß oder kalt - ein Drittes gibt es nicht im Denken des erfahrenen Welterklärers. Im Land der Träumer und Wolkenschieber ist der der Realist schlechthin, der weiß, wovon er spricht, der alles gesehen hat und der mit seinem Urteil nicht zurückhält, ob es um Russland geht, die Schluchten des Balkan oder die Minenfelder des Mittleren Ostens. Das macht ihn unbequem und zugleich populär." (Michael Stürmer, 2008)
"Peter Scholl-Latour ist der Tragiker unter den deutschen Journalisten. Für den Glauben an den Fortschritt hat er wenig übrig. Linke Utopien sind ihm so suspekt wie amerikanischer Missionsglaube. Westliche Interventionen wie in Afghanistan, die oft humanitär begründet werden, findet er zutiefst fragwürdig. Der Mensch 'ist das schlimmste Raubtier, das es jemals gegeben hat' urteilt er in seinem soeben erschienenen Buch 'Der Weg in den neuen Kalten Krieg'." (Die Zeit, 2008)

»Auf ganz unpolitologische Weise kommen scharfe politische Analysen zustande, die sich so spannend wie ein Abenteuerbericht lesen.« FAZ

»Auf ganz unpolitologische Weise kommen scharfe politische Analysen zustande, die sich so spannend wie ein Abenteuerbericht lesen.« FAZ

»Auf ganz unpolitologische Weise kommen scharfe politische Analysen zustande, die sich so spannend wie ein Abenteuerbericht lesen.« FAZ
Peter Scholl-Latour, 1924 geboren, war nach seinem Studium zunächst Korrespondent für die ARD in Afrika und Indochina, dann Studioleiter in Paris, für einige Jahre auch Fernsehdirektor des WDR und Herausgeber des "Stern". Zahlreiche Buchveröffentlichungen unterstreichen seinen Ruf als kritischer Journalist. Für seine Arbeit wurde er u.a. mit dem Grimme-Preis und der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

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Kundenbewertungen zu "Der Weg in den neuen Kalten Krieg"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Steffen aus Leutenbach am 01.03.2011 ***** sehr gut
Peter Scholl-Latour schlägt auch in diesem Buch wieder hervorragend eine Brücke zwischen historischen Fakten und aktuellem politischen und menschlichem Handeln. Dabei ist interessant, dass er meist von kleinen persönlichen Geschichten beginnend über einen historischen Rückblick zu den aktuellen Handlungen in der jeweiligen Region sich äußert. Aus seinen Erkenntnissen wagt er hier und da auch einen Blick in die Zukunft, der zum Nachdenken anregt.
Das Buch ist hervorragend für jeden, der nicht nur den regionalen Konflikt betrachten möchte, wie ihn die Tages- und Wochenpresse vermittelt. In diesem Buch wird immer wieder aus der regionalen Ebene herausgezoomt und der Gesamtzusammenhang und seine Auswirkungen betrachtet. An den Erfahrungen des Autors teilzuhaben, ist für jeden eine Erweiterung des Horizonts.

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