Artikelseite zu "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution" Drucken

Seyran Ates 

Der Islam braucht eine sexuelle Revolution

Der Islam braucht eine sexuelle Revolution - Ates, Seyran

Eine Streitschrift

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
  • EUR 19,90
  • Alle Preise inkl. MwSt.
  • 20 Webmiles sammeln
  • kaufen
  • Sofort lieferbar

Produktinformation
  • Verlag: Ullstein Hc
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 219 S.
  • Seitenzahl: 224
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 145mm x 28mm
  • Gewicht: 470g
  • ISBN-13: 9783550087585
  • ISBN-10: 3550087586
  • Best.Nr.: 26376606

Produktbeschreibung zu "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution"

Kurzbeschreibung

Sexualität im Islam ist von Verboten, Ängsten und Gewalt geprägt. Die Folgen sind fatal, und das nicht nur für die Einzelnen, sondern für eine ganze Kultur. Seyran Ates, fordert eine sexuelle Revolution im Islam, denn eine freie Gesellschaft braucht eine freie Lebensgestaltung.

Beschreibung

Musliminnen, die selbst entscheiden wollen, wen sie lieben, werden mit dem Tode bedroht. Muslime, die sich gegen eine arrangierte Ehe wehren, werden von ihren Familien verstoßen. Wer sich im Islam offen zu seiner Homosexualität bekennt, begibt sich in Lebensgefahr. Dennoch behauptet die islamische Welt, die bessere, die moralischere Religion zu haben. Einige religiöse Fanatiker bekämpfen den vermeintlich dekadenten Westen sogar mit Gewalt. Doch eine Gesellschaft, die freie Selbstbestimmung untersagt, ist in jeder Hinsicht rückschrittlich: In Bildung, Forschung und Wirtschaft sind muslimische Länder dem Westen deutlich unterlegen. Seyran Ates, plädiert für eine sexuelle Revolution im Islam. Genau wie die Frauen und Männer in westlichen Ländern, die in den 60er Jahren erfolgreich für ihre sexuelle Selbstbestimmung gekämpft haben, müssen sich auch die Musliminnen und Muslime ihre Rechte erstreiten. Nur so können Freiheit und Menschenwürde in der islamischen Welt wirklich gelebt werden.

30.01.2010

In der abgeschlossenen Tratschgesellschaft wird die Ehre schnell zum Problem

Müssen gleiche Rechte für muslimische Frauen in Deutschland mit Gewalt durchgesetzt werden? Seyran Ates möchte weniger Multikulturalismus und mehr Einsatz für universelle Werte sehen.

"Mein Mann macht mir das Leben zur Hölle." Wer mit offenen Augen und Ohren in einem von Türken, Arabern, Afghanen bewohnten Stadtteil lebt, wird bald Frauen mit blauen Flecken und Brandwunden zu sehen bekommen und Geschichten hören von rasend eifersüchtigen Männern, die jeden Blick ihrer Ehefrau, und Jungen, die jedes Gespräch ihrer Schwester kontrollieren. Naturgemäß seltener sind Berichte von Ehrenmorden. Auch Zwangsheiraten scheinen kaum noch vorzukommen. Im Gegenteil, oft sind es die Eltern, die sich einer zu frühen und dann wirklich unglücklichen Ehe zu widersetzen versuchen.

Aber die Konzentration der Diskussion auf Ehrenmorde und Zwangsheiraten ist unglücklich, weil sie hinter dem seltenen Extrem die alltägliche Gewalt gegen Frauen und Kinder verschwinden lässt. Gewiss darf man die Geschichten nicht alle glauben. Aufgeklärte oder arrivierte Migranten wollen sich von …

mehr

13.10.2009

Die Ehre ganzer Sippen lastet auf den Mädchen
Jungfrauenkult, Männlichkeitswahn, Geschlechterapartheid: Gegen muslimische Fanatiker und beratungsresistente Multi-Kulti-Ideologen kämpft die Anwältin Seyran Ates schon lange. Jetzt legt sie ein Plädoyer für eine sexuelle Revolution in der islamischen Welt vor
Es gibt Themen, die man zufällig findet, die herumliegen wie Strandgut und die man in einem Buch verarbeiten kann – oder auch nicht. Und es gibt Themen, in die einen das Leben mehr oder weniger hineintreibt, die einen verfolgen, die einen beherrschen, denen man ausgeliefert ist. Und denen man sich ausliefert.
So gesehen hatte die türkisch-kurdisch-deutsche Frauenrechtlerin und Autorin Seyran Ates vielleicht nie eine Wahl. Ich, der Islam und die Integration. Letztlich geht es in ihren Büchern und in ihrer Arbeit als Anwältin um nichts anderes. An diesen Themen arbeitet sie sich seit Jahren ab. Die einen verehren sie dafür, überschütten sie mit Menschenrechts- und Frauenrechts- und Zivilcouragepreisen. Die anderen verachten sie, die Islamkritikerin und Nestbeschmutzerin, als mediengeil und geltungssüchtig. Sie wurde bedroht, …

mehr

Perlentaucher-Notiz zur SZ-Rezension

13.10.2009

Ja, Seyran Ates polemisiert in ihrem neuen Buch, bemerkt Rezensentin Karin Steinberger und findet daran auch nichts auszusetzen. Mit Ehrenmorden, Jungfrauenkult und Männlichkeitswahn berichtet Ates über problematische Ausprägungen des Islams, die sich wohl nicht anders bekämpfen lassen. Dabei zitiert die Rezensentin die Autorin mit deren eigener Begründung: "Wer zu viel differenziert, differenziert Probleme weg." Im Westen hat man die sexuelle Revolution auch mit viel Wut vorangetrieben, weiß Steinberger, und Ates habe jetzt ein gleiches Recht darauf. Das Thema ist, wie Steinberger bemerkt, bis jetzt kaum diskutiert worden. Ates' direkter Ton könnte darum eine ausgezeichnete Anregung zur Diskussion sein. Keine neutrale Analyse, sondern eine Kampfansage, urteilt Steinberger.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Seyran Ates"

Seyran Ates, 1963 in Istanbul geboren, lebt seit 1969 in Deutschland. Sie ist Autorin und arbeitete bis 2006 als Rechtsanwältin mit eigener Kanzlei. 2003 erschien ihre Autobiographie 'Große Reise ins Feuer'. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Berliner Frauenpreis des Berliner Senats für Wirtschaft, Arbeit und Frauen (2004), die Ehrung zur Frau des Jahres durch den Deutschen Staatsbürgerinnen-Verband (2005) und den Ossip-K.-Flechtheim-Preis des Humanistischen Verbands Deutschland (2006). Seyran Ates lebt in Berlin.

nach oben

Fachbücher: