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Das Kapital
Ein Plädoyer für den Menschen
Unter Mitarb. v. Dr. Arnd Küppers.
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Pattloch
- 2008
- Ausstattung/Bilder: 2008. 319 S.
- Seitenzahl: 320
- Deutsch
- Abmessung: 43mm x 50mm x 30mm
- Gewicht: 555g
- ISBN-13: 9783629021557
- ISBN-10: 3629021557
- Best.Nr.: 23260666
Produktbeschreibung zu "Das Kapital"
Kurzbeschreibung
"Ein Kapitalismus ohne Menschlichkeit, Solidarität und
Gerechtigkeit hat keine Moral und auch keine Zukunft."
Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising
Text auf der Buchrückseite: Ist der Traum vom Wohlstand für alle in
einer marktwirtschaftlichen Ordnung ausgeträumt? Viele Menschen
fragen, was seinerzeit Karl Marx fragte: Dient das Kapital noch dem
Menschen oder dient der Mensch nur noch dem Kapital? Reinhard Marx,
Erzbischof von München und Freising, teilt mit Karl Marx zwar den
Nachnamen, nicht aber die Weltanschauung. Er denkt aus christlicher
Verantwortung darüber nach, wie es Gerechtigkeit, Freiheit und
Solidarität geben kann, in einer Welt, in der die Macht des Geldes
scheinbar grenzenlos ist.
Beschreibung
14.04.2009
Marx auf menschliche Weise
Ein Erzbischof liefert einen Gesellschaftsentwurf
Während Karl Marx in seinem "Kapital" die inneren
Widersprüche aufzeigt, an denen der Kapitalismus zugrunde gehe,
skizziert sein Namensvetter Reinhard Marx, Erzbischof von München
und Freising, einen gesellschaftlichen Entwurf, in dem menschliche
Freiheit, Würde und wirtschaftliche Effizienz im Sinne des
Gemeinwohls zusammenwirken. Er hat aber Verständnis, ja Sympathie
für die Kapitalismuskritik von Karl Marx: Was nütze es dem Armen,
wenn er zwar wie seine reichen Mitbürger die formalen
Freiheitsrechte wahrnehmen, sie aber materiell nicht nutzen
könne?
Freilich kann er in ein Land abwandern, das ihm größere
Entfaltungsmöglichkeiten verspricht, während Abwanderungswillige im
real existierenden Sozialismus daran durch Mauer und Stacheldraht
gehindert wurden. Dies ist der Punkt, an dem sich Reinhard Marx mit
seinem Namensvetter kritisch auseinandersetzt: Menschenbild und
Freiheitsverständnis. Karl Marx sieht menschliche Freiheit erst
dann realisiert, wenn die kapitalistische Produktionsweise
überwunden sei, in der die Besitzer der Produktionsmittel je für …
14.11.2008
Du sollst nicht betrügen und erst recht nicht ruinieren
Erzbischof Marx, die christlichen Soziallehrer und die Botschaften zur Finanzkrise: Wider das Kapital, aber zu viel Staat darf es auch nicht sein
Die soziale Marktwirtschaft ist auch ein Kind der christlichen Soziallehre. Katholiken, darunter Bischöfe und Päpste, dachten um die Mitte des 19. Jahrhunderts darüber nach, unter welchen Bedingungen der moderne Arbeitsprozess dem Menschen nicht zum Verhängnis gerät. Protestantische Politiker und Ökonomen, Ludwig Erhard und Alfred Müller-Armack zum Beispiel, entwickelten in der Nachkriegszeit viele dieser Einsichten praktisch weiter. Der Mensch, hieß es konfessionsübergreifend, müsse Mitte und Ziel der Wirtschaft sein, der Staat habe dem Wettbewerb einen Rahmen vorzugeben. Warum sind es da nur vereinzelte und sehr gemischte Stimmen, die sich heute an einer Neuformulierung der Ökonomie aus christlichem Geist versuchen?
Die Ausnahme von der Regel trägt einen provozierenden Titel. Die erste Auflage von „Das Kapital”, verfasst von Reinhard Marx, dem Bischof von München-Freising, war innerhalb einer Woche vergriffen. Mit markigen Worten fordert …
Kundenbewertungen zu "Das Kapital" von "Reinhard Marx"
Bewertung von Hartmut Zimmer aus Alzenau am 09.04.2009
Reinhard Marx plädiert für eine globale soziale Marktwirtschaft als dritten Weg zwischen Markt und Marx, für eine aktive staatliche Ordnungspolitik, aber auch für Evolution statt Revolution. Das gut ausgearbeitete Leitmotiv "Gerechtigkeit" ist der rote Faden, der sein Werk durchzieht. Eine ausschließliche Ausrichtung auf Gewinnmaximierung kann keinesfalls ein sinnvoller Weg sein. Sinn ergibt sich erst in ethischer Ausrichtung, über moralische Wertmaßstäbe. Damit trifft Reinhard Marx den richtigen Kern, den Nerv unserer Zeit. Angelehnt an Augustinus läßt sich fragen: Was ist eine Gemeinschaft ohne Gerechtigkeit anderes als eine Räuberbande? Auch eine Räuberbande verfügt ja bereits über einen Anführer, hat sich zu einer Gemeinschaft verabredet und teilt die Beute nach fester Übereinkunft. - Gelten die genannten Kriterien, die Augustinus auf Staaten bezog, nicht auch für jede heutige Gemeinschaft, nicht auch für heutige Großunternehmen und für diejenigen Mitglieder der ökonomischen Führungskaste, die an der Auslösung der Finanzkrise beteiligt waren? Reinhard Marx aber sucht am Ende stets den Konsens und möchte wohl am allerliebsten -ganz konsequent in seinem Denken- niemanden ausgrenzen, niemandem wirklich weh tun, möglichst zu jedem eine hübsche Brücke bauen. Er vertritt engagiert überzeugende Positionen, scheint dann aber zuweilen deutlich an Konsequenz zu verlieren, versteht er doch immer, dass der ein oder andere "Räuber" -leider, leider- sehr nachvollziehbar den ein oder anderen Einwand hegt, was es -abgewogenermaßen- natürlich zu berücksichtigen gelte... Aber will sich wirklich jeder der von Reinhard Marx deutlich benannten "Räuber" überhaupt mitnehmen zu lassen zu einer "gerechten" Ordnung? Woher auch sollten die "Räuber" nur so plötzlich den guten Willen zu ethisch-ehrenwertem Handeln nehmen..? Glaubwürdige Verhaltensänderungen setzen jedenfalls viel mehr voraus als zuweilen vorgetragene Proklamationen, im Angesicht der Finanzkrise vom Saulus zum Paulus geworden zu sein.
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12.11.2008
Der Autor ist der Erzbischof von München und Freising. Und belesen
ist er auch. Und das Buch ist zweifellos ein marketingtechnischer
Coup, räumt Christian Schlüter ein. Wieso Reinhard Marx dem Leser
allerdings mit Klagen über die exkludierende
Wohlstandsgesellschaft, den Moralverfall und die nötige
Reformierung des Systems in den Ohren liegt, leuchtet dem
Rezensenten nicht ein. Schlüter weiß das alles ja. Besser gefällt
ihm schon, wenn Marx seinen Appell an die eigene Kirche richtet.
Doch Vorsicht: In der vorgetragenen Auseinandersetzung mit dem
Marxismus schwingt für Schlüter auch ein Stück Kirchenpolitik mit.
Das wäre nicht so schlimm, legt der Rezensent nahe, wenn der Autor
seinem Namensvetter auf Augenhöhe begegnete. Doch die Art des
Bischofs, sich Marx zu nähern, erscheint Schlüter geschmäcklerisch
bis fahrlässig und der Marx'schen Philosophie und ihren
systematischen Grundierungen (Hegel!) jedenfalls nicht angemessen.
Das Buch liest er als "bemühte Koketterie ohne jeden
Erkenntnisgewinn".
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
Der Titel ist etwas hochtrabend: Die Namensgleichheit zwischen dem Verfasser des berühmten Kapitals von 1867 und ihm selbst nimmt Bischof Reinhard Marx zum Anlass, sein eigenes Buch ebenso zu nennen. Der etwas fade Gag könnte manchen dazu bewegen, das Werk gleich wieder wegzulegen. Zu Unrecht: Nach einer ziemlich bemühten Ansprache des Autors an den verstorbenen Namensvetter zeigt sich, dass Reinhard Marx zu mehr in der Lage ist, als aus seinem Namen Kapital zu schlagen. Aus seiner Streitschrift spricht ein christlicher Glaube, der mitten im Leben steht und dessen Fragen ungewohnt offen angeht. Marx sieht die wirtschaftlichen Verhältnisse mit klarem Blick, und er zieht daraus ebenso klare Schlüsse. Etwas unklar bleibt nur, wie es nach der Analyse weitergehen soll. Revolution ist wohl keine Lösung, doch als Alternative zu Marx (Karl) hätte man von Marx (Reinhard) etwas konkretere Ideen erwartet. Trotzdem: getAbstract empfiehlt das Buch allen, die sich für die sozialpolitische Position der Kirche interessieren – eine durchaus bedenkenswerte Position, jenseits von Marxismus und blinder Marktgläubigkeit.
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Autorenporträt zu "Reinhard Marx"
Professor Dr. theol. Reinhard Marx, 1979 zum Priester, 1996 zum Bischof geweiht. 1989-96 Direktor des Sozialinstituts 'Kommende' in Dortmund. 1996-2002 Weihbischof in Paderborn und Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät Paderborn. Erzbischof von München-Freising.
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