Das Ende der Privatsphäre - Schaar, Peter
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Peter Schaar 

Das Ende der Privatsphäre

Der Weg in die Überwachungsgesellschaft. Ausgezeichnet mit dem Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung, Das politische Buch 2008

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Produktbeschreibung zu Das Ende der Privatsphäre

Die rasante Entwicklung der Informationstechnologien geht einher mit einem wachsenden Kontrollbedürfnis. Peter Schaar warnt vor der Tendenz, den Einzelnen als Risikofaktor zu betrachten, der beobachtet, registriert und bewertet werden muss. Er skizziert, wie sich demokratische Staaten aus Angst vor Angriffen von außen und vor den eigenen Bürgern zu Überwachungsgesellschaften entwickeln. Ohne unser Wissen werden immer mehr Daten von uns im Internet gesammelt, zu "Profilen" verarbeitet und zu wirtschaftlichen und Informationszwecken ausgewertet. Passdaten sollen weitergegeben werden, private PCs werden von Geheimdiensten durchsucht. Ein brisantes Gemisch, das unsere Demokratie im Kern bedroht.

Peter Schaar ist seit 2003 Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Produktinformation


  • Abmessung: 20, 5 cm
  • Gewicht: 328g
  • ISBN-13: 9783570009932
  • ISBN-10: 3570009939
  • Best.Nr.: 22815275

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Peter Schaar ist der Bundesbeauftragte für Datenschutz. In diesem Band warnt er vor der Zunahme von Überwachungspraktiken. Natürlich schreibe hier jemand, der sich bestens auskennt, lobt der Rezensent Milos Vec, und zwar nicht nur mit den Fakten der "Terrorismusbekämpfung", sondern auch mit politisch-pragmatischer Überzeugungsarbeit. Den "moderaten Ton" findet Vec durchaus angenehm, er bedauert allerdings ein wenig, dass Schaar auf staatliche Überwachung fixiert bleibt und nicht ausführlicher auf die nach Vecs Meinung in Zeiten des Internet fast wichtigere "gesellschaftliche Selbstüberwachung" eingeht. An der Dringlichkeit des Anliegens hegt er ohnehin keinen Zweifel, vielmehr sieht er die Gesellschaft von Tendenzen bedroht, "kulturell erprobte Konventionen der Distanz" über Bord zu werfen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.10.2007

In der Ausforschungsgesellschaft
Wie viel Überwachung muss sein? Wolfgang Sofsky und Peter Schaar über die Grenzen der öffentlichen Neugier / Von Milos Vec

So eine Eröffnungsszene erwartet man eher im Roman als in einem Sachbuch. Wolfgang Sofsky schildert einen gewöhnlichen Tag im Leben des Anton B.: Herr Jedermann erwacht, arbeitet und kehrt wieder nach Hause zurück. Anders als in Ian McEwans "Saturday" sieht man den Abgrund des Daseins auch ohne eine benennbare Katastrophe. Sofsky hält es mehr mit Kafka und lässt den Leser unter der Normalität des Unheimlichen erschauern: Es ist die Allgegenwart der Beobachtung, die B. bedrückt, denn sie normalisiert seinen Selbstzwang. Anton B. ist nicht frei, weil er beobachtet wird.

Der Soziologe Sofsky hat seine zentrale Botschaft in dieser kurzen Erzählung mit dem Titel "Spuren" verdichtet. Sein Essay beschwört ebenso wie das schlanke Buch von Peter Schaar, des Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, emphatisch den Wert des Privaten. Der Zeitpunkt für diese beiden Interventionen könnte kaum besser gewählt sein. Bei jedem ihrer Perspektivwechsel können Sofsky und Schaar …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.10.2007

Der Staat ist nicht dein Freund
Terrorangst und abstrakte Gefährdungslage: Der Soziologe Wolfgang Sofsky und der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar sehen die Freiheit der Privatsphäre akut bedroht. Über die deutsche Angst vor dem Überwachungsapparat Von Johan Schloemann
Zwei Finger, ein sanfter Druck: Alt-F4. Das ist die Tastenkombination, mit der man im Computer-Betriebssystem „Windows” Programme beenden kann. Durch die Straßen von Berlin ziehen jetzt Menschen, die „Alt-F4” auf ihre Brust gedruckt haben. Sie demonstrieren damit für den Abbruch des Vorhabens, jene Verbindungsdaten für längere Zeit elektronisch zu speichern, welche wir alle mit unseren Bewegungen im Internet und unseren Telefongesprächen hinterlassen.
Der Sicherheitsapparat, so scheint es, kennt den Aus-Knopf, kennt die Löschtaste nicht. Mit immer größeren Einsichts- und Vorratsmaschinen drängt er, wie man schaudernd bei Michel Foucault liest, zur „infinitesimalen Kontrolle, welche die oberflächlichsten und flüchtigsten Erscheinungen des Gesellschaftskörpers zu erfassen sucht”. Das Aggregieren von Daten und von immer neuen Ermittlungsbefugnissen wirkt zwanghaft. Die …

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"Schaar sieht das Ende der persönlichen Freiheit aufziehen, und findet dafür treffliche Beweise. Das ist ein wichtiges Buch, weil das Argument, wer nichts zu verbergen habe, sich vor Kontrolle nicht zu fürchten habe, ins Leere zielt." Salzburger Nachrichten

"Das Buch ist informativ und trotz komplizierter Marterie sehr gut lesbar. Die Entwicklung umzukehren, wie der Autor hofft, ist wohl illusionär, aber wenigstens wissen wir dann, was uns blüht."

"Peter Schaar: Big Brothers härtester Gegner."
Peter Schaar, Jahrgang 1954, Diplom-Volkswirt, ist seit fast zwanzig Jahren in verschiedenen Funktionen im Bereich des Datenschutzes tätig. Seit Ende 2003 ist er Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Neben zahlreichen Zeitschriftenartikeln und Buchbeiträgen ist von ihm das Buch "Datenschutz im Internet" (2002) erschienen.

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