Danke, emanzipiert sind wir selber! - Schröder, Kristina; Waldeck, Caroline

Kristina Schröder Caroline Waldeck 

Danke, emanzipiert sind wir selber!

Abschied vom Diktat der Rollenbilder

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Danke, emanzipiert sind wir selber!

Kristina Schröder hat Karriere gemacht und gerade ein Kind bekommen. Steht sie deshalb für ein Leitbild, an dem junge Frauen sich orientieren sollen? Nein, sagt sie, die Frauen von heute brauchen keine Leitbilder! Feministinnen machen den gleichen Fehler wie die Strukturkonservativen auf der anderen Seite des politischen Spektrums: Beide schreiben vor, wie das ideale Frauenleben auszusehen hat. »Gefährlich und falsch!«, sagt Kristina Schröder. Frauen (und Männer!) sollen endlich frei wählen können, wie sie ihr Leben gestalten wollen, ob mit oder ohne Familie, mit oder ohne Karriere. Diese Entscheidungen sind privat. Politik sollte keine Leitbilder vorgeben, sondern sicherstellen, dass alle Männer und Frauen Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben haben und ihrer Verantwortung in Familie und Partnerschaft gerecht werden können. Welche Wege dahin führen zeigt sie in diesem zugleich politischen und persönlichen Buch - angriffslustig und klar.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 239 S.
  • Seitenzahl: 240
  • Deutsch
  • Abmessung: 206mm x 120mm x 24mm
  • Gewicht: 300g
  • ISBN-13: 9783492055055
  • ISBN-10: 3492055052
  • Best.Nr.: 34511688

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Wie schlecht es steht um den Alltag berufstätiger Eltern und um die Chancengleichheit weiß Corinna Nohn selber. Darum zeigt sie sich auch enttäuscht von diesem Buch, das die Bundesfamilienministerin Schröder zusammen mit Caroline Waldeck verfasst hat und das zwar "authentisch" die Probleme benennt und Klischees entlarvt, doch, wie Nohn berichtet, keine strukturellen gesellschaftlichen Missstände benennt und politische Konzepte vorstellt. Von der zuständigen Ministerin, findet Nohn, sollte mehr zu erwarten sein, als die Aufforderung zu mehr Eigenverantwortung der Bürgerinnen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.04.2012

Obstbrei
mit dünner Sauce
Kristina Schröder missversteht
die Probleme junger Frauen
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat ein Buch für Frauen geschrieben, zumindest legt das der Titel nahe: „Danke, emanzipiert sind wir selber! Abschied vom Diktat der Rollenbilder“. Es beginnt mit einer Fundamentalkritik des Feminismus und reicht über die Arbeitsteilung in Küche und Waschkeller bis hin zum Komplex Kinderbetreuung und Frauenförderung.
Es ist für Frauen ja an sich spannend zu erfahren, was Schröder, 34, selbst Mutter und Ehefrau, über Rollenbilder zu sagen hat. Zumal die gleichaltrige Ko-Autorin Caroline Waldeck alleinerziehende Mutter ist und daher noch eine andere Perspektive einfließen lassen konnte. Doch die beiden stellen gleich zu Beginn klar: Sie wollen keine Antwort geben auf die Frage, wie sich Frauen im Dreieck Kind – Beruf – Beziehung positionieren können. Es geht auch nicht um eine ideale Familienpolitik, mit der sich die von Schröder bei jeder Gelegenheit propagierte Wahlfreiheit herbeiführen ließe.
Diese Weigerung, politische Ideen oder wenigstens Forderungen zu präsentieren, hat eine einzigartige …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.04.2012

Mein Bauch gehört mir
Kristina Schröders familienpolitisches Credo: Privates soll privat bleiben

Dafür, dass ihr Buch erst eine Woche auf dem Markt ist, hat Kristina Schröder schon eine Menge Kritik dafür einstecken müssen. Das überrascht nicht. Denn sie hat sich darin zwei mächtigen, wenn auch gegensätzlichen Strömungen entgegengestellt. Überraschend ist eigentlich allein, dass Kritik bislang nur aus einer dieser Richtungen kam. Vielleicht ist die andere Seite nicht so reaktionsschnell, vielleicht ist sie aber auch gar nicht mehr so mächtig.

Frau Schröder nennt die beiden Richtungen die "Feministen" und die "Strukturkonservativen". Beide versuchten, so ihre These, den Frauen bestimmte Rollenmuster aufzudrängen: Hier die "Pelikanmutter", die sich "persönliche Interessen und Ambitionen versagt und für den Nachwuchs jedes Opfer bringt". Dort die Frau, die auf nichts verzichten, schon gar nicht den Beruf für die Kinder aufgeben darf, stattdessen das Projekt "Kind" durchkalkulieren muss wie die Anschaffung einer Immobilie. An dieser Stelle ist schon klar, dass es sich bei Frau Schröders Buch nicht um eine wissenschaftliche …

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"Ein anregendes und unterhaltsames Buch mit tollen Ansichten.", Echo Salzburg
Kristina Schröder, geb. Köhler, Jahrgang 1977, Dr. phil., ist Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ihre Tochter kam im Juni 2011 auf die Welt.

Kundenbewertungen zu "Danke, emanzipiert sind wir selber!"

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Bewertung von Bücherwurm aus Frankfurt am 20.04.2012 ***** schlecht
Die politischen Aktionen dieser Frau haben schon lange eine deutliche Sprache gesprochen. Dass sie in ihrem Buch buchstäblich die Hose runter lässt, kann man als mutig bezeichnen. Man kann aber auch das sehen, was offensichtlich hinter dieser Frau steckt - eine unentwickelte, angepasste und dem System hörige Deliquentin des betonten Mittelmaßes. Eine absolut konforme Mitläuferin, die ihre Karriere vor allem deswegen machen konnte, weil sie das Spiel so spielt, wie es von ihr erwartet wird. Es würde mich nicht wundern, wenn auch sie bald ihren Doktortitel aberkannt bekäme, weil sie abgeschrieben hat.
So, wie ihre Kollegin Silvana Koch-Mehring (auch wenn die Dame der FDP angehört), wird Schröder an der Stelle positioniert, wo sie entsprechende Interessen besonders gut vertreten kann. Zusammenhänge, die ich seit dem Lesen von "Ökolution 4.0" erst richtig verstanden habe und permanent bestätigt sehen muss.

Mit ihrem Buch hat Schröder sich endgültig zu einer politischen Karikatur degradiert. Sie zeigt vor allem, wie gefährlich sie ist - eine profillose Marionette, die auch ihre persönliche Lebensgestaltung konform zu konservativen Werten unreflektiert erklärt. Emotional blind und auf dem Enwicklungsstand eines 13 jährigen Mädchens. Würde sie in ihrem Amt nicht so viel Schaden anrichten, könnte sie mir leid tun. Aber so ist sie einfach eine Zumutung.

Bedauerlich auch, dass es diese Menschen durch die Veröffentlichung drittklassiger Bücher - meist von Ghostwritern geschrieben - und das dank ihrer Position begünstigte durch die Presse Spülen auch noch eine Menge Geld verdienen. Zum Glück habe ich mir das Buch nur von einer Freundin geliehen. Das Geld schenke ich lieber einem Stadtstreicher. Dort ist es deutlich besser investiert.

Es gibt 2 Kommentare zu dieser Bewertung
  • Klaus D aus Leipzig am 21.04.2012
    Was hat diese Bewertung mit dem Inhalt des Buches zu tun? Zickenkrieg? Hat mich aber neugierig gemacht und werde es bestellen. Vielen Dank!

    (Inhalt anstößig?)
  • Nachtvogel aus Zwickau am 03.06.2012
    Eigentlich wollte ich es mir verkneifen, selbsternannte
    "Rezenzenten" wie den hier beispielhaft wütenden
    "Bücherwurm", durch ein eigenes Statement aufzuwerten
    (Merke: Don`t feed the Trolls), doch …mehr

    (Inhalt anstößig?)

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