Botanicula
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CD-ROM
 
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Botanicula

Im Point&Click-Adventure "Botanicula" wird der Spieler in eine märchenhafte Pflanzenwelt entführt. Dort gilt es, einer Gruppe außergewöhnlicher Baumgeschöpfe in ihrem Kampf gegen bösartige Parasiten zu helfen. Dabei hat jedes Wesen andere Eigenschaften, die immer wieder miteinander kombiniert werden müssen, um das Spiel zu bestehen. Daneben kann man mit fast allen Objekten interagieren und so überraschende Effekte erzielen. Die atmosphärische Musik der tschechischen Band Dva rundet die Abenteuerreise in das farbenfrohe Pflanzenreich ab.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag


Produktinformation

  • Verlag: Daedalic
  • 2012
  • Lim. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: Beil.: Poster u. Soundtrack.
  • Best.Nr. des Verlages: 502333
  • Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 19, 5 cm
  • Gewicht: 190g
  • ISBN-13: 4009750502334
  • Best.Nr.: 34958770
Mit Botanicula knüpfen die tschechischen Entwickler Aminata Design spielerisch nahtlos an ihre bisherigen Games, abseits des Adventure-Mainstreams an. Dazu zählen vorne weg Samorost 1 und 2, sowie Machinarium, die sich speziell durch intuitive Point & Click Bedienung, ohne Kontextmenüs oder sonstige Hilfsmittel auszeichnen. Des Weiteren bieten sie unkonventionelle, im Spielfluss eingebettete Storys, die weitestgehend ohne echte Dialoge auskommen.

Rettet die Bäume

Wie der Spieltitel schon vermuten lässt, dreht es sich diesmal nicht um Weltraumwichtel in Nöten oder Roboter mit Gedächtnisverlust, sondern um Abenteuer, die in der Pflanzenwelt anzusiedeln sind. Genauer gesagt bekommen wir es diesmal mit fünf befreundeten Baumwesen zu tun, die ihre Welt vor einem geheimnisvollen Parasiten retten wollen. Unsere niedliche Heldentruppe setzt sich zusammen aus der Eichel Mr. Lantern, dem Pilz Mrs. Mushroom, dem Zweig Mr. Twig, der Mohnkapsel Mr. Poppy Head und einem undefinierbaren Wesen, mit einer Feder auf dem Kopf, Mr. Feather. Angeführt von Mr. Lantern, der zufällig in Besitz der letzten, von den geheimnisvollen tentakelbewehrten Parasiten verschont gebliebenen Saat seines Baumes gekommen ist, machen sie sich auf eine abenteuerliche Reise, von der Krone desselben, durch die verschiedenen Naturreiche rundherum, bis unter die Erde.

Dabei gilt es in mehreren Etappen einige Rätsel zu lösen und bestimmte Aufgaben zu erfüllen, wobei man teilweise auf spezielle Fähigkeiten, bzw. Eigenschaften der bunt gemischten Gruppe angewiesen ist. Nebenbei kann man eine Vielzahl der Bewohner des virtuellen Biotops entdecken, die unsere surreale Heldentruppe noch um einiges an Skurrilität übertreffen können, auch wenn der Bezug zu realen botanischen Elementen zumeist erkennbar ist.

Die Entwicklung der Geschichte ergibt sich quasi direkt aus der Reise, verläuft daher aber auch ziemlich linear. Meistens bekommt man es mit lustigen Geschichten rund um die Bewohner des Areals der aktuellen Etappe zu tun. Das kann mitunter aber auch ganz schön morbide bis gruselig aussehen, was mich in Anbetracht der Freigabe ab sechs Jahren, hier und da doch in Erstaunen versetzt hat.

Ausprobieren bis die Knospe platzt

Wie zu Beginn angedeutet, bleiben Aminata Design ihren Prinzipien treu und lassen den Spieler weitgehend alleine, der lediglich mit der linken Maustaste bewaffnet den Mikrokosmos vom Botanicula erforschen muss, typischerweise per direkter Interaktion mit der Umgebung. Dazu gehört eben auch, dass man an vielen Stellen zum munteren Rumprobieren verdammt ist. Was bei den meisten anderen Adventures eher als mieses Rätseldesign bitter aufstößt, hat hier jedoch Methode und macht einen gehörigen Anteil am Reiz des Spiels aus. So lassen sich auch abseits von den eigentlichen Rätseln und Aufgaben lustige und überraschende Dinge entdecken. Dem Entdeckerdrang wird zusätzlich noch ein wenig Futter gegeben, indem man sich alle Kreaturen, die man auf der Reise antrifft, noch mal in einer virtuellen Kartensammlung ansehen kann.

Das Handling ist trotz - oder gerade wegen - der minimalistischen Steuerung, recht eingängig. So reicht oft schon eine einfache Mausbewegung, um etwas in der Umgebung auszulösen. Da man das Meiste mit wenigen Mausklicks erledigen kann und die Inventargegenstände an einer Hand abzuzählen sind, verzichtet das Spiel auf Hotspotanzeigen und sonstige Rätselhilfen. Da die Aufgaben, bis auf wenige Ausnahmen, einfach zu lösen sind, kann man das sicherlich verschmerzen, es offenbart aber auch eine der größten Schwächen von Botanicula.

Unterm Strich ist das Spiel nämlich relativ kurz und bietet dabei nur wenig wirklich anspruchsvolle Rätsel, während über schwer erkennbare Hotspots zwischen einigen Dummyinteraktionen die Spielzeit aufgeblasen wird. Auch der Einsatz der Spezialfähigkeiten der Helden hält sich in relativ überschaubaren Dimensionen und findet zudem nicht immer in gleicher Weise Anwendung. Mal können alle Freunde durchgetestet werden, was typischerweise sehenswerte Fehlschläge offenbart, mal kann man dies nur tun, bis man den richtigen erwischt hat und dann gibt es auch noch Stellen, an denen per se nur der eine sinnvolle auswählbar ist.

Grüne neue Welt

Die komplett in 2D gehaltene Grafik von Botanicula ist eine wilde Mischung aus recht unterschiedlichen Stilen, die erstaunlich gut funktioniert. Während die bunten Hintergründe die Pflanzenwelt fast surreal schematisch darstellen, erscheinen viele Figuren beinahe als realistische Naturformen, die jedoch mit cartoonartiger Gestik und Mimik versehen wurden. Dank liebevoller Animationen wirkt das Ganze durchaus lebendig und organisch.

Musikalisch versteht das Spiel für Stimmung zu sorgen, wobei ein großer Teil psychedelischer Versatzstücke die Hauptrolle übernimmt, der durch ein paar lustig fetzige Einlagen bereichert wird. Zeitweise kann es aber auch etwas überladen wirken, besonders bei einigen Szenen, die schon von sich aus nicht gerade mit Ambientegeräuschen geizen.

Fazit: Botanicula ist ein charmantes kleines Spiel, ganz in der Tradition der bisherigen Titel von Aminata Design. Es macht wirklich Spaß in der skurrilen botanischen Welt auf Entdeckungsreise zu gehen. Eine anspruchsvolle Story sollte man allerdings nicht erwarten, auch wenn hier und da einige nachdenkliche Nuancen enthalten sind. Den eher kindlichen, aber zum Teil auch recht morbiden Humor muss man jedoch mögen, um mit dem Spiel warm zu werden.

Mit dem intuitiven schnörkellosen Handling fährt das Spiel ebenfalls auf der Schiene seiner Vorgänger. Der Rätselanspruch ist im Grunde nicht sehr hoch, erkauft sich aber durch fehlende Hotspotanzeige und sonstige Hilfsmittel einen gewissen Schwierigkeitsgrad, mit geringem Frustpotenzial. Widerspielbarkeit ist auch nur in geringem Maße gegeben, da der Ablauf sich im Wesentlichen linear gestaltet und man lediglich bei unwichtigen Nebenschauplätzen Dinge entdecken kann, die man zuvor vielleicht übersehen hat.

Wertung: 80 von 100 Punkten (André Pannenbecker/GameCaptain.de)

Kundenbewertungen zu "Botanicula" von "Diverse"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut)
***** ausgezeichnet
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
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Bewertung von Kissss aus Kirchheim/Teck am 05.01.2013 ***** sehr gut
Spinnenartige Parasiten überfallen den Baum, auf dem die fünf Freunde hausen. Jeder von ihnen hat unterschiedliche Fähigkeiten. Einer kann fliegen, während der andere in seinem Bauch Dinge transportieren kann. Wie etwa den letzten Samen des Baumes, der von den Parasiten ausgesaugt wird und den die Fünf retten müssen...

Spielerlebnis
+ 5 verschiedene Spielfiguren: Pilz, fliegender Samen, ein Ast, ein rundlicher Samen und ein länglicher
+ Witzige Musik. Die Frösche habe ich gleich mehrfach angeklickt
+ In einigen Situationen muss man die geeignete Spielfigur wählen, um das Rätsel lösen zu können. Man probiert aber doch alle durch, nur um zu sehen, was dann lustiges passiert
+ Es wird nicht gesprochen. Wenn denn mal etwas erklärt wird, dann in unverständlichem Gebrabbel und mit Bildern
+ Es gibt einiges zu entdecken. Man klickt auf alles, was nicht niet- und nagelfest ist und sieht dann zu, was die Entwickler sich haben einfallen lassen. Nicht alles macht Sinn, vieles lässt sich nur zum Spaß anklicken
+ Etliche skurrile Gestalten bevölkern den Baum
- Viel planloses Herumgerenne und -geklicke
- Für so manchen Spieler vielleicht zu süß
- Seltsam, obwohl es in jeder einzelnen Szene nicht viele Objekte gibt, stand ich nicht nur einmal auf dem Schlauch, was denn zu tun sei (etwa bei dem schwarzen Vieh, das von der Decke hängt). Da hilft nur Ausprobieren

Ausstattung
+ 1 DVD
+ Limitierte Erstauflage mit Poster und Soundtrack-CD
+ Sehr schön gestaltete Pappschachtel mit aufklappbarem Cover
+ Handbuch mit allen nötigen Informationen, in Farbe

FAZIT:
Zunächst war ich restlos begeistert von diesem Spiel, da es mit den gängigen Konventionen bricht. Es wird nicht geredet, es gibt im Grunde genommen keine Handlung und die Spielfiguren sind irgendwelche Pflanzenteile. Zudem erschien die Umgebung wie ein Traum - ein wenig verschwommen und bevölkert von allerlei skurrilen Gestalten. Oft klickt man einfach alles und jeden an, und freut sich an den witzigen Einfällen der Entwickler.
Dann wieder nöchte man verzweifeln, weil man einfach keine Ahnung hat, was zu tun ist und wo. Hinweise gibt einem das Spiel selten und es hilft nur stupides Ausprobieren, an allen Stellen, mit allen Soielfiguren, da sie unterschiedliche Fähigkeiten haben und entsprechend eingesetzt werden wollen. Wie schön, wenn irgendwann das "Juhuu!" ertönt, wenn man wieder einen Schritt weitergekommen ist. Dieses stete Auf und Ab lässt leider keine bessere Wertung zu.

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