Bewerbermanagement und Feedbackkultur zur Förderung des Arbeitgeberimages
Diplomarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich BWL - Personal und
Organisation, Note: 2.0, Fachhochschule Schmalkalden, Sprache:
Deutsch, Abstract: Ein effektives Recruiting, insbesondere ein
effizientes Bewerbermanagement (BM), ist heute für alle Unternehmen
zwingend, da Fehler im Personalbeschaffungsprozess bei den
Unternehmen gleichermaßen wie bei den Bewerbern zu Frustrationen
führen kann. Der gute Umgang mit einem Kandidaten ist daher die
Grundlage für ein erfolgreiches Arbeitgeberimage, denn der
Bewerbungsprozess hat Auswirkungen auf das Ansehen des jeweiligen
Unternehmens. Bei vielen Firmen besteht aber noch großer
Handlungsbedarf im Umgang mit den Kandidaten, denn häufig ist die
Kommunikation zu zögerlich. Der Ablauf des
Personalbeschaffungsprozesses von der Anzeige bis zur Zusage bzw.
zur Vorlage des Arbeitsvertrags muss beschleunigt werden.
Andernfalls verschenkt das Unter-nehmen einen wertvollen
Zeitvorsprung vor Mitbewerbern und möglicherweise nimmt ein
potenzieller Arbeitnehmer ein Angebot eines im Recruitingprozess
schnelleren Unternehmens an. Denn ein guter Bewerber hat meist nach
nur wenigen Tagen erste Einladungen zu einem Gespräch mit seinem
potenziellen Arbeitgeber vorliegen. Bedeutsam ist, dass sich die
Stellung der Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt vermehrt in Richtung
einer Verkäuferposition verschoben hat. Dies bedeutet, dass sich
ein Unternehmen zunehmend mehr um einen Kandidaten bemühen muss und
nicht nur mehr den Eingang von Bewerbungen potenzieller Mitarbeiter
abwarten darf. Mit Hilfe von PM-Aktivitäten und dem Aufbau einer
Arbeitgebermarke, sind eine Differenzierung und ein damit
verbundener Wettbewerbsvorteil von hoher Bedeutung für ein
Unternehmen. Ähnlich wie im gewöhnlichen Marketing zielt auch das
PM darauf ab, das Produkt Arbeitsplatz wirksam zu kommunizieren.
Der Aufbau einer starken und einheitlichen Arbeitgebermarke (dt.
für Employer Brand) kann dazu beitragen, am Arbeitsmarkt ein
unverwechselbares und jederzeit wieder erkennbares Bild zu
schaffen. Ebenso wie die Employer Brand kann das Image eines
Unternehmens einen besonderen Beitrag für die Personalarbeit
leisten. Durch die Stärkung und die Verbesserung des Images werden
Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden. Darüber hinaus fällt es
einem Arbeitgeber mit einem positiven Image leichter, geeignete
Kandidaten für offene Positionen zu finden. Ziel der Arbeit ist es
deutlich zu machen, wie sehr ein guter Umgang mit einem Kandidaten
das Arbeitgeberimage eines Unternehmens positiv beeinflussen kann.