Alexander von Humboldt und die Globalisierung - Ette, Ottmar

Ottmar Ette 

Alexander von Humboldt und die Globalisierung

Das Mobile des Wissens

Gebundenes Buch
 
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
25 ebmiles sammeln
EUR 24,80
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Alexander von Humboldt und die Globalisierung

Ottmar Ette, einer der renommiertesten Humboldt-Forscher, stellt in dieser intellektuellen Biographie den Schriftsteller und Gelehrten Alexander von Humboldt vor, den mit den verschiedensten Kulturen vertrauten Philosophen ebenso wie den mit neuen Formen empirischer Wissenschaft experimentierenden Naturforscher.

Lange Zeit wurde Alexander von Humboldt mißverstanden als nur historisch interessante Figur. Doch mittlerweile ist sowohl die herausragende Qualität seiner literarischen und wissenschaftlichen Schriften als auch seine Bedeutung als Vor-Denker der Globalisierung unbestritten.Ottmar Ette beschreibt die Entstehung des Humboldtschen Denkens, fragt nach den für Alexander von Humboldt so wichtigen revolutionären historischen und wissenschaftlichen Kontexten, beleuchtet die europäische Verankerung des Berliner Weltbürgers, zeigt den Denker an der Schnittstelle zwischen Romantik und Moderne und legt die Aktualität eines Denkers, Forschers und Schriftstellers dar, der keineswegs zufällig in der gegenwärtigen Phase beschleunigter Globalisierung von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Im Zentrum des Buches steht die grundlegende Verbindung von Reisen und Wissen, von Mobilität und Wissenschaft.

Produktinformation


  • Verlag: Insel, Frankfurt
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 476 S.
  • Seitenzahl: 476
  • Best.Nr. des Verlages: 17434
  • Deutsch
  • Abmessung: 203mm x 134mm x 33mm
  • Gewicht: 546g
  • ISBN-13: 9783458174349
  • ISBN-10: 3458174346
  • Best.Nr.: 25552440
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.05.2009

Ganz Sibirien ist eine Fortsetzung unserer Hasenheide
Alles ist Wechselwirkung: Zum 150. Todestag Alexander von Humboldts streitet Ottmar Ette für Entprovinzialisierung und Wertbewusstsein
Im Jahr, in dem er sechzig werden sollte, brach Alexander von Humboldt nach Russland auf, um endlich auch Asien zu bereisen. Er hatte dies lange gewünscht, von einer sibirischen Reise bereits 1793 geträumt, aber das Vorhaben immer wieder aufschieben müssen. Nun, 1829, waren die Umstände komfortabel. Als Kammerherr Friedrich Wilhelms III. fuhr er – mit Halt auf 658 Poststationen und zuletzt 12244 Pferden – durchs Reich des Zaren Nikolaus, der mit der ältesten Tochter des preußischen Königs vermählt war. Den Mächten der Reaktion musste sich, wenn er nicht ganz auf die Reise verzichten wollte, auch ein Humboldt anbequemen. Dass er es tat, wird man ihm nicht vorwerfen wollen, dass er eine höhere Vernunft für seine Anpassung in Anspruch nahm, der Unterwerfung noch Girlanden flocht, das verstört. Zumindest passt es nicht recht zum lichten Bild vom liberalen Kosmopoliten.
So schrieb Humboldt aus Jekaterinburg, dass er sich „auf die todte Natur beschränken” und …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.05.2009

Ein Auge auf Himmel und Erde

Wer war der Universalgelehrte Alexander von Humboldt? Zum 6. Mai, dem 150. Todestag, klärt eine Reihe von Büchern über seine Bedeutung auf.

Heute gehört es zu den unzweideutigen Ruhmestiteln Alexander von Humboldts, dass er sich ohne jeden Vorbehalt gegen die Sklaverei ausgesprochen hat. Spätere Übersetzer und Bearbeiter seines Reisewerkes haben die Deutlichkeit seiner Formulierungen oft abgemildert oder diese ganz unterschlagen. Sein Blick auf die Sklaverei war bestimmt vom menschenrechtlichen Pathos der Anfänge der Französischen Revolution, die er in Paris erlebt hatte.

So schrieb er in seiner südamerikanischen Reise: "Die Menschenliebe besteht nicht darin, ,ein wenig Stockfisch mehr und ein paar Peitschenhiebe weniger' zu geben. Eine wahre Hebung der geknechteten Klasse muss sich auf die ganze moralische und physische Stellung des Menschen erstrecken."

Weniger pathosgeladen, aber doch nicht weniger deutlich hat Humboldt zu einer Zeit, als er damit allein stand, Gefahren und Risiken bemerkt und beschworen, die wir heute als ökologische bezeichnen. Der Raubbau an der unberührten Natur stand ihm …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Einen Zugang zum "ganzen" Humboldt bietet Ottmar Ettes Buch über den Naturforscher nach Ansicht von Uwe Justus Wenzel. Dabei zeigt sich der Rezensent des seit Jahren grassierenden Humboldt-Hypes ein wenig überdrüssig. Seines Erachtens existiert sogar eine Art "Humboldt-Kulturindustrie", die auch auf dem Buchmarkt ihren Niederschlag findet. Nichtsdestoweniger würdigt er den Romanisten Ette jedenfalls als einen der profundesten Kenner Humboldts und als einen der aktivsten Editoren seiner Schriften. Besonders geht er auf die Ausführungen über die Verwobenheit von Lebensstil und Denkstil bei Humboldt ein und hebt die neuen Dimensionen von dessen Wissenschaftskonzept hervor, die Ette herausarbeitet. Danach erscheine Humboldt als Pionier einer neuen Wissenschaft, die transdisziplinär, interkulturell, kosmopolitisch, transareal, weltweit vernetzt, publikumswirksam und öffentlichkeitsorientiert, sinnlich und schließlich in ihrer Methode experimentell ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Die schönste, ohne Umschweife: spektakuläre Neuerscheinung des Humboldt-Jahres ist Ettes Neuausgabe (nach 170 Jahren!) jenes entdeckungsgeschichtlichen, kartografischen und nautisch-astronomischen Meisterwerkes, mit dem Humboldt 1834 bis 1838 sein amerikanisches Reisewerk abschließt: Die Entdeckung der Neuen Welt . In der zweibändigen Edition erscheint das Werk jetzt erstmals wieder zusammen mit dem zugehörigen Atlas und vor allem dem unsichtbaren Atlas der von Humboldt aufgeführten und analysierten Karten, einem wahren Mysterium, einem Wunderwerk von Buch."
Ludger Lütkehaus Die Zeit

»Wer neue Seiten im Humboldtbild sucht, muss sich mit Ette auseinandersetzen.«
Ottmar Ette, geb. 1956, ist Professor für französisch- und spanischsprachige Literaturen an der Universität Potsdam. Er ist Träger des Heinz-Maier-Leibnitz-Preises und des Friedrich-Köhler-Forschungspreises für romanische Literaturwissenschaft sowie Mitglied der Academia Europaea.

Andere Kunden interessierten sich auch für

Ein Marktplatz-Angebot für "Alexander von Humboldt und die Globalisierung" für EUR 23,16

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 23,16 0,00 Banküberweisung robo-buch 96,2% ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema