"D'r Zoch kütt!" - so schallt es jedes Jahr wieder
durch die Straßen Kölns. Der Rosenmontagszug mit seinen heute über
10.000 aktiven Teilnehmern ist untrennbar mit der Stadt verbunden
und weltweit zum Kölner Markenzeichen geworden. Zugleich ist er
wichtiger Faktor für die Wirtschaft und den Tourismus. Als Basis
für die rheinische und kölnische Identität wirkt er weit über die
fünfte Jahreszeit hinaus - und dies nicht erst seit gestern.
Die Autoren Michael Euler-Schmidt und Marcus Leifeld ergründen,
worin die einzigartige Bedeutung und Unverwechselbarkeit des
Rosenmontagszuges liegt. Sie liefern einen umfassenden Überblick
von seinen Anfängen im Jahr 1823 bis zur Zeit nach dem Zweiten
Weltkrieg. Mit seinen traditionellen Motiven und vielfältigen
Mottowagen war der Zug immer auch ein Abbild der wechselnden
politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse. So wird
gleichzeitig aus ungewohnter Perspektive heraus die rheinische und
kölnische Geschichte fassbar - etwa die antipreußische Stimmung in
der Stadt, die demokratischen Entwicklungen in den 1840er Jahren,
die Nationalwerdung 1870/71 und die Krisenjahre der beiden
Weltkriege. Zahlreiche historische Abbildungen veranschaulichen die
historische Entwicklung.