Für das größte Land in Europa, die zweitstärkste Exportmacht und
viertgrößte Volkswirtschaft der Welt gibt es in der
Verteidigungspolitik keinen stillen Winkel mehr. Vor dem Aufbau
einer europäischen Armee schrecken die deutschen
Verteidigungsminister als Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt
bisher noch zurück. Wo bliebe da die Souveränität, das Primat der
(deutschen) Politik, der Parlamentsvorbehalt, die Chance auf doch
noch einen Sonderweg?Über die veränderte Bedeutung des
Militärischen für die sozialdemokratische und für die deutsche
Politik, über die Wandlung der Bundeswehr und über das neue
Selbstverständnis einer normalen europäischen Mittelmacht gibt
Hans-Peter Bartels Auskunft. Er diskutiert aus nächster Nähe und
mit politischem Hintergrundwissen die Bundeswehr im weltweiten
Einsatz, die Armee in der Dauerreform, die Ansprüche der
Bündnispartner, die Bestrebungen der Rüstungsindustrie und die
Mühen der politisch Verantwortlichen um eine gute Armee.
"Hans-Peter Bartels hat ein lesbares, kenntnisreiches Buch vorgelegt, dessen Lektüre möglichst vielen Abgeordneten, Soldaten und interessierten Zeitgenossen angeraten wird und das darüber hinaus geeignet ist, in den Schulen unseres Landes Meinung mit Kenntnis zu verbinden und eindrucksvoll klar zu machen, dass hier ein Volksvertreter wirklich weiß, wovon er redet - und worüber wir alle noch mehr sprechen sollten." (Berliner Republik 3+4/2012, 01. Juli 2012)
"Ein ausgesprochen lesenwertes Brevier hat Dr. Hans-Peter Bartels, der für die SPD im Bundestags-Verteidigungsausschuss sitzt, unter dem Titel "Wir sind die Guten. Erfahrungen und Anforderungen deutscher Verteidigungspolitik" geschrieben. Bartels hat auf seine Erfahrungen als Journalist zurückgegriffen und ein sperriges Thema auf 160 Seiten erfolgreich neu geschüttelt. Der Hinweis an die toten Augen im Bendlerblock: Man kann die Lektüre zur Verteidigung auch so gestalten, dass es Freude macht zu lesen." (Griephan Briefe, 28/12 - 48. Jahrgang, 09. Juli 2012)
Dr. phil. Hans-Peter Bartels, geboren 1961, hat Politikwissenschaft und Soziologie studiert. Promotion über Norbert Elias. Tätig als Journalist für Print und Hörfunk. 1970 Beitritt in die SPD, seit 1988 tätig der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein, u. a. als Redenschreiber für Björn Engholm. Seit 1998 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Der Autor lebt mit seiner Familie in Kiel.