Produktbeschreibung zu Europas Gedächtnis
Die Gründungsverträge der Europäischen Gemeinschaft wurden am 25.
März 1957 in Rom von Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland,
Italien, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg unterzeichnet.
Zwischenzeitlich ist aus dem Europa der sechs ein Zusammenschluss
von nunmehr 27 Staaten geworden. Von der Vision der europäischen
Einigung geleitet, wonach Krieg in Europa nur durch friedlichen
Zusammenschluss der Völker zu verhindern ist, hat sich in einem
langen Integrations- und Vertiefungsprozess die Europäische Union
entwickelt.Fünf Jahrzehnte nach der Gründung des institutionell
verfassten gemeinsamen Europas muss die Frage diskutiert werden, ob
die Gemeinschaft auch eine von den Menschen getragene Identität
besitzt. Elementarer Bestandteil jeder Identität ist das
Bewusstsein eines gemeinsamen Gedächtnisses. Gibt es dies in Europa
überhaupt? Was wird erinnert? Nur das halbe Jahrhundert seit den
Römischen Verträgen? Oder existiert ein tiefer reichendes
historisches Erinnern der Europäer jenseits des jeweiligen
nationalen Gedächtnisses?Mit Beiträgen u.a. von Bronislaw Geremek,
Anthony Giddens, Adolf Muschg und Hans-Ulrich Wehler.
Produktinformation
- Verlag: Transcript
- 2008
- Ausstattung/Bilder: 2008. 169 S.
- Seitenzahl: 166
- Europäische Horizonte Bd.3
- Deutsch
- Abmessung: 225mm x 135mm x 15mm
- Gewicht: 252g
- ISBN-13: 9783899427233
- ISBN-10: 3899427238
- Best.Nr.: 22813711
Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension
In seiner Besprechung dieses Buches belässt es Leonard Neidhart beim Referat, zu einem Urteil kann er sich nicht durchringen. Der Band versammelt acht Vorträge, die zum 50-jährigen Jubiläum der Römischen Verträge im vorigen Jahr in Aachen gehalten wurden. Es geht um die europäische Identität, die gemeinsame Erinnerung und die geteilte Geschichte. Der Rezensent umreißt kurz die Beiträge von Helmut König, Hans-Ulrich Wehler, Adolf Muschg, Norbert Frei, Bronislaw Geremek und Karl Schlögel, die ihre Positionen zu Erinnerung und Geschichte, Türkei-Beitritt und Ost-Erweiterung darlegen. Präferenzen zeigt der Rezensent nicht.
© Perlentaucher Medien GmbH
"Karl Schlögel befasst sich zum Abschluss mit der 'Rückkehr des Ostens in den europäischen Horizont'. Er plädiert dabei für 'einen inspiriert-gelassenen Umgang mit der Geschichte jenseits von Geschichtsvergessenheit und Geschichtsversessenheit, also jenseits von Indifferenz und Obsession.' Der ganze Band dient diesem Anliegen." Leonhard Neidhart, NZZ, 06.06.2008 "[Das Buch enthält] 169 Seiten höchst anregende Gedanken darüber, welche Erinnerungen die Europäer verbinden - oder trennen: Hat eine gemeinsame Europäisierung eine Chance? Kann es europäische Politik ohne die Gemeinsamkeit des Gedächtnisses geben? Und nicht zuletzt: 'Wieviel Gegensätzlichkeit kann Europa aushalten?' Wer sich dafür interessiert, was Europa wirklich zusammenhält - dem sei geraten: Kaufen und Lesen!" Deutschlandfunk, 07.07.2008 "[Die Beiträge geben] in summa die wichtigsten Positionen im Diskurs um Europas Gedächtnis wieder." Peter Fischer, vorgänge, 3 (2008) "Die durchweg namhaften Autoren geben einen Eindruck von der Kreativität, mit der man sich die Frage nach Identität und Geschichtsverständnis in Europa stellen muss." Armando Garcia Schmidt, IP, 5 (2009) "[E]ine spannende Lektüre, die zahlreiche Anknüpfungspunkte für eigene Gedanken und weitergehende Forschungen liefert." Peter Pichler, Das Historisch-Politische Buch, 56/6 (2008) Besprochen in: www.institut-chenu.eu, 8 (2011), Dr. Thomas Eggensperger
Dr. Helmut König ist Professor am Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen.
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