Eine Reise ins nördliche Piemont ist wie ein Eintauchen in eine
längst vergangene Welt. Vom Naturpark Valsesia am Südfuß des Monte
Rosa bis zum Val Pellice, wo nur noch ein Übergang vom Monviso
trennt, reichen die Touren dieses Rother Wanderführers. Abgesehen
von ein paar wenigen Ausnahmen, wo sich der Tourismus etablieren
konnte, handelt es sich bei diesem Teil des piemontesischen
Alpenbogens um eine raue, einsame Landschaft mit meist
traditioneller Bewirtschaftung. Vor allem die Talschlüsse der mit
Ausnahme des Susatals tief eingeschnittenen Alpentäler sind zum
Wandern interessant. Herrliche Gratrouten und Wandergipfel lassen
sich häufig mit einem Kulturbummel durch archaische Dörfer
kombinieren. Da kommen dann auch Gaumenfreuden nicht zu kurz, ist
das Piemont doch bekannt für gutes Essen. Dem Ende 2008
erschienenen Wanderführer "Piemont Süd" hat Iris
Kürschner nun das nördliche Pendant zur Seite gestellt. Die 44
Wandervorschläge beinhalten nicht nur kurze bis lange Tagestouren,
sondern auch - wie schon beim ersten Band - besonders lohnenswerte
Mehrtages-Treks. Bei der Routenwahl wurde auf landschaftliche
Abwechslung, Bergseen und viel Panorama geachtet. Die genauen
Tourenbeschreibungen sind mit einmaligen Farbfotos illustriert und
durch Wanderkarten mit eingezeichnetem Routenverlauf ergänzt. Das
Streckenprofil wird jeweils durch ein aussagekräftiges Diagramm
veranschaulicht. Hinzu kommen zahlreiche Tipps zu Gastronomie und
Unterkünften sowie Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen.
Dieser Tourenführer umfasst den piemontesischen Alpenbogen vom
Naturpark Valsesia am Südfuß des Monte Rosa bis zum Val Pellice, wo
nur noch ein Übergang vom Monviso trennt. Betroffen sind die
Provinzen Vercelli, Biella (die Kleinste) und Turin (die
zweitgrößte Provinz des Piemont). Für die meisten Deutschsprachigen
Neuland, seit der Olympiade 2006 sind die Turiner Berge
möglicherweise namentlich ein Begriff, auch die GTA-Route (Grande
Traversata delle Alpi), die zunehmend Wanderfreunde anzieht.
Abgesehen vom Susatal handelt es sich um tief eingeschnittene
Alpentäler, die stark von der Abwanderung betroffen sind. Das
Resultat zeigt sich in zunehmender Verwaldung, verminderter
Alpwirtschaft, einsamen Dörfern. Das raue Gelände widersetzt sich
den modernen Errungenschaften und lässt meist nur eine
traditionelle Bewirtschaftung zu. So ist das Eintauchen in die
verschiedenen Täler (abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen, wo
sich der Tourismus etablieren konnte) wie eine Reise in eine
längst vergangene Welt. Aufgrund der Verwaldung sind vor allem die
Talschlüsse zum Wandern interessant. Herrliche Gratrouten und
Wandergipfel lassen sich häufig mit einem Kulturbummel durch
archaische Dörfer kombinieren. Letzteres eine gute Alternative bei
schlechtem Wetter. Das Piemont, bekannt für gutes Essen, hält
diesem Ruf in seinen Alpentälern stand. So wird auch die
entlegendste Berghütte zu einem erstrebenswerten Ziel für
Bewegungsmuffel mit Geschmackssinn. Man denke nur an das Rifugio
Rivetti im Bielleser Grenzkamm, drei Stunden schweißtreibender
Aufstieg, aber dann ein Abendmahl, das in der Langhe nicht besser
sein könnte. Die 45 Wandervorschläge beinhalten nicht nur kurze bis
lange Tagestouren, sondern auch besonders lohnenswerte
Mehrtagestreks. Von der anspruchsvollen Kategorie soll te man sich
nicht abschrecken lassen, unter "Variante" ist meist auch
eine leichte Möglichkeit vorgeschlagen bzw. umgekehrt. Bei der
Routenwahl wurde auf landschaftliche Abwechslung, Bergseen und viel
Panorama geachtet.
Mit genauer Tourenbeschreibung, Kartenausschnitten 1:50 000 und
zahlreichen Tipps zu Ausflugszielen, Sehenswürdigkeiten und
Unterkünften.